Tag der Architektur 2024 nach Ländern bundesweit am 29. und 30. Juni

Einfach (Um)bauen lautet das Motto der beliebten Veranstaltungsreihe in diesem Jahr. Bauen ist nie nur privat, sondern immer auch öffentlich: Wie wir unsere Gemeinden, Städte und Quartiere bauen, umbauen und verbessern, hat entscheidenden Einfluss auf unsere Zukunft und unser Zusammenleben. Der Tag der Architektur 2024 lädt am 29./30.6. bundesweit alle Interessierten ein, gute Architekturen, Innenarchitekturen, Landschaftsarchitekturen und lebendige Stadträume als Ressource für unseren Alltag zu entdecken.
 
 

  Das Reislager wird der Lebensmittelpunkt der Überseeinsel: Lebensmitteleinzelhandel mit einem Schwerpunkt auf Regionalität und Saisonalität und unterschiedliche Food-Stände machen die Markthalle zum attraktiven Anlaufpunkt und Wochenmarkt. Auf Pop-Up-Flächen können sich kleine Lebensmittelproduzenten und Start-ups präsentieren. Für Strom, Wärme und Kälte werden bis zu 15 km entfernte Windkraftanlagen, Sonnenenergie und das Wasser der Weser genutzt und gespeichert. Auf den autofreien Straßen haben Fußgänger*innen und Radfahrer*innen Priorität. Beteiligte Büros: Delugan Meissl Associated Architects ZT GmbH; André Tülp (dt+p Architekten und Ingenieure GmbH), Ort: Auf der Muggenburg 30 in 28217 Bremen, Foto (c) Anne-Leiermann-Renken, Führungen: 30.6.2024 10:00, 12:00, 14:00 Uhr

 

Niedersachsen und Bremen

Nachhaltigkeit und Weiterbauen im Bestand
Das ist Fokus de Tages der Architektur 2024

 

Hannover: 108 öffentliche und private Gebäude, markante Plätze in Innenstädten sowie neu gestaltete Sport- und Freizeitanlagen sind für Besucherinnen und Besucher am Sonntag, dem 30. Juni 2024 geöffnet.
 

Der Tag der Architektur findet dieses Jahr am Sonntag, 30. Juni 2024 von 11 bis 17 Uhr statt. In 56 Orten werden in ganz Niedersachsen und Bremen insgesamt 108 Objekte für Architekturinteressierte geöffnet sein. Zusammen mit ihren Bauherren werden Architektinnen und Architekten, Innen- und Landschaftsarchitekten durch die Objekte führen und dabei Fragen beantworten. „Es bietet sich allen Interessierten die einzigartige Chance, über das Bauen und Gestalten des Stadtraumes mit denjenigen ins Gespräch zu kommen, die ihn schaffen.“, meint Schirmherr Ministerpräsident Stephan Weil.

Die L-förmige Figur des siebenzügigen Gymnasiums öffnet das Grundstück zum benachbarten Grünraum der Pferderennbahn und schottet die Schule vom Lärm der Straße und dem großen Parkplatz ab. Sonder- und Gemeinschaftsflächen befinden sich im Erdgeschoss, aufgehende Lernhäuser in Holz-Beton-Hybridbauweise bieten den Jahrgangsstufen-Clustern ein Zuhause. Die Energieversorgung ist durch eine PV-gestützte Stromversorgung auf dem Sporthallendach sichergestellt, ein PV-Ertrag von 100 Prozent zur Abdeckung des Stromverbrauchs ist angestrebt. Beteiligte Büros: gernot schulz : architektur GmbH und Ernst2 Architekten AG. Ort: Theodor-Heuss-Straße 51 in 30853 Langenhagen. Führungen: 11:00 Uhr, 13:00 Uhr, 15:00 Uhr

Seit 1999 empfängt das Biohotel Kenners Landlust seine Gäste mit einem konsequent nachhaltigen und ökologischen Konzept (Nutzung regionaler, baubiologischer und recyclebarer Ressourcen und regenerative Energie). Die Erweiterung mit Baumhäusern schließt hier nahtlos an. Mit minimalem Eingriff auf Boden und Waldbestand entstanden zwölf aufgeständerte Waldappartements mit 20 Betten. Die Erschließung erfolgt mittels Stegen, Treppen und Hublift. Der fünfeckige Grundriss der Module ermöglicht eine spannungsreiche Architektur mit tanzenden Hyperboloid-Dächern. Beteiligte Büros: Ö.CONTUR Hitzacker; Ort: Dübbekold 1 in 29437 Göhrde, Foto Lotte Luther-Mosebach, Führungen: 11:00 Uhr, 14:00 Uhr, 15.30 Uhr

 

 

Der Tag hat auch das Potenzial, das Verständnis sowie das gesellschaftliche Bewusstsein für die wichtigen Aufgaben des Bauens und seiner Qualität zu schärfen. Themen wie Nachhaltigkeit, Bauen im Bestand und Ressourcenschonung wurden bei der Auswahl der Objekte in diesem Jahr noch stärker in den Fokus gerückt. Der Tag der Architektur will diesen Themen in der breiten Öffentlichkeit ein Forum bieten und privaten, kommunalen und gewerblichen Bauherren mit klugen und gestalterisch anspruchsvollen Lösungen zeigen, wie nachhaltiges Bauen gehen kann.

