Der auf Anregung von
Schriftsteller Michael Köhlmeier vom
Verein Philosophicum Lech ins Leben
gerufene Essay-Preis wird 2023 zum
fünfzehnten Mal vergeben. Er ist
dank großzügiger Unterstützung
privater Sponsoren mit 25.000 Euro
Preisgeld hoch dotiert und eine der
wenigen Auszeichnungen für
philosophische Essayistik.
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Die Tractatus
Jury während Ihrer Sitzung
in Lech am Arlberg (v.l.
Juror Ijoma Mangold (D),
Konrad Paul Liessmann als
nicht stimmberechtigter
Juryvorsitzender, die
Jurorinnen Daniela Strigl
(Ö) und Catherine Newmark
(D), Michael Köhlmeier sowie
der Obmann des Vereins
Philosophicum Lech Ludwig
Muxel), Foto (c)
Philosophicum Lech |
„Prämiert
werden herausragende Essays
oder essayistisch
orientierte Sachbücher, die
philosophische Fragen für
eine breitere Öffentlichkeit
verständlich diskutieren und
einen Beitrag zu einer nicht
nur fachspezifischen Debatte
von philosophischen Fragen
liefern. Die Originalität
des Denkansatzes, die
Gelungenheit der
sprachlichen Gestaltung und
die Relevanz des Themas
werden dabei besonders
berücksichtigt“, erläutert
Konrad Paul Liessmann,
wissenschaftlicher Leiter
des Philosophicum Lech, die
Intention des Preises.
Folgende 6 Werke sind
für die Shortlist zum Tractatus 2023
nominiert
Isolde Charim: Die
Qualen des Narzissmus. Über
freiwillige Unterwerfung.
Paul Zsolnay Verlag Wien,
September 2022
Olga Martynova:
Gespräch über die Trauer. S.
Fischer Verlage Frankfurt am
Main, Juli 2023
Christoph Menke:
Theorie der Befreiung.
Suhrkamp Verlag Berlin,
Oktober 2022
Hanno Sauer: Moral:
Die Erfindung von Gut und
Böse | Eine philosophische
Geschichte zu moralischen
Wertvorstellungen. Piper
Verlag München, März 2023
Andreas Urs Sommer:
Entscheide dich! Der Krieg
und die Demokratie. Herder
Verlag Freiburg, März 2023
Philipp von Wussow:
Expertokratie. Über das
schwierige Verhältnis von
Wissen und Macht. Carl Auer
Verlag Heidelberg, Dezember
2022
Die bisherigen
Preisträgerinnen und Preisträger
2009 Franz Schuh:
Memoiren. Ein Interview gegen
mich selbst. Zsolnay Verlag
Wien, 2008
2010 Kurt Flasch:
Kampfplätze der Philosophie.
Vittorio Klostermann Verlag
Frankfurt/M., 2009
2011 Norbert Bolz: Die
ungeliebte Freiheit. Ein
Lagebericht. Wilhelm Fink Verlag
München, 2010
2012 Herbert Schnädelbach:
Was Philosophen wissen und was
man von ihnen lernen kann. C.H.
Beck Verlag München, 2012
2013 Kurt Bayertz: Der
aufrechte Gang. Eine Geschichte
des anthropologischen Denkens.
C.H. Beck-Verlag, München 2012
2014 Peter Bieri: Eine
Art zu leben. Über die Vielfalt
menschlicher Würde. Carl-
Hanser-Verlag München, 2013
2015 Ulrich Greiner:
Schamverlust. Rowohlt Verlag
Reinbek, 2014
2016 Hartmut Rosa:
Resonanz. Suhrkamp Verlag
Berlin, 2016
2017 Ralf Konersmann:
Wörterbuch der Unruhe. S.
Fischer Verlage Frankfurt am
Main, 2017
2018 Thomas Bauer: Die
Vereindeutigung der Welt. Über
den Verlust an Mehrdeutigkeit
und Vielfalt. Philipp Reclam
Verlag Dietzingen, 2018
2019 Lisa Herzog: Die
Rettung der Arbeit. Ein
politischer Aufruf. Hanser
Berlin Berlin, 2019
2020 Roberto Simanowski:
Todesalgorithmus. Das Dilemma
der künstlichen Intelligenz.
Passagen Verlag Wien, 2020
2021 Christoph Möllers:
Freiheitsgrade: Elemente einer
liberalen politischen Mechanik (edition
suhrkamp). Suhrkamp Verlag
Berlin, 2020
2022 Marie-Luise Knott:
370 Riverside Drive, 730
Riverside Drive. Hannah Arendt
und Ralph Ellison. Matthes &
Seitz Berlin, 2022
Verleihung im Rahmen
des 26. Philosophicum Lech
Wer
den Tractatus in diesem Jahr erhält,
wird am 6. September via
Presseinformation bekannt gegeben.
Zur Verleihung kommt es am 22.
September 2023 beim 26.
Philosophicum Lech. „Alles wird gut.
Zur Dialektik der Hoffnung“ lautet
das angesichts von Krisen,
Verunsicherung und Vertrauensverlust
brandaktuelle, zugleich zeitlose
Thema des diesjährigen Symposiums.
Vom 19. bis 24. September 2023 sind
namhafte Vortragende verschiedener
Disziplinen nach Lech am Arlberg
geladen, um zu diesem Fragenkomplex
zu referieren und darüber mit dem
Publikum zu diskutieren. Als
ambitionierte Initiative zur
Standortbestimmung in philosophisch
und gesellschaftlich relevanten
Diskursen entspricht der Tractatus
ganz dem Selbstverständnis des
Philosophicum Lech, das sich seit
mehr als einem Vierteljahrhundert
als herausragender Ort
intellektueller Auseinandersetzung
etabliert hat.
www.philosophicum.com