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ZZ Top – die
Bluesrock-Legenden |
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Wenn es um Bluesrock mit unverwechselbarem Stil geht,
führt kaum ein Weg an ZZ Top vorbei. Die Band aus Texas
gehört seit mehr als fünf Jahrzehnten zu den prägenden
Größen der Rockmusik. Mit ihren langen Bärten, dunklen
Sonnenbrillen und einem Sound, der Blues, Rock und
Boogie verbindet, haben sie sich einen festen Platz in
der Musikgeschichte erspielt.
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Foto: RBK Fusion |
Gegründet wurde die Band 1969 in Houston
von Gitarrist und Sänger Billy Gibbons, Bassist Dusty
Hill und Schlagzeuger Frank Beard. Schon früh
entwickelte das Trio einen rauen, erdigen Stil, der
stark vom traditionellen Blues geprägt war. Während
viele Bands in den 1970er-Jahren mit wechselnden
Besetzungen kämpften, blieb ZZ Top über Jahrzehnte
nahezu unverändert – eine Seltenheit in der Rockwelt.
Der europäische Durchbruch von ZZ Top geschah im TV. Die
legendäre Sendung „Rockpalast“ war eine der wichtigsten
Live-Musiksendungen und übertrug Konzerte
internationaler Rockbands live und europaweit. Für viele
amerikanische Bands bedeutete ein Rockpalast-Auftritt
eine enorme Reichweite beim europäischen Publikum. Auch
ZZ Top profitierte davon. Ihr Auftritt im Rockpalast
1980 machte die texanische Bluesrock-Band einem breiten
Publikum bekannt.
Peter
Rüchel und sein „Rockpalast“ als Türöffner in Europa
Entdeckt wurden sie von Peter Rüchel. Er gilt als einer
der wichtigsten Musikjournalisten und Produzenten der
deutschen Rockgeschichte. Als Gründer und langjähriger
Leiter des Rockpalasts hatte er ein Gespür für
authentische Live-Bands. Gerade Gruppen mit starkem
Bühnencharakter wie ZZ Top passten perfekt zu seinem
Konzept, Musik möglichst unverfälscht und live zu
präsentieren. Gitarrist Billy Gibbons sagte später
sinngemäß, dass Deutschland der Ort war, an dem „die
Zündschnur für ZZ Top gelegt wurde“ und sich von dort
aus ihre Popularität in Europa entwickelte. Die Musiker
und Peter Rüchel verband eine Freundschaft, die bis zum
Tod des Fernseh-Journalisten anhielt.
Nach dem Auftritt im Rockpalast und Hits wie Gimme All
Your Lovin’, Sharp Dressed Man und Legs eroberte die
Band anschließend auch das MTV-Zeitalter. Die
dazugehörigen Musikvideos mit schnellen Autos, Models
und dem ikonischen ZZ-Top-Look machten das Trio
endgültig zu Popkultur-Ikonen. 2004 wurden sie sogar in
die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen.
Auch nach über 50 Jahren auf der Bühne blieb die Band
aktiv. Der Tod von Dusty Hill im Jahr 2021 markierte
einen Einschnitt, doch auf Wunsch des verstorbenen
Bassisten führt die Band ihre Karriere fort. Heute steht
Hills langjähriger Gitarrentechniker Elwood Francis am
Bass und hält gemeinsam mit Billy Gibbons und Frank
Beard den charakteristischen Groove von ZZ Top am Leben.
Im
Sommer live in Friedberg
Live gelten ZZ Top bis heute als Garant für
energiegeladene Shows mit einer Mischung aus Klassikern,
Blues-Improvisationen und trockenem Texashumor. Fans in
Deutschland dürfen sich in diesem Sommer selbst davon
überzeugen: Am 3. Juli spielt die Band ein
Open-Air-Konzert auf der Seewiese in Friedberg – eine
seltene Gelegenheit, eine der langlebigsten Rockbands
der Welt live zu erleben. Für die Band ist es die erste
Rückkehr nach Deutschland seit zwei Jahren und damit ein
Termin, der wegen der begrenzten Anzahl ihrer
Europa-Shows besondere Aufmerksamkeit erhält.
Billy Gibbons betonte im Vorfeld: „Wir lieben es, für
das europäische Publikum zu spielen. Sie gehören seit
fünf Jahrzehnten zu den energiegeladensten und
leidenschaftlichsten Fans überhaupt. Wir können es kaum
erwarten, ‚The Big One!‘ rüberzubringen. Ihr könnt euch
sicher sein: Wir drehen voll auf und lassen es richtig
krachen. Und was die Verständigung angeht – da gibt’s
keine Sprachbarrieren. Am Ende sprechen wir alle
dieselbe Sprache: Rock’n’Roll.“ Text: Barbara Altherr
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