sgesamt
gingen rund 1.600 Athletinnen und Athleten beim
OstseeMan an den Start. Entlang der Strecken sorgten
tausende Zuschauerinnen und Zuschauer für eine
stimmungsvolle Kulisse und begleiteten die Teilnehmenden
auf ihrem Weg ins Ziel. Nach dem von Dauerregen und
starkem Wellengang geprägten Vorjahr präsentierte sich
Glücksburg diesmal von seiner besten Seite. Fast
spiegelglattes Wasser bei 19 Grad, nur leichter Wind
sowie ein angenehmer Mix aus Sonne und Wolken boten
nahezu ideale Bedingungen für schnelle Zeiten und große
sportliche Leistungen.
Auf der Langdistanz über 3,8 Kilometer Schwimmen, 180
Kilometer Radfahren und den abschließenden Marathon
stellten sich knapp 250 Einzelstarter der
Herausforderung. Schnödewind setzte sich bereits im
Wasser an die Spitze des Feldes und verließ die Förde
mit fast sieben Minuten Vorsprung. Allerdings wusste der
30-Jährige, dass mit Titelverteidiger Florian Harbig (TriZack
Rostock) ein besonders starker Konkurrent die Verfolgung
aufgenommen hatte, dessen Stärken auf dem Rad und beim
Laufen liegen.
Den Vorsprung verteidigte Schnödewind zunächst auf der
Radstrecke, obwohl Harbig nahezu die gleiche
Geschwindigkeit anschlug. Auf den letzten 42,2
Kilometern wurde das Rennen dann zunehmend zum Krimi.
Kilometer für Kilometer verkürzte Harbig den Abstand und
schien auf dem Weg zu seinem dritten OstseeMan-Erfolg in
Serie zu sein.
„Ich bin die ganze Zeit meinen Rückstand vom Schwimmen
hinterher gerannt. Ich wollte gern wieder gewinnen und
habe alles gegeben“, erklärte der OstseeMan-Sieger der
Jahre 2024 und 2025. Auch Schnödewind erkannte an den
Wendepunkten, wie schnell sein Vorsprung schmolz. „Als
ich gesehen habe, wie nahe er ist, dachte ich schon,
dass es um mich geschehen sei und er mir das Herz
brechen würde“, sagte er nach dem Rennen.
Als Harbig seinen Rückstand rund zwölf Kilometer vor dem
Ziel bis auf etwa 100 Meter verkürzt hatte, schien das
Rennen endgültig zu kippen. Doch ein Krampf zwang ihn zu
einer kurzen Stehpause. Schnödewind nutzte diesen Moment
konsequent aus. „Als ich sah, dass der Streckenrekord
noch drin ist, hat mir das neue Kraft gegeben und ich
habe alles gegeben“, erklärte der spätere Sieger.
Für Schnödewind war dieser Erfolg die Belohnung für
mehrere Anläufe. Nachdem er in den vergangenen Jahren
bereits mehrfach das Podium angegriffen hatte, jedoch
unter anderem durch einen Radsturz sowie eine Aufgabe
infolge einer Unterkühlung gestoppt worden war, gelang
ihm nun der große Durchbruch. „Mein Motto ist, niemals
den Glauben zu verlieren. Ich komme so oft, bis es
endlich klappt“, stellte Schnödewind klar.
Mit seinem Sieg schrieb er zugleich OstseeMan-Geschichte.
Erstmals seit der Premiere im Jahr 2002 gewann ein
Schleswig-Holsteiner die Langdistanz der Männer. Bei den
Frauen war dieses Kunststück zuvor lediglich Rike
Kubillus aus Kiel und Liesa Schmidt aus Ratzeburg
gelungen.
Florian Harbig erreichte das Ziel nach 8:11:59 Stunden
und blieb damit nur knapp über dem bisherigen
Streckenrekord von 8:11:32 Stunden, den Timo Schaffeld
aus Oberhausen 2023 aufgestellt hatte. Rang drei belegte
Bastian Luthmann aus Lippetal in 8:22:08 Stunden.
Dahinter folgte mit Fabian Sommer von den TriVelos
Flensburg (8:35:47 Stunden) ein weiterer Athlet aus dem
Norden.
Im Frauenrennen der Langdistanz setzte sich Hannah
Deuring aus Hannover souverän durch. Sie gewann in
9:41:39 Stunden vor Marie Hilscher (FC St. Pauli/9:56:25
Stunden) und Lisa Heinrichs (SV Würzburg 05/10:05:06
Stunden).
Die beiden Sieger der Langdistanz beim OstseeMan wurden
am Abend dann an der Finish Line im Kurpark von der
schleswig-hosteinischen Landtagspräsidentin Kristina
Herbst mit dem Sports Award der BSPC, der Baltic Sea
Parliamentary Conference, ausgezeichnet. Das Land
Schleswig-Holstein steht dem Forum derzeit vor und nutzt
den Sports Award und international vernetzte Sportevents
wie den OstseeMan dazu, als Botschafter des Sports zu
fungieren. Grundidee ist ein engerer Austausch zwischen
Menschen und Organisationen in den Anrainerstaaten und
-regionen der Ostsee.
Auch auf der Mitteldistanz über 1,9 Kilometer Schwimmen,
90 Kilometer Radfahren und 21,1 Kilometer Laufen fiel
die Entscheidung erst auf den letzten Kilometern. Nach
insgesamt 113 Rennkilometern standen die Siegerinnen und
Sieger erst kurz vor dem Ziel endgültig fest.
Bei den Frauen setzte sich Jule Foelckel vom ASC
Göttingen in 4:33:57 Stunden durch und verwies damit
sogar die Deutsche Meisterin Marianne Juliane Kulling
(TV Fürstenwalde/4:39:36 Stunden) auf den zweiten Platz.
Lea Paysen vom SV Enge-Sande wurde in 4:51:40 Stunden
Gesamtvierte und sicherte sich gleichzeitig den
Landesmeistertitel.
Im Rennen der Männer feierte Finn von Schmeling (TriMichels
Hamburg) einen perfekten Einstand beim OstseeMan. Der
28-Jährige fing seine Konkurrenten auf der Laufstrecke
noch ab und gewann überraschend in 4:02:30 Stunden.
Dario Ernst (KSV Baunatal/4:04:29 Stunden) belegte Rang
zwei. Dritter wurde Hauke Timme (USC Kiel/4:05:31
Stunden), der sich in einem engen Rennen zugleich den
Landesmeistertitel sicherte.
Aus Veranstaltersicht ein sehr erfolgreicher OstseeMan
2026. Sven Christensen, Geschäftsführer der OstseeMan
Marketing und Event GmbH: “Was für ein perfektes
Wochenende mit herausragenden sportlichen Leistungen,
zufriedenen Gästen und ganz vielen Fans an der Strecke.
Glücksburg hat seinem inoffiziellen Titel des “Hawaii
des Nordens” alle Ehre gemacht. Wir freuen uns schon auf
den OstseeMan 2027 mit einem erhöhten Kontingent von
Teilnehmern beim “Glück in Sicht” Charity Run und dem
Ausbau unseres Konzepts der “Fan-Nester”. Wir bleiben
ein Event der kurzen Wege, wo Topleistungen, hoher
Teilnehmerservice und familiäre Atmosphäre zusammen
kommen.”
Meldung: OstseeMan Marketing und Event
GmbH, 24955 Harrislee