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Bundesbank streicht
milliardenschweres
Campus-Projekt |
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Der Vorstand der Deutschen Bundesbank hat eine
Grundsatzentscheidung über den künftigen Standort der
Notenbank getroffen: Die Bundesbank plant eine Immobilie
in Frankfurt zu kaufen, die als Sitz der Zentrale dienen
soll. Vorausgegangen ist eine
Wirtschaftlichkeitsuntersuchung, die die Bundesbank mit
externer Unterstützung durchgeführt hat.
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Deutsche Bundesbank Zentrale,
Nov. 2024,. Foto (c) Kulturexpress
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Die
Wirtschaftlichkeitsuntersuchung hat klar ergeben, dass
der Kauf einer Immobilie deutlich kostengünstiger ist
als eine Unterbringung der Bundesbankzentrale am
bisherigen Standort in der Wilhelm-Epstein-Straße,
erklärte Bundesbankpräsident Joachim Nagel. Für den Kauf
einer Immobilie wird ein Vergabeverfahren gestartet.
Wichtige Kriterien im Vergabeverfahren werden die
zentrale Lage, Preis, Qualität und Zeitplan sein, so
Nagel.
Eine Markterkundung hat gezeigt, dass geeignete
Immobilien als Neubau oder kernsanierte
Bestandsimmobilie für eine Standortverlegung in
Frankfurt verfügbar sind. Die Erkenntnisse aus der
Markterkundung wurden ergebnisoffen in der
Wirtschaftlichkeitsuntersuchung mit dem bisherigen
Standort verglichen.
Die gesamten Investitionskosten am Standort
Wilhelm-Epstein-Straße hätten rund 1,6 Milliarden Euro
betragen. Darin wären nicht nur die Sanierung des
ehemaligen Hauptgebäudes, sondern alle nötigen
Anpassungen der Liegenschaft für die Unterbringung der
Zentrale enthalten gewesen.
Die so ermittelten Werte waren Grundlage der
Wirtschaftlichkeitsuntersuchung. Diese hat den Barwert
der Investitionskosten sowie der bis zum Jahr 2067
hochgerechneten Kosten für den Betrieb und die
Instandhaltung verglichen. Auch bei diesem Vergleich
schnitt die Unterbringung am alten Standort mit 2,9
Milliarden Euro am schlechtesten ab. Dabei hatte die
Bundesbank die Planungen für den Standort
Wilhelm-Epstein-Straße gegenüber denen für das
ursprüngliche Projekt Campus schon sehr verschlankt.
Der Vorstand unter Bundesbankpräsident Joachim Nagel
hatte das Projekt nach der Pandemie auf den Prüfstand
gestellt und eine Wende zu einer wirtschaftlicheren
Standortlösung eingeleitet. Kostengünstiger wird das
aktuelle Vorhaben auch dadurch, dass die Bundesbank 2023
Regelungen zum Homeoffice ausgeweitet hat. Daher werden
für die Beschäftigten der Zentrale nur noch gut 3.300
Büroarbeitsplätze benötigt. Ursprünglich waren rund
5.000 Plätze geplant.
Eine gute Anbindung an den öffentlichen Nah- und
Fernverkehr ist ein wichtiger Faktor für die
Zufriedenheit unserer Beschäftigten, sagte Nagel. In
Citylage befindet sich bereits die
Bundesbank-Hauptverwaltung in Hessen. Hier könnten sich
Synergien mit der neuen Immobilie ergeben. Eine Umfrage
vor der Auswahl des aktuellen Übergangsquartiers hatte
ergeben, dass für die meisten Beschäftigten eine gute
Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln das
wichtigste Kriterium war.
Die Stadt Frankfurt hat signalisiert, dass sie Teile des
Standorts Wilhelm-Epstein-Straße, ein Grundstück für den
Gemeinbedarf, per Direktveräußerung kaufen möchte. Dies
wäre aufgrund der besonderen Gegebenheiten der
Liegenschaft rechtlich zulässig.
Meldung Deutsche Bundesbank, Frankfurt am
Main
Siehe
auch:
Preisträger Architektenwettbewerb Neubau Deutsche
Bundesbank – kulturexpress.info
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