Die World Design
Organization mit Sitz in Montreal,
Kanada, öffnete am 3. November 2022
das Bewerbungsverfahren um den Titel
World Design Capital 2026, um den
sich Frankfurt RheinMain bewirbt.
Seitdem wurde das Bewerbungspaket
von dem Team der Projektgesellschaft
im Auftrag der Stadt Frankfurt am
Main und dem Kulturfonds Frankfurt
RheinMain intensiv ausgearbeitet. Am
30. März 2023 hat die
Projektgesellschaft die Bewerbung
nun bei der World Design
Organization eingereicht. Hierfür
wurde in Zusammenarbeit mit dem
Gutenberg-Museum in Mainz der Link
zu den finalen Unterlagen in einem
historischen Druckverfahren als
Handsatz mit Bleilettern gedruckt.
Die Kunst-Edition der Bewerbung hat
das Generalkonsulat der
Bundesrepublik Deutschland in
Kanada, repräsentiert von
Generalkonsulin Susanne
Aschi-Glesius in einer symbolischen
Geste der World Design Organization
übergeben.
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Mainufer am
Eisernen Steg, März 2023,
Foto (c) Kulturexpress |
Die abgegebene Bewerbung beinhaltet
eine ausführliche Darstellung der
Vision hinter dem vom Leiter der
Bewerbung und Direktor des Museum
Angewandte Kunst, Prof. Matthias
Wagner K, im Sommer 2021
entwickelten Claim Design for
Democracy. Atmospheres for a better
life, ein Imagevideo über Frankfurt
und die Region RheinMain und die
Beantwortung eines umfangreichen
Fragenkataloges. Eine digitale
Abgabe war Vorgabe der World Design
Organization™. Daher wurden die mehr
als 700 Seiten umfassenden
Einreichungsunterlagen in eine
eigens dafür gebaute digitale
Plattform eingebettet.
In besonderer Form hat die mit Ideen
aus der Design-Community, von den
initialen Trägern der Bewerbung, von
Akteur:innen aus Kultur- und
Wissenschaftsinstitutionen sowie von
zahlreichen Bürger:innen der Region
gespeiste Bewerbung bereits heute
namhafte Unterstützung erhalten: vom
Land Hessen in Vertretung vom
hessischen Ministerpräsidenten,
Boris Rhein, vom Kulturfonds
Frankfurt RheinMain, von der
Landeshauptstadt Rheinland-Pfalz,
Mainz, von der Messe Frankfurt, von
Frankfurt Main Finance, vom
Deutschen Designer Club, vom Art
Directors Club für Deutschland und
vom Rat für Formgebung, der als
Gründungsmitglied der WDO das
Projekt eng begleitet.
Im Juni 2023 wird von der World
Design Organization die Short-List
mit den Finalstädten veröffentlicht,
die von der internationalen und alle
Kontinente repräsentierenden Jury im
Anschluss besucht werden. Im Oktober
gibt die WDO die finale Entscheidung
bei ihrer offiziellen
Jahreshauptversammlung in Tokio,
Japan, bekannt. Die internationale
Auszeichnung ging in der
Vergangenheit an Städte wie
Helsinki, Kapstadt oder San
Diego–Tijuana.
Stimmen aus Gesellschaft, Politik,
Wirtschaft und Kultur im Rahmen der
Bewerbungsabgabe
„Als World Design Capital 2026 würde
die Region Frankfurt RheinMain im
Fokus der internationalen
Kreativbranchen stehen und dauerhaft
von den spannenden WDC-Projekten
profitieren. Die hessische
Kreativbranche engagiert sich enorm
in der Bewerbung. Das Motto passt
ideal zu unserem Bundesland mit
seiner demokratischen Tradition und
hohen Lebensqualität. Wir glauben
fest daran, dass die Bewerbung
Erfolg haben wird“, sagt der
Hessische Wirtschaftsminister
Tarek Al-Wazir.
