Neuer Bundestrainer der A-Nationalmannschaft der Männer wird
Jürgen Klopp. Der 59-Jährige unterschrieb am 24. Juli in
Frankfurt am Main am DFB-Campus einen Vierjahresvertrag und wird
die Nationalmannschaft damit zur UEFA EURO 2028 und zur FIFA WM
2030 führen. Zuvor waren Aufsichtsrat und Gesellschafter
Versammlung der DFB GmbH & Co. KG dem Vorschlag von
DFB-Präsident Bernd Neuendorf und dem 1. DFB-Vizepräsidenten
Hans-Joachim Watzke einstimmig gefolgt.
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Vorstellung von DFB-Bundestrainer
Jürgen Klopp
24. Juli 2026, DFB-Campus, Frankfurt am Main
Fotos. Thomas Böcker/ DFB |
Am 15.
August 2026 wird Jürgen Klopp die Nachfolge von Julian
Nagelsmann antreten, der am 3. Juli nach dem WM-Aus der
deutschen Nationalmannschaft gegen Paraguay vom Amt des
Bundestrainers zurückgetreten war.
Als Co-Trainer folgen Klopp
Peter Krawietz, Pepijn Lijnders und Sven Bender
zum Deutschen Fußball-Bund. Krawietz und Lijnders sind
langjährige Weggefährten Klopps und gewannen mit ihm beim FC
Liverpool unter anderem 2019 die UEFA Champions League und 2020
den englischen Meistertitel. Der 43-jährige Niederländer
Lijnders stand zuletzt als Co-Trainer von Pep Guardiola bei
Manchester City unter Vertrag. Der 54-jährige Krawietz, der mit
Klopp auch schon bei dessen Stationen in Mainz und Dortmund
zusammenarbeitete, kommt ebenfalls von Red Bull zum DFB. Sven
Bender (37) kehrt nach seinen Stationen als Co-Trainer in
Dortmund und als Chef-Trainer in Unterhaching zurück. Der
siebenmalige A-Nationalspieler war von 2022 bis 2024 bereits als
Co-Trainer der U 16- und U 17-Nationalmannschaft beim DFB tätig.
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v.l.n.r.: Frankziska Wülle, Bernd
Neuendorf, Jürgen Klopp und Hans-Joachim Watzke
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Jürgen Klopp sagt: „Die
Nationalmannschaft kann uns Deutsche verbinden wie kaum etwas
anderes. Genau das macht diese Aufgabe für mich so besonders.
Ich bin dankbar für alles, was ich in den letzten eineinhalb
Jahren bei Red Bull erleben und lernen durfte, und für die
Offenheit, die diese Einigung erst möglich gemacht hat. Jetzt
freue ich mich auf diese besondere Aufgabe im deutschen Fußball,
die wir gemeinsam mit Demut und Geduld angehen werden: eine
Mannschaft zu entwickeln, die füreinander kämpft, die Freude am
Fußball hat und hinter der sich die Menschen in unserem Land mit
voller Überzeugung versammeln können."
DFB-Präsident Bernd
Neuendorf erklärt: „Jürgen Klopp steht wie nur wenige andere
für Leidenschaft, Glaubwürdigkeit und die Fähigkeit, Menschen
mitzunehmen. Er war nach dem Rücktritt von Julian Nagelsmann
unsere uneingeschränkte Wunschlösung für das Amt des
Bundestrainers. Deshalb haben wir uns konsequent um ihn bemüht.
Ich bedanke mich bei allen, die den Weg für diese Zusammenarbeit
geebnet haben, insbesondere bei Oliver Mintzlaff für die
konstruktiven Gespräche und seine kooperative Haltung sowie bei
Aki Watzke für die großartige Unterstützung."
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v.l.n.r.: Hans-Joachim Watzke, Jürgen
Klopp,
Bernd Neuendorf und Rudi Völler |
Hans-Joachim Watzke, 1.
DFB-Vizepräsident, sagt: „Jürgen ist für mich einer der
besten Trainer der Welt. Er macht seine Spieler besser. Außerdem
ist er ein Mann, der die Menschen begeistert, führt und
zusammenbringt. Genau das braucht die Nationalmannschaft."
DFB-Sportdirektor Rudi Völler sagt: „Jürgen Klopp hat über
viele Jahre auf höchstem Niveau bewiesen, dass er junge Spieler
weiterentwickelt und seine Mannschaften unter Druck Leistung
bringen. Dazu ist er ein großartiger Motivator, der unsere Fans
und den deutschen Fußball mitnehmen wird. Ich freue mich auf die
gemeinsame Arbeit."
Ende September und Anfang Oktober stehen für Jürgen Klopp und
die Nationalmannschaft erstmals vier Länderspiele in einer
Abstellungsperiode an. Nach dem Auftakt gegen die Niederlande am
24. September (ab 20.45 Uhr, live bei RTL) in Amsterdam trifft
Deutschland drei Tage später im ersten Heim-Länderspiel von
Klopp in Augsburg auf Griechenland (27. September, ab 20.45 Uhr,
live in der ARD). Es folgen das Duell gegen Serbien in München
am 1. Oktober (ab 20.45 Uhr, live im ZDF) und die Partie gegen
Griechenland in Thessaloniki am 4. Oktober (ab 20.45 Uhr, live
bei RTL).
