Nach den Ausschreitungen am Samstagabend, 31.
Oktober, in der Frankfurter Innenstadt verurteilt die
Stadt Frankfurt am Main die Plünderungen,
Sachbeschädigungen und Angriffe auf die Einsatzkräfte.
Polizei und Justiz ermitteln zu den Vorfällen und
Hintergründen. Die Stadt Frankfurt steht hierzu im engen
Austausch mit den Behörden.
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Geschäftsführer Jost
Wiebelhaus, OB Mike Josef und Stadtrat
Martin Benedikt Schaefer (c) Maik Reuss/
Stadt Frankfurt am Main
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„Was wir vergangene Nacht in der Frankfurter Innenstadt
erlebt haben, macht mich wütend und fassungslos“, sagt
Oberbürgermeister Mike Josef und betont: „Viele Menschen
sind friedlich auf die Straße gegangen, um ihre Meinung
zu äußern. Das ist ihr gutes Recht. Leider überschattet
die Gewalt Einzelner die friedlichen Demonstrationen.“
Von den Ausschreitungen sind auch zahlreiche Geschäfte
in der Innenstadt betroffen. Zahlreiche Schaufenster
wurden eingeschlagen, Geschäfte geplündert und Waren
gestohlen. Die Stadt will nun auf die betroffenen
Einzelhändlerinnen und Einzelhändler zugehen und prüfen,
wie sie diese unterstützen kann.
„Was mich besonders wütend macht, ist, dass es auch
diejenigen getroffen hat, die jeden Tag hart arbeiten
und mit ihren Geschäften unsere Innenstadt am Leben
halten. Hinter jedem dieser Geschäfte stehen Menschen,
Familien, Beschäftigte. Für sie geht es nicht einfach
nur um kaputte Schaufenster oder gestohlene Waren. Für
manche kann es um ihre wirtschaftliche Existenz gehen.
Deshalb müssen wir mit den Betroffenen sprechen und
schauen, wie wir konkret helfen können. Wir lassen sie
mit dieser Situation nicht allein“, sagt Josef. Er hat
bereits für Montag ein Treffen mit dem
Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Hessen
vereinbart.
Bürgermeister Nils Kößler sagt: „Die gestrige Gewalt
gegen Menschen und das Eigentum anderer sind ein Angriff
auf unsere Stadt. Dafür fehlt mir und vielen anderen
Frankfurtern jedes Verständnis. Die Beteiligten dieser
Exzesse müssen nun zur Verantwortung gezogen werden.
Unsere Gesellschaft darf vor solchen Attacken nicht
zurückweichen.“
Martin-Benedikt Schäfer, Dezernent für Ordnung,
Sicherheit, Feuerwehr und Bevölkerungsschutz, sagt: „Die
radikale Gewalt gegen Einsatzkräfte, die uns als
Gesellschaft schützen, ist ein direkter Angriff auf uns
alle und unseren Rechtsstaat. Wir als Stadt verurteilen
diese enthemmte Gewalt, die Ausschreitungen, die
Plünderungen und vor allem die gezielten Angriffe auf
unsere Polizei-, Feuerwehr- und Rettungskräfte auf das
Schärfste. Solche Taten müssen konsequent aufgearbeitet,
verfolgt und die Täter zur Rechenschaft gezogen werden.
Unsere Einsatzkräfte haben in einer hochdynamischen Lage
die Verantwortung übernommen, unsere Stadt und unsere
Bevölkerung zu schützen. Dafür spreche ich ihnen meinen
höchsten Respekt aus.“
Oberbürgermeister Josef, Bürgermeister Kößler und
Stadtrat Schäfer danken den Einsatzkräften von Polizei,
Feuerwehr und Rettungsdiensten für ihre Arbeit. Den bei
dem Einsatz verletzten Einsatzkräften wünschen sie eine
schnelle und vollständige Genesung.
Oberbürgermeister Mike Josef und Sicherheitsdezernent
Martin-Benedikt Schäfer besuchten am Sonntagnachmittag
Einzelhändlerinnen und Einzelhändler in der Innenstadt.