Die Von und Zu Kreativagentur entwickelt einzigartige und aufmerksamkeitsstarke Markenkonzepte. So einzigartig wie die Marken, so einzigartig die Immobilie. Die charakteristischen, parabelförmigen Fensteröffnungen, gepaart mit der regionaltypischen Fassade aus recycelten Backsteinriemchen einer abgebrochenen Industrieanlage, erinnern an alte historische Bauten. Die Gewerbeimmobilie ist nicht nur nachhaltig in Bezug auf ihre Energie-Einsparung (KfW 44EE), sondern legt den Fokus auf eine nachhaltige Materialwahl. Beteiligte Büros: UNFORM Architekten. Ort: Binnenstraße 22 in 49811 Lingen, Führungen: 11:00 Uhr, 13:00 Uhr, 15:00 Uhr

 

„Ich möchte Sie einladen, am Tag der Architektur zu erfahren, wie ernst die Planenden der Baubranche die immense Verantwortung für Klimaschutz und Nachhaltigkeit nehmen“, so Robert Marlow, Präsident der Architektenkammer Niedersachsen. „Wir alle suchen nach effizienten und funktionalen Lösungen, um Klimaschutz und Nachhaltigkeit in Architektur und Stadtplanung wirksam umzusetzen.“

 

Das komplette Programm unter: www.aknds.de

 

Sachsen-Anhalt

 

 

 

Die Stabkirche Stiege ist ein Unikat in der Denkmallandschaft Sachsen-Anhalts und von baugeschichtlicher Bedeutung weit über das Bundesland hinaus. Die Stabkirche gehörte zur 1897 erbauten Lungenheilstätte Albrechtshaus, wurde 1905 außerhalb der Ortschaft Stiege in Harzer Waldeinsamkeit erbaut und war in ihrem Baustil Ausdruck der damaligen Norwegen-Begeisterung. Insbesondere wiederkehrender Vandalismus, aber auch der Wunsch, die Kirche für Gottesdienste und Kulturveranstaltungen wieder mehr nutzen zu können, war Ausgangspunkt für ihre Umsetzung (Translozierung) an einen neuen Standort. Anspruchsvoll und wichtig: begleitende denkmalpflegerische Dokumentationen, u.a. mit 3D-Laser-Scan und fotogrammetrische Verfahren, witterungsunabhängiger Wiederaufbau unter Schutzdach, sowie ein schonender Transport. Beim Wiederaufbau des Gebäudes wurde das bauzeitliche konstruktive Gefüge wiederhergestellt. Lediglich einige statische Verstärkungen und partielle Ergänzungen waren erforderlich, ohne gestalterisch zu verändern. Die historischen Bleiverglasungen konnten durch einen Glasrestaurator instandgesetzt, der Fußbodenaufbau nach bauzeitlicher Konstruktionsart in Kombination von Ziegelboden und Holzdielung wiederhergestellt werden. Das Dach ist in Ziegeln in der Art der ersten Eindeckung zur Bauzeit eingedeckt, für den Turmhelm sind die historischen Ziegel erneut verwendet worden. Beteiligte Büros: Planungsring Architekten + Ingenieure GmbH Bothe – Kowalsky -Surowy + Partner, Wernigerode; Ort: Lange Straße 43 in 38899 Oberharz am Brocken OT Stiege, Besichtigung: Sonntag 13:00 bis 16:00 Uhr, Führungen: 13:30 und 15:00 Uhr

 

Am letzten Juni-Wochenende laden Architekten und Bauherren gemeinsam zum „Tag der Architektur“ ein. Unter dem bundesweiten Motto „Einfach (um)bauen“ öffnen 27 Bauten in 19 Städten und Gemeinden Sachsen-Anhalts ihre Türen.


Wie in Sachsen-Anhalt neue Architektur das Land verändert und sich im Stadtbild Verwandlungen vollziehen, ist bei einem Besuch von jedem der Programmpunkte vor Ort erlebbar. Bei Besichtigungen, Baustellenbegehungen oder Führungen haben Besucher die Gelegenheit, mit Architekten ins Gespräch zu kommen, Fragen zu stellen, Kontakte zu knüpfen oder sich für das eigene Bauprojekt inspirieren zu lassen. Die jährliche Architekturschau zeichnet aus, dass Besucher ein Wochenende lang „hinter die Kulissen“ blicken können. Das diesjährige Programm legt den Fokus auf das Weiterbauen in alter Substanz. Das Ziel: Bereits bestehende Gebäude für die Zukunft zu erhalten, umzubauen, zu sanieren oder einer neuen Nutzung zuzuführen, um den ökologischen Fußabdruck möglichst klein zu halten.


Baukultur als Erlebnis: Ob Gutshaus, Museum, Kirche, Schule, Turnhalle, Scheune, Gründerzeitvilla, Wohnhaus oder Schalenbau – herzlich eingeladen wird zu zwei abwechslungsreichen Tagen auf den Spuren guter Architektur, Stadt- und Landschaftsplanung.

