Die Az W Sammlung Online markiert einen
Meilenstein in der digitalen Vermittlung
österreichischer Baukultur. Entstanden ist keine
gewöhnliche Datenbank, sondern ein dynamischer
Wissensraum, der Architektur, Akteur*innen, Bilder und
Kontexte miteinander verknüpft. Ab sofort können
Architekturinteressierte, Studierende und Forschende aus
aller Welt jederzeit auf vernetztes Wissen zur
österreichischen Architekturgeschichte zugreifen.
Das Az W ist das einzige Architekturmuseum
Österreichs. Es verfügt mit mehr als 110 Vor- und
Nachlässen über die umfassendste Sammlung zur heimischen
Architektur des 20. und 21. Jahrhunderts. In
mehrjähriger Entwicklungsarbeit wurden diese nun in die
umfangreichen Archive der Architekturfotograf*innen
Friedrich Achleitner, Karin Mack und Margherita
Spiluttini integriert und mit dem intensiv genutzten
Architekt*innenlexikon in einer gemeinsamen
Online-Plattform zusammengeführt.
Aus Daten
werden Beziehungen
Während herkömmliche Museumsdatenbanken meist einzelne
Objekte aus ihren Sammlungen abbilden, macht die Az W
Sammlung Online die Beziehungen zwischen Architektur,
Akteur*innen und den sie dokumentierenden Materialien
sichtbar. Die Bauwerksdaten werden mit Fotografien,
Zeichnungen, Modellen und Dokumenten aus
unterschiedlichsten Beständen sowie mit Informationen zu
den dazugehörigen Personen und deren Biografien
angereichert. So entsteht ein vernetzter Wissensraum,
der neue Einblicke in die österreichische
Architekturgeschichte ermöglicht.
Auf der Suche nach Bauwerken finden sich dann
beispielsweise neben den Plänen und Zeichnungen aus den
Beständen der Architekt*innen auch die legendären
Karteikarten von Architekturtheoretiker Friedrich
Achleitner, Fotos der Architekturfotografin Margherita
Spiluttini und umfangreiche Biografien – aus Daten
werden Beziehungen.
100.000 Einträge, unzählige Verbindungen
Derzeit verknüpft die Az W Sammlung Online rund 30.000
Bauwerke, 4.000 Personen und mehr als 65.000 Abbildungen
miteinander. Diese 100.000 Datensätze aus mehr als 90
Beständen bilden ein wachsendes Netzwerk, das laufend um
neue Inhalte, Bestände und Forschungsergebnisse
erweitert wird. Neue Zugänge zu Bauwerken, Personen,
Archiven und Dokumenten eröffnen vielfältige
Perspektiven auf die Geschichte(n) der österreichischen
Baukultur. Ein Teil der Einträge ist ab sofort auch im
Kulturpool online abrufbar.
Die Sammlung wird weiblicher
Ein besonderer Schwerpunkt liegt darauf, bislang wenig
beachtete Akteurinnen der Architekturgeschichte sichtbar
zu machen. Gemeinsam mit dem Margarete Schütte-Lihotzky
Zentrum fokussiert das Az W im Projekt „Architektur
Pionierinnen in Wien“ die Biografien und Werke von
Architektinnen, die bereits vor 1938 an österreichischen
Ausbildungsstätten studierten. Ihre Arbeiten, Netzwerke
und Lebenswege werden sukzessive in die Az W Sammlung
Online integriert und erweitern den Blick auf die
österreichische Architekturgeschichte.
Ein digitales Gedächtnis der österreichischen
Architektur
Mit der Az W Sammlung Online entsteht ein digitales
Gedächtnis der österreichischen Architektur. Die
Vernetzung von Bauwerken, Personen, Fotografien und
Dokumenten legt Zusammenhänge offen und ermöglicht einer
breiten Öffentlichkeit neue Zugänge zu Architektur,
Baukultur und Forschung.
Meldung: Architekturzentrum
Wien