Der Europäische
Architekturfotografie-Preis
architekturbild ist ein weltweit
einzigartiger und international
beachteter Preis. Ausgelobt wird er
seit 1995 alle zwei Jahre, seit 2003
vom architekturbild e.v. Er wird
2023 anlässlich Preisverleihung des
Europäischen
Architekturfotografie-Preises
architekturbild 2023 im DAM OSTEND
vergeben. Kooperationspartner sind
das Deutsche Architekturmuseum (DAM)
und die Bundesstiftung Baukultur.
2023 geht der Erste Preis an das
Fotografenteam Nicole Keller &
Oliver Schumacher aus Hamburg.
Zu den wichtigsten Kriterien der
Jury zählten der Themenbezug, die
Gesamtwirkung der Serie, Ästhetik,
Komposition und technische Brillanz.
Die Ausstellung zeigt neben der
Bildserie der Preisträger die zwei
weiteren Preise, fünf Auszeichnungen
und 20 Anerkennungen.
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Erster Preis |
Seit 1995 wird der
Europäische
Architekturfotografie-Preis
architekturbild alle zwei
Jahre und 2023 damit bereits
zum 15. Mal vergeben. Wie
immer waren Fotografen aus
aller Welt eingeladen, mit
einer Viererserie ein
vorgegebenes Thema sehr
persönlich zu
interpretieren.
Das Thema 2023 lautet »Provisorium│Stopgap«.
Die Auslobung formulierte es so: Zum
Begriff »Provisorium« werden
zahlreiche Synonyme angeboten, etwa
Ersatz, Notlösung, Übergangs- oder
Zwischenlösung. Wir alle kennen
solche Behelfe aus dem privaten
Umfeld wie auch dem öffentlichen
Leben. Und wir wissen nur zu gut,
dass sie als eigentlich temporär
gedachte Einrichtungen nicht selten
in einen dauerhaften Zustand
übergehen, seien es Behausungen,
Wegeverläufe, handgemalte Schilder,
improvisierte Einrichtungen oder
mehr oder weniger ausgereifte
Konstruktionen. Die Maßstabssprünge
reichen dabei von kleinen
Umstrukturierungen für das
Homeoffice über verlegte
Bushaltestellen bis zu ganzen
Stadtteilen. Provisorien lassen uns
nachsichtig lächeln oder machen uns
nachdenklich, sie regen zu
fantasievollen Lösungen an, können
aber auch auf Missstände hinweisen.
Wir sind von Provisorien umgeben,
oft ohne es gleich zu merken.
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Der 1. Preis
wurde dem Fotografenteam Nicole
Keller & Oliver Schumacher
zuerkannt.
Zwei weitere
gleichwertige Preise gingen an
Katharina Roters aus Berlin für eine
Schwarz-Weiß-Serie, die in Armenien
angesiedelt ist, und an hiepler,
brunier, ebenfalls Berlin, für ihre
Serie »Gap Stop«
Auszeichnungen
erhielten die Serien von
Matthias Jung, Thomas Kummerow, Piet
Niemann, Apostolos Tsolakidis und
Sven Weber
Anerkennungen
Swen Bernitz, Axel Beyer,
Alexander Butz, Markus Dorfmüller,
HGEsch, Ulla Franke Helge Garke,
Wolfgang Gerlich, Maximilian
Gottwald, Michael Himpel, Wolfram
Janzer, Alexander Mai & Mikula
Platz, Andreas-Thomas Mayer, Michael
Nischke, Walter Oczlon, Emanuel
Raab, Gregor Sailer, Daniel
Seiffert, Albrecht Voß, Michael
Zegers
Die Jury
war wie immer berufsübergreifend
besetzt. Zu den wichtigsten
Kriterien zählte: der Bezug zum
Thema »Provisorium | Stopgap«, die
Schlüssigkeit der vier Motive
untereinander, der Architekturbezug
sowie die technische Brillanz.
Außerdem gab es den Wunsch, die
große Bandbreite an Interpretationen
mit dem Ergebnis vielstimmig
abzubilden. Dea Ecker, Ecker
Architekten, Heidelberg
(Juryvorsitz) Kristin Baumert,
Bundesstiftung Baukultur,
Potsdam Heike Schuler,
Leiterin Papierwerkstatt, Deutsches
Architekturmuseum (DAM), Frankfurt
am Main (erkrankt) Brigida
González, Architekturfotografin,
Stuttgart Helena Huber-Doudová,
Kuratorin Architektursammlung
National Galerie Prag, Prag/Berlin
Wojciech Czaja, Journalist,
Autor, Moderator, Wien Oliver
Mezger, Architekt, Fotograf,
Vorstand, Geschäftsführer
architekturbild e.v.,Heidelberg.