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Optionsoffene Entscheidung |
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Abschlussbericht Zukunft des
Juridicums legt zwei Lösungen
nahe: Weiterbauen im Bestand
oder Neubau |
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Das
„Zukunftslabor Juridicum“ ist abgeschlossen. Am
Mittwoch, 16. September, wurde der Abschlussbericht im
Studierendenhaus auf dem Campus Bockenheim vorgestellt
und öffentlich diskutiert. Sechs unabhängige Expertinnen
und Experten aus unterschiedlichen Fachrichtungen haben
darin vier Szenarien für die Zukunft des Juridicums
untersucht. Zwei Entwicklungsrichtungen sollen nach
ihrer Empfehlung weiterverfolgt werden: das Weiterbauen
im Bestand mit Mischnutzung sowie Abriss und Neubau mit
Mischnutzung.
Bericht
zeigt, das bestehende Juridicum ist grundsätzlich
weiterbaufähig
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Jugendfestival auf dem Campus
Bockenheim im Hintergrund Fassade des
leerstehenden Juridicum, August 2024, Foto
(c) Kulturexpress |
Für den
Erhalt sprechen unter anderem der gute Zustand der
Tragstruktur, erhebliche Lastreserven sowie die Eignung
für unterschiedliche Nutzungen und flexible Grundrisse.
Es wurde auch deutlich, dass die vorhandene Tiefgarage
unabhängig vom Juridicum abgerissen werden kann. Ein
Neubau bietet hingegen größere planerische Freiheit bei
Baukörper, Nutzung, Erschließung und Gestaltung. Aus
ökologischer Perspektive bewertet das Gremium aus
Expertinnen und Experten einen Abriss kritisch. Ein
Neubau müsste daher gegenüber dem Weiterbauen im Bestand
einen funktionalen, städtebaulichen und ökologischen
Mehrwert nachweisen.
Architektinnen-und-Architektenwettbewerb
Die Expertinnen und Experten empfehlen als nächsten
Schritt die Durchführung eines
Architektinnen-und-Architektenwettbewerbs, der beide
Entwicklungsrichtungen berücksichtigt. Weiterbauen im
Bestand und Neubau sollen anhand konkreter Entwürfe
untersucht und miteinander verglichen werden. Ziel ist
es, gemeinsam mit der ABG als künftige Eigentümerin des
Grundstücks die überzeugendste Lösung für den Standort
zu finden und eine belastbare Grundlage für die weitere
Entscheidung zu schaffen. Demnach könnte bis Ende 2026
eine Entscheidung über das weitere Vorgehen getroffen
und die Entwürfe im ersten Halbjahr 2027 erarbeitet
werden.
Mischnutzung für beide Varianten
Unabhängig davon, ob das Juridicum erhalten oder durch
einen Neubau ersetzt wird, empfiehlt das Gremium aus
Expertinnen und Experten eine Mischnutzung. Neben Wohnen
sollen kulturelle, soziale, gewerbliche und
bildungsbezogene Angebote berücksichtigt werden. Von
einer reinen Wohnnutzung des Bestands und des Neubaus
rät das Gremium mit Blick auf die Lage, die
unterschiedlichen Nutzungsbedarfe auf dem Kulturcampus
sowie die Anforderungen an Öffentlichkeit und
Durchlässigkeit ab.
Das Zukunftslabor war als ergebnisoffener und
interdisziplinärer Prozess angelegt. Sechs Expertinnen
und Experten aus Stadtplanung, Architektur,
Tragwerksplanung, Nachhaltigkeit und
Immobilienwirtschaft untersuchten die unterschiedlichen
Szenarien. Wissenschaftlich begleitet und moderiert
wurde der Prozess durch das Frankfurter
Forschungsinstitut FFin der Frankfurt University of
Applied Sciences. Zwischenergebnisse wurden in Workshops
mit weiteren Institutionen und Stakeholdern diskutiert.
„Ziel war es, Chancen, Risiken und Zielkonflikte
transparent zu machen und nachvollziehbare
Bewertungsmaßstäbe für die weitere Entscheidung zu
entwickeln. Diesen Auftrag hat das Zukunftslabor
erfüllt.“, sagt Marcus Gwechenberger, Dezernent für
Planen, Wohnen und Personal.
Meldung: Presseinfo der Stadt Frankfurt am Main (pia)
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