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Architekturwettbewerb für
das Hochhausprojekt ga8 entschieden |
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Der Entwurf
von
Ferdinand
Heide
Architekten
aus
Frankfurt
hat im
Architekturwettbewerb
für die
Entwicklung
der
Gallusanlage
8 den ersten
Preis
erhalten.
Wie die
Vertreterinnen
und
Vertreter
der
Projektgesellschaft
Silbterturm
GA 8 bei
einer
Pressekonferenz
im Atrium
des
Planungsdezernates
am
Donnerstag,
18.
Dezember,
mitteilten,
konnte sich
diese Arbeit
gegen elf
weitere
Wettbewerberinnen
und
Wettbewerber
aus dem
Inland sowie
dem
europäischen
Ausland
durchsetzen.
Die
prämierte
Arbeit
konnte das
neunköpfige
Preisgericht
unter dem
Vorsitz von
Prof. Ulrike
Lauber
überzeugen.
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Hochhausentwurf ga8, Aerial ©
Nightnurse Images für Heide
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Nach Einschätzung der Jury fügt sich der
Entwurf besonders gut in den städtischen Kontext ein. Er
nimmt sich mit seinem schlichten, zeitlosen
Erscheinungsbild formal zurück und gewinnt durch einen
geschickten Versatz der Türme an Eleganz. Er bildet
einen Zusammenhang mit der umgebenden Bebauung und
besonders mit den gegenüberliegenden Wallanlagen und
nutzt so das besondere Potential des Grundstücks.
Der
Blockrandsockel, also der gemeinsame untere Gebäudeteil
beider Türme, stuft sich in den Höhen ab und reagiert
damit auf die benachbarten Bestandsgebäude. Der
Sockelbereich ist offen und einladend gestaltet. Die
kulturellen und weiteren öffentlichen Nutzungen sind zur
Gallusanlage ausgerichtet. Sie treten zum Außenraum im
Sockelbereich einladend in Erscheinung. Hinsichtlich der
Wirtschaftlichkeit schafft der Entwurf über alle
Nutzungskategorien eine sehr gute Flächenausnutzung.
Mit dem zweiten Preis wurde der Entwurf des Büros
Barkow Leibinger aus Berlin gewürdigt, der dritte
Preis ging an das Büro C.F. Møller Architects,
Kopenhagen/Berlin, für ihren Hochhausentwurf. Eine
Anerkennung erhielt der Entwurf des Büros Schmidt
Ploecker Architekten aus Frankfurt.
Die Ausloberin hat für die Prämierung der Arbeiten
Preisgelder in Höhe von insgesamt 310.000 Euro
bereitgestellt.
Das Projekt ga8
Am Übergang zwischen Banken- und Bahnhofsviertel
gelegen, soll das Projekt die bestehende Gruppe von
Hochhäusern westlich der Taunusanlage stärken und einen
Beitrag zur städtebaulichen Weiterentwicklung leisten.
Durch eine vielfältige Nutzungsmischung – bestehend aus
Arbeiten, Wohnen, Gastronomie, Hotel, Kultur, Erlebnis-
und Aufenthaltsangeboten – wird ein lebendiger
Stadtbaustein geschaffen. Das Projekt ga8 verfolgt das
Ziel, Quartiersentwicklung, Stadtraumqualität und
architektonische Nachhaltigkeit in einem ganzheitlichen
Ansatz miteinander zu verbinden.
Das Hochhausprojekt an der Gallusanlage soll das
bestehende Gebäude ersetzen und umfasst einen 170 Meter
hohen Büroturm an der Gallusanlage und einen Wohnturm
von 60 Metern Höhe an der Neckarstraße, die durch einen
gemeinsamen Sockel verbunden sind. Der kleinere Wohnturm
beherbergt ein breites Wohnungsangebot, darunter
geförderte Wohnungen, studentisches Wohnen und
innovative Wohnformen, die auf neue Lebenskonzepte
ausgerichtet sind. Der preisgekrönte Entwurf hat die
Jury in Bezug auf Architektur und Städtebau sowie
Funktionalität, Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit
besonders überzeugt.
Marcus Gwechenberger, Dezernent für Planen und
Wohnen, sieht mit dem prämierten Entwurf die Ziele des
Hochhausentwicklungsplans bestätigt: „Der Entwurf für
die Gallusanlage 8 setzt Maßstäbe in der Frankfurter
Hochhausentwicklung. Das vielseitig genutzte
Gebäudeensemble vereint Büros, Hotel, Gastronomie, Läden
und Wohnungen und erfüllt damit bereits zentrale
Anforderungen des Hochhausentwicklungsplans. Mit seinen
großzügigen Flächen für kulturelle Nutzungen wie
Konzerte und Ausstellungen wird das Hochhaus darüber
hinaus zu einem lebendigen Ort der Begegnung und leistet
einen bedeutenden Beitrag für die Hochhauspromenade
entlang der Wallanlage.“
Daniel Preuße, Versicherungskammer Real Estate,
ergänzt: „Nach intensivem Ringen, um die beste Antwort
auf die gestellte Planungsaufgabe zu finden, freuen wir
uns, dass dies gemeinsam mit der Stadt Frankfurt und dem
Preisgericht, unter dem Vorsitz von Frau Prof. Lauber,
gelungen ist. Die mit dem ersten Preis prämierte Arbeit
des Architektenteams Ferdinand Heide überzeugt
insbesondere durch seine städtebauliche Qualität und die
intelligente Organisation des Sockelgeschosses. Wir
möchten an dieser Stelle allen Beteiligten recht
herzlich danken und freuen uns auf die nächsten
Schritte."
Das Projekt soll darüber hinaus auch einen neuen
Standard für nachhaltige Hochhausentwicklung setzen:
öffentlich zugängliche und begrünte Dachgärten,
zusätzliche Baumpflanzungen entlang der Gallusanlage und
der Neckarstraße, die Entsiegelung von Flächen sowie die
klimatisch optimierte Anordnung der Baukörper sollen das
Mikroklima verbessern und das Wohlbefinden im Quartier
steigern.
Mit der Neubebauung wird die Versiegelung auf dem
Grundstück reduziert, sodass mindestens 15 Prozent des
Grundstücks entsiegelt werden und einen direkten
Anschluss an den Boden bekommen. Der Siegerentwurf hat
diese Maßgaben in besonderer Weise erfüllt.
Ausgangslage und
Projektziele des Hochhausentwicklungsplans
Nach dem erfolgreichen Abschluss der Bürgerbeteiligung
mit einer Dialogveranstaltung im Mai startete im August
dieses Jahres der Architekturwettbewerb. Hintergrund des
Vorhabens ist der Hochhausentwicklungsplans 2024 (HEP)
der Stadt Frankfurt. Hiernach soll auf dem Grundstück
Gallusanlage 8 ein neues städtebauliches Ensemble
entstehen: Büro- und Wohnturm bilden ein markantes
Hochhausduo und ergänzen die Frankfurter Skyline an der
Gallusanlage.
Das geplante Vorhaben wird von der Projektgesellschaft
Silberturm GA 8 entwickelt. Hinter der Entwicklung steht
als Mehrheitseigentümer der Münchner
Traditionsversicherer Konzern Versicherungskammer, der
das Objekt in 2021 erworben hatte, sowie als
Minderheitseigentümer die NFa Privatstiftung.
Meldung: Presseinfo der Stadt Frankfurt
am Main (pia)
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