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Rohbau, Campusseite
Hybridschule und Wohnungsbau
Schönhof-Viertel Frankfurt Baufeld G während
Baustellenführung durch den Schulbau
anlässlich BDA-Symposium „Bildungsorte -
Stadtbausteine der Demokratie" am 20. Mai
2026, Foto (c)
Kulturexpress
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Bildungsorte sind Orte konsequenter
Durchlässigkeit, was Durchgang und Passierbarkeit auch
für Außenstehende der Schule garantieren soll. Dennoch
will Schule weiterhin der Anziehungspunkt sein, um sich
besser zu orientieren, weiterzubilden und auf Ausbildung
zu setzen. Hierfür wird die pädagogische Einmischung
nötig sein, um Aspekte der Vermittlung zu erfüllen, und
entscheiden, ab wann etwas zulässig oder Grenzen
erreicht sind. Das ist ein hoher Anspruch, den sich die
Beteiligten gesetzt haben, wenn sie sich inklusiv dem
Fremden öffnen und nach Außen hin nicht verschließen.
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Grünanlage Schönhof-Ost mit
jungen Bäumen, wenige große Bäume sollen
hinzukommen, rechts eine begrünte Mulde, um
Regenwasser aufzufangen. Eröffnung der
Grünanlage ist für September 2026 geplant.
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Einbezogen sind vorhandene Freiräume der Schule, die zu
Unterrichtszwecken oder für Projekte zur Verfügung
stehen, wie schuleigene Park- oder Grünanlagen.
Schulhöfe ohne Umzäunung sind vorgesehen, das heißt,
sobald eine Altersgruppe von der Aufsichtspflicht
entbunden werden kann. Zugleich soll der Raum öffentlich
zugänglich gemacht werden, wie auf dem Campus
Schönhof-Viertel. Dort befinden sich mäandernde
Grünanlagen auf dem Außengelände zur Fußgängerzone, die
mit einer Regenwassersammelanlage verbunden sind. Zudem
sind auf der Anlage auch tieferliegende Mulden eingerichtet, die in
Mengen Regenwasser auffangen können.
Mehrere Referentenbeiträge des BDA Symposiums am 20. Mai
2026 „Bildungsorte - Demokratische Stadtbausteine"
zeigten, wie Schulen und Gemeinden diese Aufgaben
angehen, welche Erfahrungen vorhanden sind und welche
Perspektiven für die Stadtentwicklung von ihnen
ausgehen. Eine Veranstaltung des BDA Hessen im Rahmen
der World Design Capital Frankfurt RheinMain 2026, in
Kooperation mit dem Dezernat XI – Bildung, Immobilien
und Neues Bauen der Stadt Frankfurt.
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Planerische Einführung
während der Baustellenführung am 20. Mai |
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Am Vormittag des 20. Mai stand zunächst ein Besuch der
im Rohbau befindlichen Baustelle der ersten
Hybrid-Schule Deutschlands, einer Grundschule auf dem
Campus des Schönhof-Viertels auf dem Tagesprogramm, noch
etwas unschlüssig zwischen den Stadtteilen
Frankfurt-Rödelheim und Frankfurt-Bockenheim weiter im
Westen der Stadt gelegen, als großartiger und neu
angelegter Erschließungsraum und damit zukünftig beide
Stadtteile nachhaltig prägend. Den Anfang machte eine
Besprechung im Baucontainer der Bauleitung.
Erläuterungen zum weiteren Ablauf des Tages gaben Antje
Voigt, Architektin BDA, als auch Steffen Poschik, von
a+r Architekten aus Stuttgart, dem Büro das den 1.
Preis für den Bauentwurf einer Grundschule im
Schönhof-Viertel gewonnen hatte.
Hybridschule und Wohnungsbau Schönhof-Viertel Frankfurt
Baufeld G
Ein parkähnlicher Grünanlagenzug, der in
Ost-West-Richtung verläuft, wird das zukünftige
Schönhof-Viertel prägen. Die als „Spange“ bezeichnete
Struktur aus zwei Baukörpern, die quer verlaufend
angelegt ist, überspannt in der Mitte des Viertels den
Grünzug und markiert zusammen mit dem Quartiersplatz das
Zentrum des Viertels. Der multifunktionale
Gebäudekomplex im Süden soll neben Wohnräumen auch eine
zwei Stockwerke in die Höhe reichende gesamte
Grundschule mit Sporthalle umfassen.
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V-Stützen aus Beton geben der
Decke festen Halt, liefern dem Schulgebäude
zusätzlichen Freiraum und erwecken den
Anschein der Durchlässigkeit |
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Ziel ist die Fertigstellung eines Hybridgebäudes mit
einem Gesamtgebäude für Gewerbe, Grundschule mit
Sporthalle und Wohnungen im Frankfurter
Schönhof-Viertel. Auftraggeber ist die Nassauische
Heimstätte Wohnungs- und Entwicklungsgesellschaft mbH
mit Sitz in Frankfurt. Das Bauvolumen beträgt ca. 86,8
Mio. Euro. Die Baumaßnahmen sollen im Februar 2027
abgeschlossen sein. Überwiegend sozial geförderter
Wohnungsbau sind im Gebäude vorgesehen.
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Gruppenfoto am 20. Mai in der
zukünftigen Turn- und Sporthalle mit großem
Baukran, um die schweren Spannbetonträger
die den Deckenbereich durchziehen an Ort und
Stelle zu heben |
Zentrum der Hybridschule im Schönhof-Viertel bietet
meiner Meinung die im Kellergeschoss untergebrachte und
bis in den 1. Stock hinaufreichende, riesige Turnhalle
der Schule, auf deren Dach ein Schulhof vorgesehen ist,
der zugleich Blick auf den Innenhof des Wohnhauses
bietet. Eine Erschließung des Wohnhauses ist über
umlaufende Laubengänge um den Innenhof über dem Schulhof organisiert.
Die Turnhalle verfügt über zwei zentrale Eingänge. Zum
einen wird die Halle schulintern direkt von den Schul-
und Klassenräumen zu erreichen sein, wobei im
Erdgeschoss praktisch ein umlaufender Gang um die Halle
herum für Schüler und Schülerinnen existiert. Ein
zweiter externer Eingang in die Halle jedoch soll auch den Zugang
für Sportler, Sportvereine und Träger sportlicher
Aktivitäten von außerhalb her und außerhalb der
Schulzeiten ermöglichen. Die Sporthalle ist
barrierefrei. Die Grundschule wird für rund 500 Schüler
und Schülerinnen gedacht sein. Nach aktuellem Stand
stehen jedem Kind etwa 3,2 qm Platz in der Schule zur
Verfügung, das liegt etwas unter der Forderung von 5 qm
je Kind in der Schule.
Mein erster Eindruck, die Wände der Halle sind sehr
hoch, zugleich liegt der Fußboden sehr tief, wodurch ein
Raum mit enormer Größe entsteht. Doch in der Rohbauphase
sind subjektive Vereinnahmungen noch verfrüht, da erst
Innenausbau und der Einbau umfangreicher Technik neues
Licht in die Halle bringen werden.
Das gesamte Gebäude, Schule und Wohnhaus zusammen
verfügen über vier Treppenhäuser, die im Innenbereich in
der Nähe der vier Außennecken des Gebäudes platziert
sind und durchlaufend von unten nach oben führen.
Highlight ist eine Barocktreppe, die zentral gelegen,
große Teile der Schule seitenübergreifend miteinander
verbindet.
R.M.
Siehe auch:
Regionalkonferenz in Hattersheim: Inklusiv gestalten -
Infrastrukturen im Bestand - Teil 1