Tag der Architektur 2024 Archive — Architektenkammer Sachsen-Anhalt (ak-lsa.de)

 

Bei der ehemals landwirtschaftlich genutzten Hofanlage in der Dorfmitte Ummendorfs wurde ein Teilbereich der rückwärtigen, im Jahr 1925 in traditioneller Bauweise in Sichtmauerwerk errichteten Scheune zu einem Wohnhaus umgebaut. Die Bauherren, die zum Teil auf diesem Hof aufgewachsen sind, entschieden sich aufgrund der sehr gut erhaltenen Bausubstanz für diese Umnutzung und haben dafür ihr vorhandenes Wohnhaus aufgegeben. Zusätzlich konnten im straßenseitigen Vorderhaus Gästezimmer sowie im westlichen Seitenflügel ein kleines, gemütliches Hofcafé eingerichtet werden. Es wird von der Eigentümerin selbst betrieben und ist in Verbindung mit dem liebevoll gestalteten Innenhof für Feiern und Veranstaltungen als Ort der Begegnung geöffnet. Im östlichen Flügel der Scheune sind auf rund 200 Quadratmetern Wohnfläche offene, lichtdurchflutete Räume auf zwei Ebenen im Split-Level entstanden. Der Großraum „Scheune“ mit seinen massiven, hölzernen Stützen ist im zweigeschossigen Eingangs- und Wohnbereich mit offener Küche weiterhin ablesbar. Hier verbindet sich Traditionelles mit moderner Architektursprache und nachhaltiger Gebäudetechnik. Alle Wohnräume haben Fußbodenheizung, die Warmwasserbereitung wird über eine Wärmepumpe betrieben. Ein Großteil der Stromerzeugung wird über eine PV-Anlage abgedeckt. Eine Ruheoase im Grünen: der rückwärtige Garten mit Poolhaus. Beteiligte Büros: Freie Architektin Christiane Ertmer, Gommern OT Karith; Ort: Badelebener Straße 2 in 39365 Ummendorf, Führungen: Sonntag ab 13:00 Uhr

Der Umbau und die Sanierung des Schalenbaus wird die seit 1997 ungenutzte und bis zum Baubeginn stark verfallene Mehrzweckhalle als multifunktionalen Veranstaltungs- und Ausstellungsort wiederbeleben. Neben der Stärkung des Ensembles aus Hyparschale und Stadthalle steht dabei die innenräumliche Wirkung des Schalendachs im Mittelpunkt. Der Bauingenieur Ulrich Müther konstruierte 1969 die Betonschale aus vier hyperbolischen Paraboloiden. Die regelmäßig doppelt gekrümmten Dachflächen überspannen eine Fläche von 48 x 48 Metern und ermöglichen die komplett stützenfreie Halle. Im Rahmen der Sanierung wurde die Tragfähigkeit des Daches wiederhergestellt und durch den Einsatz von Carbonbeton sogar erhöht. Beteiligte Büros: gmp · Architekten von Gerkan; Ort: Heinrich-Heine-Weg in 39114 Magdeburg, Führungen, Führungen: 11:00, 12:00 und 13:00 Uhr (nur mit Voranmeldung), Infos zur Anmeldung ab 1. Juni 2024 unter www.gmp.de/veranstaltungen

 

 

Grußwort
Was macht gelungene Architektur aus und wie können Architektur und Planung zum individuellen Wohlbefinden, zum Klima- und Ressourcenschutz und zum gesellschaftlichen Zusammenhalt beitragen? Wie können Wohn- und Nichtwohngebäude bezahlbar, nachhaltig und zugleich baukulturell anspruchsvoll sein?

Fragen wie diese sollten nicht alleine den Fachleuten überlassen werden sondern Teil eines breiten öffentlichen Baukulturdialogs sein. Der Tag der Architektur lädt dazu ein, diesen am konkreten Beispiel und im direkten Gespräch mit Planerinnen und Planern zu führen. Sei es bei der Besichtigung eines energetisch vorbildlich sanierten Einfamilienhauses, eines in Wohnraum umgewandelten Bürogebäudes oder eines in modularer Bauweise errichteten Schulneubaus. Oder bei einer Führung durch eines der vielen anderen sehenswerten Projekte, die dank des Engagements der Architektenkammern und ihrer Mitglieder an diesem Tag ihre Türen für die Allgemeinheit öffnen.

In diesem Jahr zählen dazu insbesondere Projekte, die zeigen, wie „Einfach (um)bauen“ geht. Es geht also um das riesige, noch viel zu wenig erschlossene Potential, das im Umbauen und Umnutzen des vorhandenen Gebäudebestands liegt. Und es geht um Gebäude und Quartiere, die sich weniger am technisch und konstruktiv Machbaren orientieren als am Notwendigen, Angemessenen und langfristig Funktionalen. Projekte also, bei denen Planerinnen und Planer wertvolle Ressourcen sorgsam und effizient einsetzen und damit einen Beitrag zum nachhaltigen Bauen und zu einer neuen Umbaukultur leisten. Wenn einfacheres Bauen dann auch noch zu kostengünstigeren Lösungen im Wohnungsbau führt, gewinnen alle: Mieterinnen und Mieter, Bauwirtschaft und Umwelt.  

„Einfach (um)bauen – dieses Motto steht für zukunftsweisende Ansätze, die das Bundesbauministerium mit gezielten politischen Initiativen, einer verstärkten Bauforschung und vor allem mit neuen Förderprogrammen wie „Jung kauft alt“ und „Gewerbe zu Wohnen unterstützt. Damit zu den vielen nachhaltigen Bau- und Umbauprojekten der letzten Jahre, noch zahlreiche weitere, an regionale Besonderheiten angepasste und auf die konkrete Bauaufgabe zugeschnittene architektonische und städtebauliche Lösungen hinzukommen.   

