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Behind the Scenes
Foto: Marlène Heinzinger |
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Die neue
Sammlungsdatenbank des Deutschen Architekturmuseums
(DAM) ist online: Neben zahlreichen Architekturmodellen
sind ab jetzt auch Zeichnungen, Pläne und Fotografien
innerhalb der rund 4.000 Objekte umfassenden
Onlinepräsentation einsehbar.
Die neue Online-Bilddatenbank des DAM auf
Basis von BeeCollect Web ersetzt die 2012 im Rahmen der
großen Architekturmodell-Ausstellung des Museums
erstellte und mittlerweile technisch veraltete
„Modellsammlung online“. Damit können Forschung und
interessierte Öffentlichkeit nicht nur die bedeutende
Architekturmodellsammlung des DAM-Archivs in einer
zeitgemäßen Qualität online recherchieren, sondern
erstmals zusätzlich auch ausgewählte
Architekturzeichnungen, Pläne und Fotografien einsehen.
Online Screenshot DAM
„Die neue Online-Sammlung des Architekturmuseums
entspricht unserem langfristigen Ziel, die bedeutenden
Bestände unserer Museen einer breiten Öffentlichkeit
zugänglich zu machen. Was mit öffentlichen Geldern
finanziert und unterhalten wird, sollte auch allen
offenstehen“, erklärt Kultur- und
Wissenschaftsdezernentin Dr. Ina Hartwig. „Ganz im Sinne
eines zeitgemäßen Verständnisses von ‚Kultur für alle‘
möchten wir die digitalen Möglichkeiten gewinnbringend
einsetzen und unseren Museen die hierfür erforderliche
Unterstützung geben.“
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DAM Sammlungen
Foto: DAM
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Museumsdirektor Peter Cachola Schmal betont den
Vermittlungsaspekt: „Der ehemalige Kulturdezernent
Hilmar Hoffmann forderte die „Demokratisierung der
Kultur“ – verstanden als Abbau von Barrieren beim Zugang
zum kulturellen Leben plus kulturelle Bildung. Das war
die Essenz seiner „Kultur für alle“. Eine offene
digitale Bilddatenbank erfüllt genau diesen Zweck.“
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Gottfried Böhm (1920-2021): Altes
Schloss Saarbrücken, Skizze: Deckenmalerei,
Festsaal
Foto: DAM
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Gottfried Böhm, Deutscher
Pavillon Weltausstellung 92, Modell des
Gesamtgebäudes,
Foto: Marlène Heinzinger
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Derzeit enthält die Online-Sammlungspräsentation knapp
4.000 Sammlungsobjekte mit einer oder mehreren
Abbildungen, davon sind 1.568 Architekturmodelle. Die
Bilddatenbank wird kontinuierlich weiter ausgebaut.
Neben der Nutzung der Suche kann man den Zugang zu
einzelnen Beständen auf der Startseite auch über eine
Galerie von Architekt:innen und Architekturbüros wählen.
Mehrere Tausend neue Scans von Zeichnungen, Plänen und
Fotografien sowie rund 160 Bildserien von
Architekturmodellen sind in den letzten drei Jahren in
Vorbereitung dieses neuen Sammlungsschaufensters allein
durch die großzügige Unterstützung des Kulturdezernats
der Stadt Frankfurt entstanden. Dies stellt für die
wissenschaftliche Nutzung aufgrund der höheren
Informationsdichte einen wichtigen Fortschritt dar. Es
ist nicht mehr in jedem Fall ein Besuch vor Ort im Depot
nötig.
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DAM Sammlungen
Foto: DAM
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Das DAM pflegt eine zeitgenössische Sammlung mit einem
Schwerpunkt auf der Zeit ab 1945. Anders als bei
historischen Sammlungen muss daher vor der
Onlinestellung von Abbildungen zeitgenössischer
Architekturobjekte jeweils der Kontakt mit Urheber:innen,
Rechtenach folger:innen und ggf. Fotograf:innen gesucht
und eine individuelle Rechteklärung verhandelt werden.
Dieser Vorgang ist aufwendig und erfordert gerade bei
internationalen Objekten, die bereits in den 1980er und
1990er Jahren in die Sammlung kamen, mitunter ein
beinahe detektivisches Vorgehen. Bis auf wenige bereits
gemeinfreie Objekte sind die meisten
Sammlungsgegenstände noch auf Jahrzehnte rechtebewehrt,
weshalb ein selbständiger Download von Bildmaterial
online bisher nicht möglich ist.
Das Dezernat für Kultur und
Wissenschaft der Stadt Frankfurt fördert die
Digitalstrategie des Deutschen Architekturmuseum
umfassend mit der Bereitstellung von Mitteln für die
Programmierung der Online-Bilddatenbank, mit Ressourcen
für Neuaufnahmen, Digitalisierung und Klärung von
Nutzungsrechten. Darüber hinaus nimmt das Museum an
regelmäßig angebotenen Austausch- und Workshopformaten
des Dezernates teil, deren Ziel darin besteht, die
digitale Transformation der städtischen Museen
strategisch, häuserübergreifend und wirtschaftlich zu
gestalten.
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Sammlung Digital
Meldung: Deutsches
Architekturmuseum, DAM, Frankfurt am Main