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„Der Blick in die Vergangenheit
zeigt die reiche Tradition
Frankfurts und der Region als
Zentrum moderner Gestaltung und
gesellschaftlichen Aufbruchs. Die
Bewerbung zur World Design Capital
2026 baut auf umfassende
gesellschaftliche Umgestaltungen
durch Gestaltung und angewandte
Wissenschaften auf, die seit mehr
als 550 Jahren den Lebens-,
Wirtschafts- und Kulturraum
Frankfurt RheinMain auszeichnen.
Branchenübergreifende Netzwerke in
Verbindung mit einem vielfältigen
und in seiner Qualität einzigartigen
Kulturangebot sorgen für eine
exzellente Infrastruktur, die besten
Voraussetzungen für den Titel“,
begrüßt die Dezernentin für Kultur
und Wissenschaft, Dr. Ina Hartwig
die Abgabe der Bewerbung.
„Der Titel World Design Capital 2026
wäre ein mächtiger Impuls für die
internationale Wahrnehmung und die
Entwicklung des Kreativstandorts
Frankfurt RheinMain. Die Stadt und
ihre Region hat sehr gute Chancen
nicht nur mit ihrer bedeutenden
wirtschaftlichen und urbanen
Qualität, sondern auch als ein
dynamischer, widerstandsfähiger
Wirtschaftsstandort mit
hervorragendem Zukunftspotenzial zu
überzeugen. Frankfurt RheinMain ist
eine vielfältige und lebendige
Region, ein idealer Ort für ein
Reallabor, in dem wir Projekten Raum
für Diskussion, Entwicklung und
Realisierung ermöglichen können“, so
Stephanie Wüst, Dezernentin
für Wirtschaft, Recht und Reformen
in Frankfurt.
„Die Rhein-Main-Region hat starke
Kompetenzen im Design und ist
zugleich die Wiege der deutschen
Demokratie. Es wäre ein
unverzeihlicher Fehler, dieses
Potential nicht weiter auszubauen.
Das Motto der Bewerbung ist in
höchstem Maße geeignet, die
demokratische und kulturelle
Zusammengehörigkeit der Region und
ihre positive dynamische Entwicklung
zu fördern“, sagt die
Geschäftsführerin des Kulturfonds
Frankfurt RheinMain, Karin Wolff.
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„Mit Design for Democracy.
Atmospheres for a better life haben
wir nicht nur diese Bewerbung
betitelt, sondern auch eine Bewegung
ins Leben gerufen, die wir Anfang
2022 gestartet haben. Sie widmet
sich den drängendsten Fragen unserer
Zeit und entwickelt aus lebendigen
Diskursen und vielfältigen Ideen
konkrete Projekte und umfassende
Visionen für das Jahr 2026, und
darüber hinaus. Unter Design for
Democracy verstehen wir ein
verantwortungsvolles Gestalten zur
Erleichterung, Erweiterung,
Erhaltung und Intensivierung des
Lebens – ein Gestalten guter,
partizipativer Lösungen für gute
Probleme, die sich aus den
Veränderungen unserer Umwelt, von
Technologie, Wirtschaft und
Gesellschaft ergeben. Zugleich
verstehen wir Design for Democracy
als eine Bewegung von ganz
unterschiedlichen Akteur:innen, die
auf eine potenzielle Gestaltbarkeit
einer lebenswerten Zukunft setzen
und bereit sind, glaubhaft neue
Möglichkeiten für die Gestaltung von
Prozessen, Strukturen und
Atmosphären zu entwickeln, die ein
Aufeinander-Zugehen, ein streitbares
Miteinander im Hier und Jetzt
ermöglichen“, erläutert Prof.
Matthias Wagner K.
Die Träger, die die Bewerbung
Frankfurt RheinMain. World Design
Capital 2026 auf den Weg gebracht
haben, sind die Stadt Frankfurt
unter Federführung des Dezernats für
Kultur und Wissenschaft und der
Kulturfonds Frankfurt RheinMain –
darin u.a. engagiert die Städte,
Wiesbaden, Darmstadt, Offenbach und
Hanau sowie die Kreise Offenbach,
Hochtaunus, Main-Taunus,
Rheingau-Taunus und Gemeinden der
Region – sowie das Land Hessen, in
Vertretung des Ministerpräsidenten
Boris Rhein.
www.designFRM.de