Ich wünsche dem Tag der Architektur und allen Beteiligten auch in diesem Jahr große öffentliche Resonanz und allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern bereichernde Einblicke, Erkenntnisse und Erlebnisse rund um die aktuellen Fragen von Architektur, Stadt- und Landschaftsgestaltung.


Klara Geywitz, Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen

 

 

Nordrhein-Westfalen

 

Inspiration von neuer und erneuerter Architektur – das bietet auch in diesem Jahr wieder der „Tag der Architektur“:
 

 

 

Das im Landsberger Hof untergebrachte Sauerland-Museum wurde zum Museums- und Kulturforum Südwestfalen erweitert. Der historische, 1605 fertiggestellte Bestandsbau wurde saniert, die dort untergebrachte Dauerausstellung neu konzipiert. Der Erweiterungsbau versetzt nun das Haus in die Lage, auch hochkarätige Wechselausstellungen durchführen zu können. Der Anschluss des Erweiterungsbaus erfolgt über eine Brücke im 1. UG des Landsberger Hofs - ein großes Panoramafenster öffnet hier den Blick auf die Stadt. Beteiligte Büros: bez+kock architekten bda; Ort: Alter Markt 24-30, 59821 ArnsbergFührungen: Sa. 29.06. 14:00-18:00 Uhr, Führung: 14:30 Uhr u. So. 30.06. 10:00-18:00 Uhr, Führung: 16:00 Uhr, Foto (c) Brigida Gonzalez

 

153 neue Wohnhäuser, Quartiere, Privatgärten und Parks in 83 Städten und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen stehen am 29. und 30. Juni 2024 beim Tag der Architektur für Besucherinnen und Besucher offen. Die deutschen Architektenkammern stellen die Veranstaltung in diesem Jahr unter das Motto „Einfach (um)bauen“. Damit soll auf die Bedeutung des Erhalts und der Weiterentwicklung des Gebäudebestands hingewiesen werden, erläutert Ernst Uhing, der Präsident der Architektenkammer NRW: „Klimaschutz und umweltgerechtes Planen und Bauen sind die Herausforderung unserer Zeit.“ Der Tag der Architektur biete einen vielfältigen Überblick über aktuelle Trends und zeige Möglichkeiten für eigene Planungsprojekte auf. – Alle teilnehmenden Objekte werden in einer Bilddatenbank unter www.aknw.de und einem handlichen Booklet ausführlich dargestellt.
 

 

Auf dem Gelände der ehemaligen Gerätefabrik Keller sind 23 hochwertige Mietwohnungen entstanden, die durch modernen Loft-Charakter beeindrucken. Der industriegeprägte Altbaubestand, bestehend aus einer 4-geschossigen Mühle, einer 2-geschossigen Werkstatt sowie einer Stahlbau-Industriehalle, wurde aufwendig saniert und zu hochwertigen und modernen Loftwohnungen umgebaut. Das umgebaute Bestandsensemble wird durch 2 moderne 2-geschossige Mehrfamilienhäuser und 1 Tiefgarage ergänzt. Beteiligte Büros: bez+kock architekten bda; Rotterdam Dakowski GmbH, Architekten und Ingenieure; Ort: Kölner Straße 50 in 40764 Langenfeld, Führungen: Sa. 29.06. 10:00-17:00 Uhr, jede Stunde, Foto (c) PREFA

 

Mit genau 153 erneuerten und auch neuen Bauwerken sowie Objekten der Innenarchitektur, der Landschaftsarchitektur oder Stadtplanung bietet der Tag der Architektur in Nordrhein-Westfalen den Besucherinnen und Besuchern einen aktuellen Überblick über das Planungs- und Baugeschehen in unserem Bundesland. Planerinnen und Planer laden gemeinsam mit ihren Bauherren und Auftraggebern dazu ein, Architektur vor Ort hautnah zu erleben und sich die Besonderheiten des jeweiligen Objektes im persönlichen Gespräch erläutern zu lassen.

Die Architektenkammer NRW bietet mit dem „Tag der Architektur“, der bereits zum 29. Mal durchgeführt wird, ein attraktives Angebot für die baukulturell interessierte Öffentlichkeit, Lösungen für große und kleine Bauaufgaben kennenzulernen und sich Ideen und Rat für eigene Projekte zu holen. Viele tausend Architekturfans und Bauinteressierte nutzten in den vergangenen Jahren die Gelegenheit, sich bei dem großen Architektur-Event am letzten Juni-Wochenende zu informieren und inspirieren zu lassen. Durch eine umfassende Berichterstattung der Medien werden die vorgestellten Bauwerke von einer breiten Öffentlichkeit wahrgenommen. Die Architektenkammer Nordrhein-Westfalen betrachtet den Tag der Architektur deshalb als wichtigen Beitrag zum baukulturellen Diskurs in Deutschland.
Tag der Architektur (aknw.de)

 

 

 

