Auf einen Schub und
einen Impuls für die Filmindustrie
in Berlin hofft Wirtschaftssenatorin
Ramona Pop (Grüne) mit Blick auf das
neue Förderprogramm: Mit zwei
Millionen Euro jährlich will das
Land die Arbeit an visuellen
Effekten für Film- und
Fernsehproduktionen künftig fördern.
Mit dem Betrag lassen sich freilich
keine Bäume ausreißen, doch das neue
Förderprogramm "Digitale
Film-Produktion" schließt eine
Lücke. Bayern zum Beispiel
unterstützt mit öffentlichem Geld
die digitalen Filmarbeiten bereits -
und jagte so den Berliner
Visual-Effects-Unternehmen mitunter
Aufträge ab. Mithilfe der neuen
Förderung könnte es nun gelingen,
die Wertschöpfung in Sachen Film-
und Fernsehproduktionen in Berlin zu
steigern. Ohnehin zählt
Berlin-Brandenburg bereits zu
Deutschlands führenden Regionen in
dem Bereich. Die zwei Millionen Euro
dürften somit gut investiertes Geld
und ein wichtiger Baustein für die
Branche sein - können damit doch
weitere Spezialisten für visuelle
Effekte nach Berlin gelockt oder
hier gehalten werden. Deutschland-
aber auch weltweit nimmt die
Nachfrage nach Film- und
Serienstoffen zu. Daran hat auch
Corona seinen Anteil. Abrufe bei
Streaming-Diensten wie Netflix
erklommen während der Lockdowns
Rekordhöhen. Immer mehr Anbieter
drängen zudem in den Markt. Amazon,
Disney und Co. buhlen dabei auch mit
exklusiven, eigenproduzierten
Inhalten um die Kunden. Die
Filmregion Berlin-Brandenburg wird
mithilfe der neuen Förderung ihre
internationale Konkurrenzfähigkeit
und Sichtbarkeit stärken können.
Denn das Publikum hat sich daran
gewöhnt, dass auf der Leinwand oder
dem Fernseher nicht alles so ist wie
es scheint. Berlins neue Kompetenz
im Bereich visuelle Effekte dürfte
den Machern demnach auch Türen
öffnen, deutsche Produktionen
verstärkt ins Ausland zu verkaufen.
Ein Kommentar von
Dominik Barth in der Berliner
Morgenpost