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DAM
Architectural
Book Award
2025 |
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Fake Designs of Japanese
Architecture - Gaden Books |
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Dies ist der
dritte Band
der Reihe
„bau kunst“
des
Gaden-Verlags,
nach „Holz
Bau“ (2020)
und „ex-dreams“
(2023). Nach
Reisen durch
Deutschland
und in die
USA als
Gründer des
Gaden-Verlags
begannen die
Architekten
Fukushima
Katsuya und
Tominaga
Shoko
schließlich,
sich mit
japanischer
Architektur
auseinanderzusetzen.
Ihr
Hauptaugenmerk
liegt auf
jahrhundertealter
Architektur,
die einen
deutlichen
Bruch mit
der
traditionellen
modernen
Architektur
darstellt.
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Foto (c)
Kulturexpress |
Ausgehend von der
Hypothese, dass die scheinbare
Harmonie von Struktur und Raum
in der japanischen Architektur
vom Mittelalter bis heute
trügerisch sein kann. Dieses
Verhältnis der „Imitation“, in
dem sich unterschiedliche
Qualitäten überlagern, bildet
das Thema des Buches, das unter
dem Titel „Die Imitation
japanischer Architektur“ geführt
wird.
Kapitel 1 enthält Auszüge
aus internationalen Publikationen zur japanischen
Architektur, Kapitel 2 stellt recherchierte
Beispiele vor und Kapitel 3 fasst mehrere Essays
zusammen. Die Hauptfotografien stammen von Fukushima
Katsuya, die Cartoons von Tominaga Shoko und die
Illustrationen und Texte zu Axonen und anderen Elementen
von Yamamoto Rui. Die Essays enthalten einen Dialog
zwischen dem Architekturhistoriker Mitsui Wataru, dem
Architekten Namba Kazuhiko und dem Bauingenieur Tada
Shuji. Die englische Übersetzung stammt von Sawaki
Reijiro, das zweisprachige Layout (Japanisch/Englisch)
von Nishimura Yuichi.
Aufgrund der Vielfalt und
Komplexität des Inhalts ist der Erzählstil zwangsläufig
analogisch und bewegt sich zwischen persönlicher
Erinnerung und gesellschaftlicher Dokumentation. Dieses
Buch ist nicht als positivistische Theorie gedacht, eine
die nach korrekten historischen Antworten sucht, sondern
vielmehr eine praktische Theorie zur Weitergabe von
Geschichte.
Nach Einleitung und Glossar folgt
der Nachdruck
The Architecture of Japan (1955)
von Arthur Drexler. Daran anknüpfend ein
Forschungsübersicht. Gefolgt von Prototyp und
Strukturanalyse: 1. Haupthalle des Taishan-Tempels; 2.
Haupthalle des Chokyuji-Tempels; 3. Jodo-Halle des
Jodo-Tempels; Tragwerk: 4. Haupthalle des
Koryuji-Tempels; 5. Haupthalle des Myooin-Tempels; 6.
Haupthalle des Kongoji-Tempels; 7. Residenz der Familie
Watanabe; 8. Residenz der Familie Egawa; Manga 1:
„Haupthalle des Chokyuji-Tempels“;
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Foto (c) DAM |
Moderne Architektur, die das
Tragwerk imitiert: Haus von Professor Shimazawa; 9.
Haupthalle des Chojuji-Tempels; 10. Rengemon-Tor des
Kyoogokokuji-Tempels; 11. Haupthalle des
Daizenji-Tempels; 12. Dreistöckige Pagode des
Fumonji-Tempels; 13. Kaisan-do-Halle des Honkoji-Tempels;
Manga: „Kaisan-do-Halle des Honkoji-Tempels“; Moderne
Architektur imitiert Form: Ehemaliges Osaka Kabukiz;
Wohnhaus Yoshiya Nobuko
Essay: Harmonie und Versöhnung von Katsuya Fukushima;
Dreiteilige Diskussion: Japanische Architektur aus
zeitgenössischer Perspektive im Text von Wataru Mitsui;
Katsuya Fukushima, Shoko Tominaga und Rui Yamamoto;
Dreigliedrige Diskussion: Geschichte als Hypothese
erzählt von Kazuhiko Namba; Katsuya Fukushima, Shoko
Tominaga, Rui Yamamoto; Eine Reise durch die Struktur
und Ästhetik erzählt von Shuji Tada; Katsuya Fukushima,
Shoko Tominaga, Rui Yamamoto; Abschießend ein
Verzeichnis der Zeichnungen.
Jurybegründung: Peter Cachola Schmal, Deutsches
Architekturmuseum
Ein japanisches Architekturbüro, das sich mit besonderer
Hingabe Holzbaukonstruktionen zuwendet, recherchiert
intensiv zu einem Thema und unternimmt dann
Studienfahrten, die später in Buchform im eigenen
kleinen Verlag erscheinen. Die erste führte sie nach
Deutschland, wo sie Holzbauten der Weimarer Republik
untersuchten, „Holz Bau“ hieß das Buch, auch in
Japanisch. Beim neuen Projekt geht es um traditionelle
Holzkonstruktionen traditioneller japanischer Bauten,
die genau analysiert, gezeichnet und fotografisch vor
Ort untersucht wurden. Das Ergebnis in Form dieses
ungewöhnlichen Buches ist bemerkenswert, nicht nur geht
es um eine umfassende These, die den Verfassern wenig Freunde machen wird, denn sie behaupten, dass die
traditionelle japanische Architektur hauptsächlich auf
Show aus ist, alles nur vorgetäuscht ist und es allein
auf den visuellen Effekt ankommt. Tragwerke werden
hinter verdeckten Ebenen angebracht, angebliche
Tragwerke täuschen Strukturen vor, dekorative Elemente
hingegen können auch tragende Funktionen haben. Alles
nur Fake, sagen sie. Und beschäftigen sich mit den
westlichen Betrachtungen japanischer Architektur, von
Bruno Taut bis Arthur Drexler, die das Narrativ der
Übereinstimmung von Form und Funktion in die westliche
Welt trugen. Die Architekten und Autoren dokumentieren
dies auf schöne Weise. Die technischen Zeichnungen sind sehr detailliert, die Fotos präzise und die
Wasserfarbenzeichnungen besonders feinfühlig. Ein wunderbares und vollkommen anderes Buchprojekt, wie man
es nur selten in die Finger bekommt.
Fake Designs of Japanese Architecture
Herausgeber: Katsuya Fukushima, Hiroko Tominaga, Rei
Sawaki, Rui Yamamoto
Autor:in: Katsuya Fukushima, Hiroko Tominaga, Rei Sawaki,
Rui Yamamoto
Gaden Books
Gestaltung: Yuichi Nishumura / Rimishuna
288 Seiten,
ISBN: 978-4-9911456-2-9
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