Architektonische Integration von Photovoltaik und kreislauffähiges Bauen - die Bergische Universität Wuppertal, Fakultät für Architektur und Bauingenieurwesen, macht mit acht Demonstrationsbauten des Living Lab NRW Geländes das Thema klimaneutrales und nachhaltiges Bauen in der Stadt greifbar. Das Projekt Living Lab NRW ist eine Plattform für Forschung und Bildung, es wird vom Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes NRW (MWIKE) gefördert. Beteiligte Büros: Bergische Universität Wuppertal, Fakultät für Architektur und Bauingenieurswesen; Ort: Juliusstraße 14, 42105 Wuppertal, Führungen: Sa. 29.06. 13:00-18:00 Uhr

 

Wertschätzung des Gebäudebestandes
 

„Einfach (um)bauen“ lautet in diesem Jahr das bundesweite Motto des Tags der Architektur. Die deutschen Architektenkammern wollen damit zu einer stärkeren Wertschätzung des Gebäudebestandes beitragen, dessen Entwicklungsfähigkeit, aber auch Bedeutung als Bewahrer „grauer Energie“ und wertvoller Baustoffe am besten am konkreten Beispiel überzeugend belegt werden kann.

Neuer „Gebäudetyp-e“: Einfacher, schneller, günstiger Bauen


 

 

Neubau eines Gründungszentrums. Die partizipativ entwickelte, anpassungsfähige Arbeitslandschaft bietet vielfältige räumliche Angebote, die den kreativen Austausch und die Zusammenarbeit von Start-Ups, Universität und Wirtschaft fördert. Eine Besonderheit des Hauses sind zwei inszenierte doppelgeschossige Räume mit Panoramaverglasung, die die Community-Nutzung und den unkonventionellen Charakter des „Think-Tanks“ monochrom farbig, leuchtend und einladend in den Kölner Stadtraum kommunizieren. Beteiligte Büros: kadawittfeld; Ort: Im Weyertal 109 in 50931 Köln, Foto Jens Kirchner, Führungen: Sa. 29.06. 11:00 und 14:00 Uhr, So. 30.06. 12:00 und 14:00 Uhr, (Besichtigung jeweils nur im Rahmen der Führungen)

 

Zugleich bietet der „Tag der Architektur“ auch die Gelegenheit, realisierte Beispiele für das von den Architektenkammern ins Leben gerufene Konzept des „Gebäudetyp-e“ kennenzulernen, mit dem künftig ein einfaches und experimentelles Bauen möglich werden soll. Für diesen Typus, der mehr Freiheiten beim Bauen erlaubt, stehen beispielsweise Projekte wie die „modellhäuser :metabolon“ in Lindlar (Architektur: SPADE in Kooperation mit der TH Köln), die ressourcenintelligente und flächensparende Bauweisen erproben, oder das „Living Lab NRW“ in Wuppertal, mit dem an der Fakultät für Architektur und Bauingenieurwesen der Bergischen Universität Wuppertal anhand von acht Demonstrationsbauten des „Solar Decathlon“ das klimaneutrale und nachhaltige Bauen in der Stadt erforscht und erfahrbar wird.

 

Berlin
 

 

 

San Gimignano Lichtenberg ist ein adaptives Umbauprojekt einer ehemaligen DDR-Fabrik aus dem Jahr 1987. Nach der Finanzkrise und dem Anstieg der Stahlpreise im Jahr 2010 wurde die Fabrik zerlegt und verkauft, aber die Betontürme blieben stehen. Das Projekt, benannt nach dem toskanischen Dorf San Gimignano, bekannt für seine hohen Türme, veränderte die Wahrnehmung des Ortes hin zu einem Reallabor für Prototypen. Durch minimale Eingriffe, hauptsächlich zur Wiederherstellung des rechtlichen Status, wurde das Gebäude transformiert. San Gimignano Lichtenberg symbolisiert die Rolle von Architekten über das Design hinaus, indem sie den Ursprung der architektonischen Idee in die Kultur gestalten. Es ist eine Einladung zur Teilnahme an der sozial-ökologischen Transformation. HouseEurope! ist eine Bürgerinitiative, die sich für eine EU-Gesetzgebung einsetzt, die die Renovierung bestehender Gebäude fördert und Abrisse aus Spekulationsgründen verhindert. Beteiligte Büros: Studio bplus (Brandlhuber+); Ort: Am Wasserwerk 22F in 10365 Berlin, Führungen: 29.6.2024 14:00 Uhr u. 30.6.2024 14:00 Uhr, Foto (c) Erica Overmeer

Alle Interessierten können die große Bandbreite des baukulturellen Schaffens in Berlin erleben und zum Thema Baukultur ins Gespräch kommen. In allen zwölf Berliner Bezirken gibt es am 29. und 30. Juni 2024 viel zu entdecken.

Bauen ist nie nur privat, sondern immer auch öffentlich. So ist der „Tag der Architektur“ mit seiner großen Vielfalt an Projekten ein wichtiger Beitrag zum aktuellen baukulturellen Diskurs rund um Bauwende und Klimaschutz. Denn wie Städte, Quartiere und Wohn- und Nichtwohngebäude gebaut, um- und weitergebaut oder umgenutzt werden, ist sowohl für die Gegenwart als auch die Zukunft wichtig. Die Beziehung zwischen Umwelt, Material, Mensch und Raum muss im Mittelpunkt stehen, damit für alle Lebensbereiche gute und nachhaltige Gebäude und Umgebungen geschaffen werden, die auch zukünftigen Generationen als Fundament dienen. Dem Umbau des Vorhandenen kommt dabei eine wachsende Bedeutung zu.

