Das Netz schwebt: Monumentale Skulptur „A Sky Full of Hope“ über der Konstablerwache erfolgreich installiert

Mitten in der Innenstadt an der Konstablerwache erhält Frankfurt im Rahmen von World Design Capital Frankfurt RheinMain 2026 ein neues Kunstwerk im öffentlichen Raum. Nach intensiven Vorbereitungen auf dem Plateau der Konstablerwache ist nun ein entscheidender Meilenstein erreicht: Die spektakuläre Netzskulptur „A Sky Full of Hope – Earthtime 1.78 Frankfurt“ der renommierten US-amerikanischen Künstlerin Janet Echelman wurde in den vergangenen Tagen erfolgreich installiert. Sie schwebt über dem Platz und abends glimmt das Kunstwerk bereits leicht. Das ist allerdings erst noch eine Art „Vorglühen“, die offizielle Eröffnung mit einer großen Licht- und Soundinszenierung folgt am Dienstag, 11. August. Das Kunstwerk soll für drei Jahre über der Konstablerwache schweben.
 

Abschluss der Montage und Rückkehr des Erzeugermarktes
 

 

 

Monumentale Skulptur „A Sky Full of Hope“ wurde erfolgreich über der Konstablerwache installiert © Stadt Frankfurt am Main

 

Nachdem bereits Mitte Juli die vier großen Stahlpylonen an den Ecken des Platzes als Fundament aufgestellt wurden, wurde am Freitag, 31. Juli, die komplexe Aufhängung des aus zahllosen Fäden gewebten Kunstwerks abgeschlossen.
 

Mit dem erfolgreichen Abschluss dieser Montagearbeiten kehrt auch das gewohnte Marktgeschehen an seinen angestammten Platz zurück: Ab Samstag, 1. August, findet der Erzeugermarkt wieder auf der Konstablerwache statt. Die Beschickerinnen und Beschicker sowie die Kundschaft können den Markt dann bereits unter dem beeindruckenden, schwebenden neuen Kunstwerk erleben.
 

In Hartwig, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft, freut sich auf die Neugestaltung der Konstablerwache: „Aus Plänen wird Realität und in diesem Fall eine ganz besondere Kunstaktion. Es ist schön zu sehen, wie innerhalb so kurzer Zeit über dem Plateau der Konstablerwache jetzt diese beeindruckende, schwebende Skulptur installiert werden konnte. Ich freue mich sehr auf die Eröffnung von ‚A Sky full of Hope‘ am 11. August und auf die kommenden drei Jahre. Bedanken möchte ich mich ausdrücklich auch bei allen Marktbeschickerinnen und -beschickern. Denn ohne ihre Kooperation und Flexibilität wäre diese Kraftanstrengung nicht möglich gewesen. Unsere ‚Konsti‘ wird nun durch dieses erstklassige Werk einer international renommierten Künstlerin aufgewertet. Ich bin gespannt, wie es auf die Menschen wirken wird.“

 

Die Konstablerwache als offene Bühne für die Stadtgesellschaft

 

Die Installation „A Sky Full of Hope“ ist weit mehr als eine visuelle Bereicherung für die Innenstadt. Das freischwebende Gewebe regt dazu an, sich mit der Frage auseinanderzusetzen, was Kunst im öffentlichen Raum bewirken kann und wie sich ein funktionaler Ort wie die Konstablerwache – auch abseits der Markttage – in einen lebendigen Raum zum Verweilen, Begegnen und Mitgestalten verwandeln lässt.

Der neu gestaltete Raum versteht sich als offene Bühne für Frankfurt auf der vieles denkbar ist: nachbarschaftlicher Austausch, Straßenkunst, gemeinsame Sport- und Spielaktionen, kulinarische Pop-ups oder Tanz- und Musikbegegnungen.

 

Wissenschaftliche Begleitung: Kunst trifft Stadtplanung

 

Wie sich diese neue Dynamik und die soziale Nutzung des Platzes entwickeln, wird zudem wissenschaftlich begleitet: Das Kunstwerk bildet den Ausgangspunkt für das auf zwei Jahre angelegte Lehrforschungsformat der Frankfurt University of Applied Sciences unter der Leitung von Prof. Katarina Bajc. In Kooperation mit dem Fachbereich Kulturentwicklung des Kulturamts und der Koordinierungsstelle Stadtraum Mitte des Stadtplanungsamtes Frankfurt gehen Studierende der Stadtplanung in diesem Rahmen der aktuell viel diskutieren Frage nach, wie Kunst städtische Plätze als inklusive Bühnen einer urbanen Öffentlichkeit aktivieren und zukunftsfähig weiterentwickeln kann.

Stephanie Wüst, Dezernentin für Wirtschaft, Recht und Stadtmarketing, betont in diesem Zusammenhang: „Die Konstablerwache ist einer der wichtigsten Handels- und Begegnungsorte unserer Stadt. Eine lebendige Innenstadt entsteht dort, wo Menschen gerne bleiben – nicht nur dort, wo sie vorbeikommen. ,A Sky Full of Hope' verbindet internationale Kunst mit dem Konstablermarkt und dem Einzelhandel. Das schafft Aufmerksamkeit, erhöht die Aufenthaltsqualität und bringt mehr Leben in die Innenstadt. Auf diese Weise steigern wir die Attraktivität unseres Zentrums – für Frankfurterinnen und Frankfurter ebenso wie für unsere Gäste.“

