Personelles

Kathrin Brannemann ist neue Direktorin der Deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt am Main

Kathrin Brannemann hat am 2. Februar das Amt der Direktorin der Deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt am Main angetreten. Die Bibliotheks- und Informationswissenschaftlerin folgt auf Ute Schwens, die nach mehr als 25 Jahren erfolgreicher Arbeit in dieser Funktion in den Ruhestand gegangen ist. Kathrin Brannemann ist zugleich eine der beiden ständigen Vertretungen des Generaldirektors der Deutschen Nationalbibliothek, Frank Scholze.

 

 

 

Kathrin Brannemann, Foto (c) Stephan Jockel

Der Verwaltungsrat der Deutschen Nationalbibliothek war in diesem Zusammenhang im vergangenen Jahr der Empfehlung der Auswahlkommission gefolgt. Vorausgegangen war ein umfassendes Auswahlverfahren, das mit mehreren Bewerberinnen und Bewerbern nach einer öffentlichen Ausschreibung stattgefunden hat.


Zu den Arbeitsschwerpunkten von Kathrin Brannemann zählt neben der Leitung des Frankfurter Hauses die Weiterentwicklung der Deutschen Nationalbibliothek als aktives kulturelles Gedächtnis. Die Sicherung des kulturellen Erbes, die aktive Gestaltung des digitalen Wandels sowie die konsequente Ausrichtung der Angebote an den Bedürfnissen von Gesellschaft, Kultur und Forschung sind zentrale Elemente der Strategie der Deutschen Nationalbibliothek.


Frau Brannemann vereint langjährige Erfahrung aus universitären Einrichtungen mit Expertise im außeruniversitären Forschungsumfeld. Nach Tätigkeiten beim Hochschulbibliothekszentrum des Landes NRW in Köln, dem BIS Oldenburg mit dortiger Leitung des Universitätsarchivs, der Helmholtz-Gemeinschaft und als Leiterin der Bibliothek beim Alfred-Wegener-Institut Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) in Bremerhaven war sie zuletzt Leitende Bibliotheksdirektorin an der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen (SUB Göttingen). Darüber hinaus engagiert sie sich auf nationaler und internationaler Ebene in verschiedenen Fachgremien wie der IFLA (International Federation of Library Associations and Institutions), LIBER (Ligue des Bibliothèques Européennes de Recherche) und dem Deutschen Bibliotheksverband (dbv). Zu den Schwerpunkten ihrer Arbeit zählten der Aufbau forschungsunterstützender Services für die Wissenschaft, elektronische Repositorien, Urheberrecht, Open Access sowie Langzeitarchivierung.
 

Kathrin Brannemann sagt: „Mit großer Freude und Respekt vor der Bedeutung der Deutschen Nationalbibliothek übernehme ich die Leitung des Standorts in Frankfurt am Main und freue mich darauf, die strategische Weiterentwicklung und die Zukunft der Deutschen Nationalbibliothek gemeinsam mit allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu gestalten.“


Staatsminister für Kultur und Medien, Wolfram Weimer, begrüßt den Dienstantritt von Frau Brannemann als ein wichtiges Zeichen für die Bedeutung und Bewahrung unseres einzigartigen schriftlichen Kulturgutes im 21. Jahrhundert, das von zentraler Bedeutung für die Resilienz unseres Staatswesens und einer wehrhaften Demokratie ist:

 

„Mit Kathrin Brannemann konnte eine Direktorin für den Frankfurter Standort der Deutschen Nationalbibliothek gewonnen werden, die sowohl über ausgewiesene Führungserfahrung im Bibliotheksbereich als auch über die erforderliche Expertise zur Weiterentwicklung der digitalen Dienstleistungen der DNB verfügt. Darüber freue ich mich sehr und wünsche Frau Brannemann für ihre neue Aufgabe viel Erfolg und eine glückliche Hand.
 

Meldung: Deutsche Nationalbibliothek, Frankfurt am Main

 

 

   

 

 

   

Kulturexpress ISSN 1862-1996

 vom 02. Februar 2026