Per Mertesacker wird
ab dem 1. Januar 2027 neuer Geschäftsführer Sport der DFB GmbH &
Co. KG und tritt damit die Nachfolge von Andreas Rettig an,
dessen Vertrag zum Ende des Jahres 2026 ausläuft. Mertesacker
verantwortet künftig die Bereiche Nationalmannschaften und
Akademie. Das haben Aufsichtsrat und Gesellschafterversammlung
am heutigen Freitag einstimmig beschlossen.
Der Weltmeister von 2014 genießt im deutschen wie
internationalen Fußball hohe Anerkennung. Nach dem Ende seiner
Spielerkarriere übernahm Mertesacker 2018 die Leitung der
Arsenal Academy, in der er in acht Jahren bis zu diesem Sommer
umfassende Erfahrung in der Talentförderung und
Nachwuchsentwicklung sammelte. Als Spieler war der heute
41-Jährige 2011 zum Premier-League-Klub gekommen, mit dem er
dreimal den FA Cup gewann. Zuvor war er in Deutschland für
Hannover 96 und Werder Bremen aufgelaufen. 2009 wurde er mit
Bremen DFB-Pokalsieger.
Für die deutsche Nationalmannschaft spielte der Innenverteidiger
104-mal und gewann 2014 in Brasilien den bislang letzten
deutschen WM-Titel. Außerdem erreichte er mit der DFB-Elf 2006
und 2010 das WM-Halbfinale und war Finalist bei der EM 2008 in
Österreich und der Schweiz.
Die Geschäftsführung der DFB GmbH und Co. KG wird sich damit ab
dem 1. Januar 2027 neben Per Mertesacker aus Manuel Hartmann,
zuständig für die Wettbewerbe und Ligen des DFB, Stephan
Grunwald, der als CFO/COO den Bereich IT & Digitales
verantwortet, und Dr. Holger Blask, Vorsitzender der
Geschäftsführung und verantwortlich für Marketing, Vertrieb und
Events, zusammensetzen.
DFB-Präsident Bernd Neuendorf sagt: „Per Mertesacker gehört
zu den herausragenden Persönlichkeiten des deutschen Fußballs.
Als Spieler hat er die Nationalmannschaft über ein Jahrzehnt
erfolgreich geprägt, anschließend eine der renommiertesten
Nachwuchsakademien Europas geleitet. Seine fachliche Kompetenz,
seine klare Haltung und seine Führungsqualitäten machen ihn zu
einer hervorragenden Besetzung für die Position des
Geschäftsführers Sport. Ich freue mich sehr, dass wir ihn als
Nachfolger von Andreas Rettig für die sportliche
Weiterentwicklung des DFB gewinnen konnten."
Per Mertesacker sagt: „Ich freue mich sehr auf die neue
Aufgabe und die Verantwortung, die damit verbunden ist. Der
Kontakt zum DFB ist auch nach dem Ende meiner
Nationalmannschaftskarriere nie abgerissen. Deshalb ist es für
mich etwas Besonderes, nun in dieser Rolle zurückzukehren. Der
deutsche Fußball verfügt über enormes Potenzial. Mit Demut, dem
Willen, hart zu arbeiten, und der nötigen Geduld wollen wir die
Talente und Persönlichkeiten fördern, die den Unterschied
ausmachen. Gemeinsam wollen wir Rahmenbedingungen schaffen, in
denen Spielerinnen und Spieler Verantwortung übernehmen, an
Herausforderungen wachsen und ihr volles Leistungsvermögen
entfalten können – von der Basis bis in die
Nationalmannschaften. Es ist mir eine Ehre, den DFB auf diesem
Weg mitgestalten und weiterentwickeln zu dürfen."
Alexander Wehrle, Aufsichtsratsvorsitzender der DFB GmbH & Co.
KG, sagt: „Mit Per Mertesacker haben wir eine Persönlichkeit
gewonnen, die den deutschen Fußball seit vielen Jahren auf
höchstem Niveau mitgestaltet. Gerade sein ausgeprägtes
Verständnis für die Anforderungen des Spitzen- und des
Nachwuchsfußballs wird für den DFB enorm wertvoll sein, um
gemeinsam mit den Vereinen und unseren Partnern nachhaltige
Lösungen zu entwickeln. Der Aufsichtsrat ist überzeugt, dass Per
Mertesacker wichtige Impulse setzen wird und freut sich auf die
Zusammenarbeit."
Andreas Rettig, DFB-Geschäftsführer Sport, sagt: „Per
Mertesacker ist eine integre Persönlichkeit und kennt den
internationalen Fußball aus der Perspektive des
Nationalspielers, des Weltmeisters und des Nachwuchsentwicklers.
Genau diese Vielseitigkeit macht ihn für den DFB so wertvoll.
Mit seiner Expertise wird er die Verzahnung von
Nationalmannschaften, Talentförderung und sportlicher
Entwicklung im DFB weiter stärken und zukunftsorientiert
ausrichten."
Meldung:Deutscher Fußball-Bund e.V., Frankfurt am Main