Mit einer außergewöhnlichen Präsentation auf der 30.
ARTfair Innsbruck hat die Bettina Heinen-Ayech
Foundation München der Malerin Bettina Heinen-Ayech
(1937–2020) eine eindrucksvolle Bühne gegeben. Vom 23.
bis 25. Oktober 2026 zeigte die Foundation in der
Olympiaworld Innsbruck eine umfassende Auswahl aus dem
Werk der deutsch-algerischen Künstlerin. Die Sonderschau
setzte einen besonderen Akzent im Jubiläumsprogramm der
internationalen Kunstmesse, die in diesem Jahr ihr
30-jähriges Bestehen feierte.
Zu sehen waren bedeutende Arbeiten aus dem Nachlass,
darunter selten gezeigte und teilweise bislang
öffentlich nicht präsentierte Werke. Die großzügig
angelegte Präsentation mit eigenständiger
Ausstellungsarchitektur, Werkgruppen und biografischen
Informationen hob sich deutlich vom üblichen
Messegeschehen ab. Sie eröffnete den Besucherinnen und
Besuchern einen konzentrierten Einblick in das
vielschichtige Œuvre einer Künstlerin, deren Lebensweg
und Werk zwei Kulturräume miteinander verbinden.
Die Präsentation fand bereits im Vorfeld und während der
Jubiläumsmesse bemerkenswerte internationale Beachtung.
Kunst- und Kulturmedien wie das österreichische Magazin
PARNASS, das italienische Kunstmagazin BIANCOSCURO, das
deutsche Fotografie- und Kulturmagazin photoscala, das
europäische Künstlernetzwerk euroart sowie das
englischsprachige ArtNews Magazine berichteten über die
Sonderschau und die Bedeutung des künstlerischen Werks
von Bettina Heinen-Ayech. Auch in Algerien wurde die
Würdigung der Künstlerin aufgegriffen: Das
französischsprachige Nachrichtenportal Le Provincial
widmete ihr einen Beitrag, der insbesondere ihre
jahrzehntelange Verbindung zu Algerien und ihre
Bedeutung für die dortige Kunstgeschichte hervorhob.
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Die algerische Wohnung der
Künstlerin, 1972 (c) Bettina Heinen-Ayech
Foundation |
Nach dem Ende der Messe berichteten unter anderem die
österreichische Kronen Zeitung und das Südtiroler
Nachrichtenportal Buongiorno Südtirol über die
Jubiläumsausgabe und die besondere Präsentation der
Foundation.
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Heinen-Ayech Bettina,
Schlafender Bäckerlehrling in Algerien,
1963,
(c) Bettina Heinen-Ayech
Foundation |
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Heinen-Ayech
Bettina, Sonnenblumenfeld in Algerien, 1972
(c) Bettina Heinen-Ayech Foundation |
Besonders bemerkenswert ist die Einschätzung von
ARTfair-Gründerin und Messeleiterin Johanna Penz. In
einem Gespräch mit der Kronen Zeitung sprach sie von
einer überwältigenden Presseresonanz: Berichte über die
Sonderschau der Bettina Heinen-Ayech Foundation seien
aus 20 Ländern gekommen. Eine solche Aufmerksamkeit habe
sie selbst bei Ausstellungen mit Werken von Francis
Bacon, Andy Warhol oder Tom Wesselmann nicht erlebt.
Bettina Heinen-Ayech gehört zu jenen Künstlerinnen,
deren Biografie sich nicht in nationale oder
kunsthistorische Kategorien einordnen lässt. In
Deutschland künstlerisch ausgebildet, führte sie ihr Weg
Anfang der 1960er-Jahre nach Algerien. Dort fand sie
eine neue künstlerische Heimat. Über Jahrzehnte
entwickelte sie eine unverwechselbare Bildsprache, in
der das intensive Licht Nordafrikas, die Landschaften
und die besondere Atmosphäre ihrer Umgebung eine
zentrale Rolle spielen. Ihr Werk steht zugleich für
einen lebenslangen künstlerischen Dialog zwischen Europa
und Nordafrika.
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Die Gorgonen von Notre Dame
de Paris, 1962 (c) Bettina Heinen-Ayech
Foundation |
Besonders bemerkenswert ist die Einschätzung von
ARTfair-Gründerin und Messeleiterin Johanna Penz. In
einem Gespräch mit der Kronen Zeitung sprach sie von
einer überwältigenden Presseresonanz: Berichte über die
Sonderschau der Bettina Heinen-Ayech Foundation seien
aus 20 Ländern gekommen. Eine solche Aufmerksamkeit habe
sie selbst bei Ausstellungen mit Werken von Francis
Bacon, Andy Warhol oder Tom Wesselmann nicht erlebt.
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Palme im Wüstensturm_1973 (c)
Bettina Heinen-Ayech Foundation |
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Die Bettina Heinen-Ayech Foundation München widmet sich
der Bewahrung und Vermittlung dieses künstlerischen
Erbes. Zu ihren Aufgaben gehören die wissenschaftliche
Aufarbeitung und Dokumentation des Nachlasses, die
Digitalisierung und Erhaltung der Werke sowie die
Entwicklung von Ausstellungen, Publikationen und
Kooperationen mit Museen und wissenschaftlichen
Einrichtungen. Ziel ist es, das Werk der Künstlerin
international sichtbarer zu machen und seine
kunsthistorische Bedeutung dauerhaft zu verankern.
Die Präsentation auf der ARTfair Innsbruck war dafür ein
wichtiger Schritt. Sie brachte das Werk Bettina
Heinen-Ayechs in einen internationalen Messekontext und
machte zugleich deutlich, welches Potenzial in der
Verbindung von Kunstvermittlung, Forschung und
kulturellem Austausch liegt. Zum 30-jährigen Jubiläum
der ARTfair wurde die Sonderschau so zu einem besonderen
Beitrag, der die Grenzen des klassischen
Kunstmesseformats bewusst überschritt. Marc Peschke
www.bettina-heinen-ayech-foundation.com/