Deutschlands größte
Nachrichtenagentur dpa hat das
Geschäftsjahr 2020 erfolgreich
abgeschlossen. In einem
coronabedingt schwierigen
Marktumfeld ist es der
Kerngesellschaft Deutsche
Presse-Agentur GmbH gelungen, den
Umsatz auf 93,9 Millionen Euro zu
steigern (2019: 93,0 Millionen). Der
Gewinn beträgt 1,6 Millionen Euro
(2019: 1,3 Millionen). Auch die
dpa-Unternehmensgruppe mit ihren
Töchtern und Beteiligungen weist für
2020 eine positive Entwicklung auf.
Der Konzernumsatz wuchs demnach auf
143,9 Millionen Euro (2019: 142,5
Millionen). Diese Zahlen gab die dpa
am 01 Juli bei ihrer 72.
Gesellschafterversammlung in Hamburg
bekannt.
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72. Gesellschafterversammlung der dpa in
Hamburg: v.l.n.r: Sven Gösmann (Chefredakteur, dpa),
David Brandstätter (Vorsitzender des dpa-Aufsichtsrats
und Geschäftsführer der Main-Post GmbH, Würzburg), Peter
Kropsch (Vorsitzender der Geschäftsführung, dpa)
Foto (c) Marcus Brandt/ dpa |
"Es macht mich stolz, dass es uns
gemeinsam mit unseren Beschäftigten
gelungen ist, die dpa während der
Corona-Krise in sicherem Fahrwasser
zu halten", sagt Peter Kropsch,
Vorsitzender der
dpa-Geschäftsführung. "Die Monate
der Pandemie waren erfüllt vom Geist
der Zusammenarbeit. Insbesondere
auch im Hinblick auf unsere
Gesellschafter und Kunden. Das
unterstreicht den hohen Stellenwert
des Gemeinschaftsunternehmens dpa in
Krisenzeiten", so Peter Kropsch
weiter.
Im Mittelpunkt der strategischen
Aktivitäten der Agentur stand der
Ausbau des dpa-Marktplatzes und die
zunehmende Verbreitung der dpa-ID.
Agentur und Kunden sind in diesem
Prozess stetig enger
zusammengerückt. Die dpa investiert
im Rahmen ihrer Marktplatzstrategie
intensiv in die Bereiche Vernetzung,
Kooperationen und
Dateninformiertheit als die
wesentlichen Treiber der digitalen
Transformation. Bereits rund 17000
Medienschaffende und
Kommunikationsfachleute nutzen
mittlerweile die übergreifende
dpa-ID, um mit den Services der
Agentur und ihrer Partnerunternehmen
zu arbeiten.
Der dpa ist es im abgelaufenen
Geschäftsjahr gelungen, den
Medienwandel in ihrem neuen
zeitgemäßen Preismodell abzubilden
und ein erfolgreiches
Verrechnungsmodell für digitale
Reichweiten aufzubauen. Der
Kundenkreis, der dieses Modell in
Anspruch nimmt, wächst stetig. Damit
passt sich die Agentur der
fortschreitenden Transformation auf
Seiten der Kunden an, deren digitale
Erlöse einen immer größeren Anteil
am Gesamtgeschäft einnehmen.
"Die dpa ist in den Monaten der
Pandemie zu jeder Zeit ihrer
Kernaufgabe gerecht geworden: der
zuverlässigen Versorgung der Medien
mit unabhängigen und verifizierten
Nachrichten", so Chefredakteur Sven
Gösmann. "Wir haben zudem
Innovations-Projekte auf den Weg
gebracht. Dazu zählen unsere neuen
Podcast-Angebote für Spotify und OMS
oder der dpa-Audio Hub, unser neues
Audioarchiv für die Kunden. Und wir
haben mit der Integration von
TeleNewsNetwork als Video-Unit der
dpa unser Angebot mit TV-fähigem
Bewegtbild komplettiert", so Sven
Gösmann weiter.
Wesentliche Aufmerksamkeit richtet
die Agentur auf die Entwicklung
ihrer neuen multimedialen und
modular aufgebauten
Produktionsplattform Rubix. Mit
ihrer Hilfe können neue Produkte
hergestellt, miteinander vernetzt
und an andere Systeme angebunden
werden. Rubix, dessen Prototyp im
Herbst starten soll, ermöglicht die
Kollaboration der
dpa-Journalistinnen und
-Journalisten und stellt
dateninformiertes Arbeiten sowie die
schnellere Auslieferung von
Produkten sicher.
Die Deutsche Presse-Agentur sieht
sich in ihrer
gesamtgesellschaftlichen
Verantwortung aufgerufen, einen
starken Beitrag zur Eindämmung von
Falschinformationen zu leisten. So
hat die Agentur ihre Faktencheck-
und Verifikations-Teams ausgebaut.
Mittlerweile werden Faktenchecks in
sechs europäischen Ländern
produziert (Deutschland, Österreich,
Schweiz, Niederlande, Belgien und
Luxemburg). Außerdem gibt die
Agentur ihr Know-how im Rahmen des
Projekts "Faktencheck 21" an
Journalistinnen und Journalisten aus
zahlreichen Medienhäusern weiter und
hat mit "dpa factify" eine eigene
Schulungs-Datenbank aufgesetzt.
Einen wesentlichen Beitrag zum
Erfolg der dpa Gruppe haben erneut
die Tochtergesellschaften und
Beteiligungen geleistet. So konnte
die news aktuell GmbH mit ihren
Services für PR und Kommunikation
ihren Umsatz auch in Corona-Zeiten
spürbar steigern. Auch die
Digitaltochter dpa-infocom GmbH hat
ihre positive Entwicklung bestätigt
und erneut einen höheren Umsatz zum
Gesamterfolg der Gruppe
beigesteuert. Stabil abgeschlossen
hat außerdem die Bildtochter dpa
Picture-Alliance GmbH, die trotz
coronabedingter Umsatzausfälle
aufgrund von abgesagten
Sportgroßereignissen und
Kulturveranstaltungen auf ein
insgesamt gutes Geschäftsjahr
zurückblicken kann.
Der Geschäftsbericht 2020 trägt den
Titel "Transformation. dpa im
Wandel". Im Mittelpunkt des Berichts
steht der hohe Veränderungsdruck,
den die Pandemie auf die
Beschäftigten von Deutschlands
größter Nachrichtenagentur ausübt.
Der Change-Prozess der vergangenen
Monate kann aber auch als Chance
begriffen werden, frischen Gedanken
und Plänen freie Bahn zu
verschaffen. Zum Beispiel bei
Innovationen, bei Workflows oder
auch im Kundendialog.
dpa
Geschäftsbericht 2020
Meldung: Deutsche
Presseagentur, dpa, Hamburg