Um das große Potential, das im Umbauen und Umnutzen des Bestandes liegt, zu erschließen, sind Kreativität, planerische Kompetenz und Gestaltungswillen, aber auch das Bewusstsein für den bleibenden Wert guter Architektur unabdingbar. Zahlreiche Projekte, die erlebbar machen wie „Einfach (um)bauen“ – so lautet auch das diesjährige Motto – geht, stehen auf dem Programm „Tag der Architektur 2024“. Sei es im eigenen Kiez oder j.w.d.: Berlinweit können am 29. und 30. Juni 2024 insgesamt über 170 Einzeltermine zu 99 Angeboten erkundet werden. Führungen durch 66 aktuelle Projekte der Architektur, Stadtplanung, Landschafts- und Innenarchitektur werden angeboten. Außerdem öffnen 33 Architekturbüros ihre Türen und gewähren Einblicke in ihre vielfältige Arbeit.
 

Das Gebäude Lebensort Vielfalt am Südkreuz von der Schwulenberatung Berlin vereint eine Vielzahl an Nutzungen unter seinem Dach. Im EG liegen der Empfangsbereich der Schwulenberatung und eine KiTa für 45 Kinder, ein Kiezraum, ein Bistro und eine Beschäftigungstagesstätte. Im 1. OG sind Büro-, Besprechungs- und Beratungsräume der Schwulenberatung angeordnet. Die darüber liegenden Geschosse vom 2. OG bis zum Staffelgeschoss dienen dem Wohnen: Hier befinden sich 69 barrierefreie Apartments, mit einem Mix aus geförderten und frei finanzierten 1 - 5 Zimmer-Wohnungen, einer Pflegewohngemeinschaft, Wohngemeinschaften und drei rollstuhlgerechten Wohnungen. Der gesamte Innenhof des Blocks steht allen Bewohner*innen Gästen offen; einzelne Bereiche direkt am Haus werden als Gemeinschaftsgarten und Freibereich der KiTa genutzt. Beteiligte Büros: roedig.schop architekten bda; Ort: Ella-Barowska-Straße/Ecke Gotenstraße, 10829 Berlin, Foto Henning Moser, Führungen: 29.6.2024 12:00 und 14:00 Uhr

Die "Mall of BR" setzt Maßstäbe für nachhaltige Architektur. Die umgestaltete Fahrzeughalle von Berlin Recycling kombiniert geschickt historisches Erbe mit moderner Ästhetik und innovativen Arbeitskonzepten. Upcycling: Alte Dachpfetten, Stahlkonstruktion und Mauern wurden sorgfältig wiederverwendet, als Hommage an die Geschichte des Ortes. Akustik und Stil: Holzwolle-Leichtbauplatten schaffen eine angenehme Arbeitsatmosphäre und verleihen dem Raum eine einzigartige Ästhetik. Grüne Technologie: Umweltfreundliche Wärmepumpe, PV-Anlage und natürliche Lüftung unterstreichen die Nachhaltigkeit. Recycled Chic: Einrichtung mit Upcycling-Materialien, recyceltem Granulat im Terrazzo-Boden und 100% recyceltem Polyamidgarn im Teppichboden. Smart und flexibel: Effiziente Beleuchtung mit Präsenzmeldern und modulare Raumstrukturen bieten einen zukunftsorientierten Arbeitsplatz. Die Mall of BR – mehr als ein Büro, ein Ort der Inspiration, Kreativität, Geschichte und ökologischer Verantwortung. Besonderheiten Umbau einer Fahrzeughalle zu Büros / Verwendung von Recycling- bzw. kreislaufgerechten Materialien. Beteiligte Büros: Vollack GmbH@Co. KG; design2sense GmbH, Ort: Monumentenstraße 14 in 10829 Berlin, Foto Peter Eichler, Führungen: 30.6.2024 11:00 Uhr und 13 Uhr

 

 


Der Eintritt ist frei. Das Veranstaltungsprogramm mit allen Architekturführungen und offenen Büros ist online unter diesem Link zu finden:
Programm 2024 - Architektenkammer Berlin (ak-berlin.de)

 

Thüringen

 

Der Lehrbienenstand ist ein multifunktionaler Schutzraum für Imker- und Naturfreunde – ein Ort zum Lehren und Lernen. Ziel war es, aus dem kleinen Vereinsbudget und Fördermitteln sowie einer schrittweisen Umsetzung innerhalb von drei Jahren das Maximum herauszuholen. Heftig trafen Baupreisanstieg und Materialmangel in Folge der Pandemie das Projekt. Für die Fassade war kreatives Umdenken gefragt. Die spontane Anfrage an eine Kunststofffirma, ob diese Restbestände übrig hätte, gab den Impuls zur experimentellen Gebäudehülle. In einer selbstentwickelten Form, inspiriert von traditionellen Thüringer Schieferschindeln, wurden die Fassadenplatten aus recyceltem Kunststoffgranulat gefertigt. Wie ein gelandetes UFO schwebt der aufs Minimum reduzierte, durchscheinende Baukörper inmitten der Blühwiese. Beteiligte Büros: Anja Beck, freie Architektin, Arnstadt, Lina Mentrup, freie Architektin, Kahla; Ort: Amt Wachsenburg OT Ichtershausen in 99334 Fasanengarten, Führungen: Samstag, 29.06.2024 – geöffnet 13:00-17:00, Führungen 14:00, 15:00, Kaffee und Kuchen mit der Modul(b)ar, Sonntag, 30.06.2024 – geöffnet 13:00-17:00, Führungen 14:00, 15:00, Kaffee und Kuchen mit der Modul(b)ar

