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Jörn Düwel
und Niels
Gutschow
begegnen
dieser
Entwicklungsgeschichte
skeptisch.
Für die
Gestalt von
Architektur
und Stadt,
so die These
ihres neuen
gemeinsamen
Buchs
Gestaltung
von Glück.
Vom
Scheitern
des
Werkbunds
und dem
Aufstieg von
IKEA, gibt
es weder
logische
noch
vernünftige
oder gar
überzeitliche
Gewissheiten.
In vier
größeren
Texten zu
zentralen
Themen der
jüngeren
Zeit – vom
Beginn der
Moderne bis
heute –
analysieren
die Autoren
gängige
Narrative
und zeigen,
wie
einflussreich
hergebrachte
Denkmuster
zur
Gestaltung
der Städte
waren und
immer noch
sind. So
wenden sie
sich
zunächst der
Frage zu,
inwiefern
die
Bewertung
und Kritik
von
Architektur
moralischen
Wertmaßstäben
unterlag,
und wie
autoritäre
Haltungen,
insbesondere
in der
ersten
Hälfte des
20.
Jahrhunderts,
Visionen von
einer
zukünftigen
Baukunst
prägten. In
einem
weiteren
Text spannen
sie einen
Bogen von
den
Reformbewegungen
jener Zeit
bis in
heutige,
tagesaktuelle
Debatten
über den
Umgang mit
der
europäischen
Stadt. Einen
großen Teil
des Buches
nimmt der
Essay über
den Begriff
der Altstadt
über die
Jahrzehnte
ein, von
Hamburg und
Frankfurt
über Berlin,
bis hin zu
Rostock oder
Magdeburg.
Ein vierter
Text
schließlich
analysiert,
wie das
Wohnen
zwischen
erzieherischem
Eifer etwa
des
Werkbunds,
der Beratung
durch
Zeitschriften
und
kurzlebigem
Konsum mit
IKEA
changiert.
Jörn Düwel
und Niels
Gutschow
haben
bereits
zahlreiche
gemeinsame
Publikationen
zum Thema
veröffentlicht.
Was das Duo
eint, ist
ein tiefer
Skeptizismus
gegenüber
dem Anspruch
von
Allgemeingültigkeit
und eine
Empfindlichkeit
in Bezug auf
„autoritäre
und
bisweilen
auch
totalitäre
Verlautbarungen
von Ikonen
moderner
Architektur“.
Somit ist
dieses mit
zahlreichen
Text- und
Bildquellen
ausgestattete
Buch auch
ein
emotionales
und
persönliches
Statement.