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Neugestaltung der Wandelgänge in
zwei weiteren Stockwerken der
Alten Oper Frankfurt |
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Nach der
Modernisierung der Gänge auf den Ebenen 2 und 3 im
vergangenen Jahr hat die Alte Oper während der
spielfreien Zeit die darüberliegenden Gänge in den
Ebenen 4 und 5 umfassend erneuert. Mit Farbe, Licht und
neuen Sitzgelegenheiten hat sich nun auch hier die
Atmosphäre der Gänge verändert. Zugleich wird die im
vergangenen Jahr auf den Ebenen 2 und 3 begonnene
Ausstellung fortgeführt: Auf der Ebene 5 lädt eine
multimediale Darstellung dazu ein, die bewegte
Geschichte des Hauses nachzuvollziehen. Auf der Ebene 4
rücken die Gästebücher der Alten Oper und damit die
Erinnerung an die vielen prominenten Gäste aus Musik und
Kultur in den Mittelpunkt.
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© Wonge Bergmann /
Alte Oper Frankfurt
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Die von der
Journalistin und Historikerin Karen Allihn
kuratierte Ausstellung auf der Ebene 5 zeichnet
die Geschichte des Hauses in mehreren Kapiteln nach. Sie
führt von der Eröffnung des Frankfurter Opernhauses im
Jahr 1880 über dessen Glanzzeiten in den ersten
Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts, über seine Zerstörung
während des Zweiten Weltkriegs und über die sich
anschließenden jahrzehntelangen Debatten um den
Wiederaufbau bis hin zur Wiedereröffnung als Konzert-
und Kongresshaus im Jahr 1981. Fotografien und
historische Dokumente machen unterschiedliche Facetten
der Geschichte des Hauses sichtbar. Digitale Angebote
mit Touchscreens und QR-Codes führen zu weiteren
Dokumenten, Audiodateien und vertiefenden
Hintergrundinformationen. Ein eigener digitaler Beitrag
weitet zudem die Perspektive: In einem neu
eingerichteten, mit Akustik-Elementen abgetrennten
Bereich kommen Menschen auf dem Bildschirm zu Wort, die
über ihre Wünsche und Vorstellungen für die Zukunft der
Alten Oper sprechen.
Auf der Ebene 4 ist die Ausstellung den großen
Künstler*innen gewidmet, die in den vergangenen
Jahrzehnten mit ihren Auftritten in der Alten Oper
Glanzpunkte setzten und die sich in den Gästebüchern des
Hauses verewigt haben, darunter Namen wie Herbert von
Karajan, Alfred Brendel, Svjatoslav Richter, Leonard
Cohen und Udo Lindenberg. Großformatige Projektionen
lassen die Handschriften dieser prominenten Gäste
lebendig werden, während Touchmonitore dazu einladen,
selbst durch ausgewählte Einträge zu blättern.
Transkriptionen entschlüsseln die oft sehr persönlichen
Dankesworte, die sich in den Büchern finden.
Mit der Ausstellung wird auch die bereits im Vorjahr
begonnene bauliche und gestalterische Erneuerung der
Wandelgänge fortgesetzt. Auf den Ebenen 4 und 5
sorgen neue Farb- und Lichtkonzepte für eine
freundlichere und einladendere Atmosphäre. Durch neue
Sitzbänke, Heizungsverkleidungen und eine neue
Gestaltung der Brüstungen verändert sich das gesamte
Erscheinungsbild der Gänge. Parallel dazu wurden während
der Sommerpause auch die Arbeiten auf den bereits im
vergangenen Jahr neugestalteten Ebenen fortgesetzt: Auf
der Ebene 3 wurde die Fotoausstellung um Bilder an den
Außenwänden ergänzt, auf der Ebene 2 neuer Teppich
verlegt. Damit ist die umfassende Modernisierung der
Wandelgänge noch nicht abgeschlossen. In den kommenden
Jahren sollen weitere Maßnahmen folgen, darunter auch
neue Bodenbeläge auf den Ebenen 3, 4 und 5.
Schritt für Schritt entsteht so ein zusammenhängendes
Gestaltungskonzept, das die Wandelgänge nicht mehr
allein als Wege durch das Haus versteht, sondern als
Orte zum Verweilen, Entdecken und Erinnern.
Dr. Ina Hartwig, Kulturdezernentin der Stadt
Frankfurt und Aufsichtsratsvorsitzende der Alten Oper,
begrüßt die Neugestaltung der Wandelgänge des Hauses:
„Ein Haus wie die Alte Oper trägt viele Geschichten in
sich – von seiner wechselvollen Vergangenheit, von den
Künstlerinnen und Künstlern, die hier aufgetreten sind,
aber auch von den Menschen, die es heute mit Leben
füllen. Dabei spiegeln sich in ihrer Historie ein
wichtiges Kapitel Frankfurter Stadtgeschichte und ein
Stück deutscher Geschichte. Mit der neuen
Dauerausstellung werden diese vielen Facetten sichtbar
und erlebbar. Zugleich wird deutlich, dass Erinnerung
und Erneuerung zusammengehören: Die Alte Oper blickt
stolz auf ihre Wurzeln, entwickelt sich aber zugleich
immer weiter. Dass dafür auch die Wandelgänge als Orte
des Aufenthalts und der Begegnung neu gedacht werden,
ist ein schönes Zeichen für die Offenheit dieses Hauses.
Mein besonderer Dank gilt den Förderstiftungen, die
diese Entwicklung mit ihrem Engagement ermöglichen.“
Alte Oper-Intendant und -Geschäftsführer Dr. Markus
Fein erläutert: „Mit der Ausstellung laden wir
unsere Besucher*innen ein, in die Geschichte des Hauses
einzutauchen. Uns ging es dabei nicht allein um Zahlen
und Fakten, sondern vor allem um die Menschen, die diese
Geschichte geprägt haben: um Frankfurter Bürger*innen,
deren Engagement den Wiederaufbau der Alten Oper möglich
gemacht hat, um Zeitzeug*innen, die sich an die
Wiedereröffnung erinnern, aber auch um Menschen wie die
jüdische Sängerin Magda Spiegel, deren Schicksal von den
Verbrechen des Nationalsozialismus erzählt. Und auch der
Ausblick geschieht aus dieser „persönlichen“
Perspektive: Wir lassen Menschen zu Wort kommen, die
ihre Wünsche und Visionen für die Zukunft der Alten Oper
formulieren. All das findet in einem zeitgemäßen,
einladenden Setting statt: Mit neuen Farben,
Lichtkonzepten, Sitzgelegenheiten und weiteren
gestalterischen Maßnahmen entwickeln wir die Wandelgänge
zu Orten, an denen man sich gerne aufhält und auf
Entdeckungsreise geht.
Dankbar bin ich unseren Förderern, der Crespo Foundation,
der Cronstett- und Hynspergischen evangelischen
Stiftung, der Dr. Marschner Stiftung und der Grunelius-
Stiftung, die mit ihrem Engagement beides möglich
machen: die Zeitreise durch die Geschichte der Alten
Oper ebenso wie ihre Präsentation in einem modernen
Umfeld – den Blick zurück und nach vorne.“
Meldung: Alte
Oper Frankfurt
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