 

Junges Paar sucht alte Scheune auf dem Lande zum Wohnen: Aus dem Traum entwickelte sich ein Haus-in-Haus-Projekt. Die alte Scheune ist sensibel saniert und geöffnet worden. Das hineingebaute Wohngebäude mit separatem Gästebereich wurde in Holzbauweise errichtet. Der gesamte Wohnbereich im Erdgeschoss ist ein fließender Raum. Die Rückzugsbereiche ordnen sich im Obergeschoss um ein lichtes Treppenhaus. Die großzügige Belichtung des Inneren konnte mit 31 Dachfenstern und zwei großen, die Geschosse überspannenden Gauben realisiert werden. Damit ist ein wichtiger Anspruch an die Entwurfsarbeit erfüllt: Die Beziehung zum Außenraum, zur dörflichen Nachbarschaft und zum angrenzenden Garten, in die Landschaft hinein, ist gelungen. Beteiligte Büros: KOOP Architekten und Ingenieure, Weimar Architekturbüro Kopprasch, Weimar; Ort: Dorfstraße 43a, 07751 Bucha, Foto Joerg Bleicher, Führungen: Sonntag, 30.06.2024 – geöffnet 11:00-15:00, Führungen 13:00 (Treffpunkt: auf dem Grundstück)

 

 

 

 

 

 

 

Sämtliche Objekte präsentiert die Architektenkammer vorab im Rahmen der großen Ausstellung „Neue Architektur in Thüringen“, die vom 12. bis zum 30. Juni erstmals im Bahnhof Weimar zu sehen ist.
 

Seit 1995 hat sich der Tag der Architektur von seinen Anfängen im Saarland, Hessen, Rheinland-Pfalz und Thüringen zu einem bundesweiten Baukultur-Event entwickelt, das jedes Jahr Tausende begeistert. „Feiern Sie mit uns den 30. Tag der Architektur! Am 29. und 30. Juni öffnen wir die Türen zu bemerkenswerten Bauwerken, charmanten Innenräumen, inspirierenden Landschaftsarchitekturen und lebendigen Stadträumen. Nutzen Sie die Gelegenheit, die kreativen Köpfe hinter diesen Projekten kennenzulernen. Kommen Sie mit Architektinnen und Architekten ins Gespräch und erhalten Sie einen Einblick in deren Arbeit. Schließlich stecken in jeder guten Planung kluge und weitreichende Überlegungen, was eine Planung per se nachhaltig macht“, lädt Kammerpräsidentin Ines M. Jauck zu einem Besuch ein.

Das diesjährige Motto „einfach (um)bauen“ rückt das nachhaltige Bauen im Bestand in den Fokus. Auch im 49 Projekte umfassenden Programm Thüringens finden sich zahlreiche Beispiele der Um- und Weiternutzung bestehender Gebäude sowie der Nachverdichtung. Baulücken wurden geschlossen, Freianlagen mit Leben gefüllt, Denkmale einer neuen Nutzung zugeführt und ehemalige Ställe und Scheunen zu modernem Wohnraum entwickelt.

Für die Zusammenstellung und Planung der individuellen Besichtigungstour stehen Interessierten wie in den Vorjahren eine Merkliste mit Routenplaner auf der Website der Architektenkammer Thüringen zur Verfügung.

 

Rheinland-Pfalz

 

Livegang der 69 Projekte beim Tag der Architektur
Jetzt noch online, aber beim „Tag der Architektur“, am 29. und 30. Juni, sind die „best ofs“ des Jahres in Rheinland-Pfalz eins zu eins zu erleben.

 

Das Grundstück mit leichter Hanglage, liegt am Rande einer dörflichen Struktur. Auf einem massiven Betonsockel wurde ein Holzbau mit Satteldach aus Brettsperrholz errichtet. Neben der hervorragenden Energiebilanz leistet das Brettsperrholz auch einen Beitrag zum Raumklima, weshalb alle Wände, Decken und das Dach im Innern nicht verkleidet wurden und das Holz sichtbar bleibt. Im Zentrum des klar zonierten Grundrisses, der sich in Richtung Südwest zum Garten hin orientiert, befindet sich ein massiver Betonkern. Dieser erfüllt neben konstruktiven auch klimatische Aufgaben, indem er an heißen Tagen durch seine Masse Wärme aufnehmen und somit die Temperaturen im Innern regulieren kann. Neben einem hellen Kautschuk Boden und weißen Einbaumöbeln aus Holz, erscheint das Haus außen mit einer weißen Filzputz-Fassade. In dieser Fassade sitzen die nahezu flächenbündigen Fenster, die sich nach außen öffnen lassen. Die leichte Hanglage wurde genutzt um einen tiefer gelegenen Außenbereich zu schaffen, der über eine Betontreppe vom Wohnbereich aus erschlossen werden kann. Beteiligze Büros: Ge Fröhlich Gassner Architekten und Marc Flick Architekt BDA, Wiesbaden, Ort: Wittumweg 4 in 55578 Wolfsheim, Führungen: Samstag 12:00 bis 18:00 Uhr


Rheinland-Pfalz: Die gerade fertig gestellten Projekte zeigen, wie engagiertes und professionelles Planen und Bauen aussehen kann. Das Besondere beim „Tag der Architektur“ ist, dass die Architektinnen und Architekten zusammen mit ihren Bauleuten vor Ort sind und mit viel Fachinformation durch die sehenswerten Häuser führen. Ein lohnenswertes Angebot für alle, die selbst eine Baumaßnahme planen.