Ergänzend dazu sagt Eduard M. Singer, Leiter der Stabsstelle Stadtmarketing Frankfurt am Main: „Eine starke Innenstadt lebt von Orten, die Menschen gerne aufsuchen und in Erinnerung behalten. Mit ,A Sky Full of Hope' zeigen wir, wie Stadtmarketing weit über klassische Standortkommunikation hinauswirken kann: Der öffentliche Raum ist das gemeinsame Wohnzimmer unserer Stadt. Orte wie die Konstablerwache müssen deshalb nicht nur funktionieren, sondern Menschen inspirieren, zum Verweilen einladen und Begegnungen ermöglichen. Die Installation von Janet Echelman verwandelt einen reinen Funktionsraum in einen identitätsstiftenden Erlebnisraum, schafft nachhaltige Aufenthaltsqualität und stärkt die Attraktivität Frankfurts – für die Bürgerinnen und Bürger ebenso wie für Gäste aus aller Welt.“

Eröffnung mit Licht- und Sound-Show am 11. August

Das „Grand Opening“, die feierliche Illumination der Skulptur, findet am Dienstag, 11. August, zum Einbruch der Dunkelheit statt. Die Veranstaltung beginnt um 20.45 Uhr, bevor das Kunstwerk um 21 Uhr im Beisein von Oberbürgermeister Mike Josef, Kulturdezernentin Ina Hartwig und der Künstlerin Janet Echelman offiziell eingeweiht wird. Ab circa 21.30 Uhr verwandelt eine eigens kuratierte Licht- und Sound-Show die Konstablerwache in eine atmosphärische Freiluftbühne. Alle Bürgerinnen und Bürger sind zu diesem besonderen Auftakt eingeladen, eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.

 

 

 

Installation-Konstablerwache, Visualisierung (c) Atelier Markgraph

 

Eigene Farbpalette für Frankfurter Netzskulptur entwickelt

Für die Netzskulptur „A Sky Full of Hope“ wurde eine eigene Farbpalette entwickelt. Warme und kühle Töne werden bewusst ins Gleichgewicht gebracht und verweisen auf eine nachhaltig gedachte Zukunft. Die Balance der Farben symbolisiert sowohl das Zusammenspiel unterschiedlicher kultureller Perspektiven als auch das Verhältnis zwischen Mensch und Natur. Die Konstablerwache, als Ort von Durchgang, Begegnung und Reibung wird zur Bühne einer „living sculpture“, die sich mit Licht, Bewegung und Nutzung stetig verändert. „A Sky Full of Hope“ gehört zu Echelmans Earthtime-Serie: „In dieser Serie geht es um Verbundenheit und die Tatsache, dass, wenn sich ein Teil der Welt verändert, auch jeder andere Teil davon beeinflusst wird“, sagt Echelman.

Zu der Kunstinstallation „A Sky Full of Hope“ sind weitere begleitende Formate in Planung. Beabsichtigt ist ein langfristiger Beitrag zur räumlichen, sozialen und kulturellen Transformation des öffentlichen Raums in der Frankfurter Innenstadt.

Die Realisierung der Installation erfolgte in enger und vertrauensvoller Zusammenarbeit zwischen dem Dezernat für Kultur und Wissenschaft und der Stabsstelle Stadtmarketing, die beim Dezernat für Wirtschaft, Recht und Stadtmarketing angesiedelt ist und auch die Finanzierung sichergestellt hat. Gemeinsamer Anspruch war es, World Design Capital Frankfurt RheinMain 2026 als Motor für ein Projekt zu nutzen, das über das Veranstaltungsjahr hinaus Bestand hat und einen nachhaltigen Mehrwert für die Innenstadt schafft. Mit „A Sky Full of Hope“ wird die Konstablerwache dauerhaft aufgewertet und als zentraler Platz für Bürgerinnen und Bürger wie auch für Gäste aus aller Welt neu erlebbar. Gestaltung bedeutet in diesem Sinne nicht nur das Sichtbare, sondern auch das Fühlbare und Erfahrbare – genau das nimmt die Installation auf: Sie schafft Atmosphäre, berührt Menschen, bringt sie zusammen und erfüllt so in besonderer Weise den Anspruch von Frankfurt am Main als internationale Metropole.

 

 

Die US-amerikanische Künstlerin Janet Echelman,

Foto (c) Reuss/ Stadt Frankfurt am Main

 

Janet Echelman (*1966 in Tampa, Florida) ist eine vielfach international ausgezeichnete Künstlerin. Sie erhielt unter anderem den Smithsonian American Ingenuity Award und ein Fellowship von United States Artists für ihre innovativen Beiträge zur zeitgenössischen Kunst. Zudem ist sie Ehrendoktorin der Tufts University. Das Magazin Architectural Digest zählt sie zu den prägendsten Innovatorinnen unserer Zeit, was ihre interdisziplinäre Verbindung von Kunst, Architektur und Ingenieurswesen unterstreicht. Sie kombiniert traditionelle Knüpftechniken mit modernster 3D-Software und Luftfahrttechnologie.

Echelman hat monumentale Skulpturen in Metropolen wie New York, London, Sydney, Dubai und Vancouver realisiert. In Europa waren ihre Werke bisher vor allem als temporäre Installationen zu sehen (z. B. in Madrid, Amsterdam, Mailand oder München). Mit der Earthtime-Serie erforscht sie die Vernetzung des Menschen mit den Rhythmen unseres Planeten. Die Werke reagieren spezifisch auf ihren Standort und verbinden ortsbezogene Farbkonzepte mit Themen wie Nachhaltigkeit und globaler Verbundenheit. Der Titel „1.78“ bezieht sich auf die 1,78 Mikrosekunden, um die ein Tag durch das Japan-Erdbeben 2011 verkürzt wurde.

Meldung: Presseinfo der Stadt Frankfurt am Main (pia)

 

 

   

 

 

   

Kulturexpress ISSN 1862-1996

 vom 04. August 2026