Die Stadt Frankfurt
begrüßt die Länderinitiative der
Länder Hamburg und Bremen zur
Stärkung des Mieterschutzes bei
Vermietung von möbliertem Wohnraum
und bei der Kurzzeitvermietung von
Wohnungen. Oberbürgermeister Mike
Josef ist klar: „Für möbliertes
Wohnen und bei Kurzzeit-Vermietungen
werden zum Teil absurd hohe Mieten
verlangt. Die Mietpreisbremse ist
ein wirksames Instrument, um
steigende Mieten einzudämmen – sie
muss auch bei Kurzzeitvermietungen
und möbliertem Wohnraum gelten.“
Bleibt es bei den aktuellen
gesetzlichen Regelungen, besteht bei
der Vermietung von möblierten
Wohnungen die Möglichkeit, die
Mietpreisbremse zu umgehen. Denn der
Möblierungszuschlag, der auf die
Nettokaltmiete hinzugerechnet wird,
ist derzeit gesetzlich nicht
geregelt.
Durch eine Ergänzung des Gesetzes
soll nicht nur die Höhe des
Möblierungszuschlags geregelt
werden, sondern auch die
Verpflichtung aufgenommenen werden,
sowohl die Nettokaltmiete als auch
den Möblierungszuschlag transparent
auszuweisen. Für Mieterinnen und
Mieter wird dadurch die Möglichkeit
eröffnet, die Miethöhe zu überprüfen
und gegebenenfalls zu viel gezahlte
Miete zurückzuverlangen.
Weiterhin sieht der Entwurf der
beiden Stadtstaaten vor, den
Mieterschutz bei so genannten
Kurzzeitvermietungen zu verbessern.
Nach der derzeit geltenden
Vorschrift greifen bei der
Kurzzeitvermietung – also der
Vermietung nur zu einem
vorübergehenden Gebrauch gemäß
Paragraf 549 Absatz 2 Satz 1 BGB –
zahlreiche Mieterschutzregelungen,
darunter die Mietpreisbremse, nicht.
Das Gesetz erlaubt allerdings eine
weite Auslegung des Begriffs des
vorübergehenden Gebrauchs.
„Ich begrüße die Initiative von
Hamburg und Bremen ausdrücklich. Die
Sicherung bezahlbaren Wohnens ist
eines der wichtigsten Themen
Frankfurts. Die Stadt Frankfurt
unterstützt jedes Instrument, das
hilft den steigenden Wohnkosten der
Mieterinnen und Mieter zu begegnen
und Wohnraum zu sichern. Auf
kommunaler Ebene tun wir, was wir
können – wir haben den Mietenstopp
bei der ABG, wir holen mit der
Ferienwohnungssatzung Wohnungen
zurück auf den normalen Mietmarkt.
Aber unsere Möglichkeiten sind
begrenzt und wir brauchen die
nötigen Reformen auf Bundesebene“,
sagt Josef.
Die Länderinitiative stand am
Freitag, 16. Juni, auf der
Tagesordnung des Bundesrates.
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Foto (c)
Kulturexpress, Meldung:
Presseinfo der Stadt
Frankfurt am Main (pia) |
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