30 Jahre Tag der Architektur in Rheinland-Pfalz: Zu viert ging es 1995 mit Hessen, Thüringen und dem Saarland an den Start. Mittlerweile sind alle Länderkammern dabei und veranstalten am letzten Juniwochenende gemeinsam das größte bundesweite Baukulturevent für eine große Öffentlichkeit.
 

 

Über vier Jahre hinweg wurde eines der ältesten, über Jahrzehnte leerstehenden Häuser in Trittenheim mit großem Augenmerk auf regionale Bauweise umfassend und liebevoll kernsaniert. Ziel der Sanierung war die Schaffung eines einzigartigen Wohn- und Ferienhauses, das zum Ankommen und Wohlfühlen einlädt. Im Mittelpunkt standen die Prinzipien einer nachhaltigen Sanierung und einer ansprechenden Architektur, die modernes Design mit Elementen aus Holz, Stein und Stahl sowohl im Innen- als auch im Außenbereich kunstvoll kombiniert, um das historische Erbe zeitgemäß zu bewahren. Die Gestaltung mit Schieferwänden, Basaltböden, Eichendielen und einer modern-minimalistischen Einrichtung vervollständigt das Konzept. Beteiligte Büros: Helmut Ludwig, Trittenheim, Auf dem Spieles 4 in 54349 Trittenheim, Führungen: Samstag/Sonntag 10:00-18:00 Uhr

 

Mit dem diesjährigen Motto „einfach (um)bauen“ soll das nachhaltige Bauen im Bestand in den Fokus gerückt werden. „Vier Fünftel der Bautätigkeit in Deutschland findet heute ohnehin schon im Bestand statt. Für uns ist eine ‚Um-Baukultur“ die Zukunft‘, so die Einschätzung von Joachim Rind, Präsident der Architektenkammer Rheinland-Pfalz. „Wir müssen dem Bestand – auch dem der Nachkriegsarchitektur – eine größere Wertschätzung entgegenbringen. Hier steckt großes Potential, das es kreativ zu nutzen gilt, etwa für Aufstockung, Nachverdichtung oder die Umnutzung von Gewerbe- und Handelsflächen.“

Auch im 69 Projekte starken Programm in Rheinland-Pfalz sind mehr als die Hälfte der Bauobjekte Modernisierungen, Nutzungsänderungen oder eben Umbauten. Leerstände und Plätze wurden mit Leben gefüllt, Schulen, Weingüter und Wohnhäuser erweitert oder modernisiert, Denkmale revitalisiert und in ehemaligen Scheunen wird jetzt gewohnt.

Klara Geywitz, Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen greift in ihrem Grußwort zum bundesweiten „Tag der Architektur“ das Motto „einfach (um)bauen“ ebenso auf: „Es geht also um das riesige, noch viel zu wenig erschlossene Potential, das im Umbauen und Umnutzen des vorhandenen Gebäudebestands liegt. (…) Projekte also, bei denen Planerinnen und Planer wertvolle Ressourcen sorgsam und effizient einsetzen und damit einen Beitrag zum nachhaltigen Bauen und zu einer neuen Umbaukultur leisten.

 

Architektenkammer Rheinland-Pfalz: Tag der Architektur (diearchitekten.org)

 

Die von einer Fachjury ausgewählten Projekte sind mit Adressen und Öffnungszeiten ab sofort auf der Internetseite der Architektenkammer Rheinland-Pfalz veröffentlicht.

 

Bayern

 
 

Denkmal Bauen im Bestand, Anbau/ Erweiterung Sanierung/ Umbau/ Revitalisierung/Erhalt/ Denkmalschutz. Beteiligte Büros:  KÜHNLEIN Architektur. Führungen: 29.6.2024 14-16 Uhr u. 30.6.2024 14-16 Uhr, Ort: Marktplatz 47 in 92342 Freystadt

 

 

 

 

Bauende und bildende Kunst im Dialog - eine Kapelle nur für den Domberg in Freising. Beteiligte Büros: Brückner & Brückner Architekten GmbH

Führungen: 30.6.2024
11 und 13 Uhr

Der interessierten Öffentlichkeit stehen wieder eine Vielzahl von Gebäuden, Innenräumen, Freiräumen und städteplanerischen Lösungen für einen Blick hinter die Kulissen offen! 216 Projekte können abgerufen werden, um individuelle Architektouren 2024 innerhalb von Bayern zu planen:

 

240517_AT24_Booklet_komplett_Web.pdf (byak.de)

 

Trefferliste - Bayerische Architektenkammer (byak.de)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Länderübersicht:  Einfach (um)bauen - Tag der Architektur (tag-der-architektur.de)

 

Siehe auch: Tag der Architektur 2024 – Einfach (Um)bauen

 

 

   

 

 

   

Kulturexpress ISSN 1862-1996

 vom 18. Juni 2024