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Frank Scholze, der neue
Generaldirektor der Deutschen Nationalbibliothek, erhält
seine Ernennungsurkunde von MinDir Dr. Günter Winands |
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Frank Scholze wurde
am 13. Dezember in Frankfurt
am Main als Generaldirektor der
Deutschen Nationalbibliothek in sein
Amt eingeführt. Ministerialdirektor
Dr. Günter Winands, Amtschef bei der
Beauftragten der Bundesregierung für
Kultur und Medien und Vorsitzender
des Verwaltungsrates der Deutschen
Nationalbibliothek, hatte zuvor Dr.
Elisabeth Niggemann in den Ruhestand
verabschiedet. Sie hatte das Amt der
Generaldirektorin seit 1999 inne.
Frank Scholze tritt sein Amt am 1.
Januar 2020 an.
Kulturstaatsministerin Monika
Grütters erklärte vorab: „Mit Frank
Scholze hat die Deutsche
Nationalbibliothek einen
ausgewiesenen Bibliotheksexperten
und sehr erfahrenen
Bibliotheksleiter als neuen
Generaldirektor gewonnen. Sein
großes Fachwissen, seine
Führungskompetenz und insbesondere
auch seine Erfahrungen im Bereich
Digitaler Bibliotheken sind für
dieses Amt wichtige Eigenschaften.
Ich bin davon überzeugt, dass es
Frank Scholze gelingen wird, die
Deutsche Nationalbibliothek im
digitalen Zeitalter erfolgreich zu
positionieren und den
Transformationsprozess ideenreich
fortzuführen.“
„Großer Dank und Anerkennung gebührt
Elisabeth Niggemann, die die
Deutsche Nationalbibliothek mehr als
20 Jahre lang sehr erfolgreich
geleitet und sie zielstrebig ins
digitale Zeitalter geführt hat.
Frühzeitig erkannte sie die Chancen
der Digitalisierung und hat die
neuen Herausforderungen mit
Innovationsgeist, Weitblick und
Entschlossenheit gemeistert. Sie hat
einen wesentlichen Beitrag daran,
dass das kulturelle Erbe heute in
großem Stil öffentlich zugänglich
ist.“
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Gäste des Festaktes zur Verabschiedung
der Generaldirektorin und zur Amtseinführung ihres
Nachfolgers in Frankfurt am Main
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Frank Scholze, Jahrgang 1968, hat
Bibliothekswesen, Kunstgeschichte
und Anglistik studiert. Er war seit
2010 Direktor der Bibliothek des
Karlsruher Instituts für
Technologie. Der Verwaltungsrat der
Deutschen Nationalbibliothek hatte
im April dem Bundespräsidenten die
Berufung von Frank Scholze zum
Generaldirektor der Deutschen
Nationalbibliothek vorgeschlagen. Er
will die Deutsche Nationalbibliothek
als „kulturelles Gedächtnis der
Vergangenheit und der Zukunft“
weiterentwickeln. Frank Scholze ist
Mitglied des Bundesvorstandes des
Deutschen Bibliotheksverbandes (dbv)
sowie einer Reihe von
wissenschaftlichen Ausschüssen und
Beiräten, unter anderem bei der
Deutschen Gesellschaft für
Klassifikation (GfKl). Seit 2019 ist
er Mitglied im Herausgebergremium
der Zeitschrift für Bibliothekswesen
und Bibliographie (ZfBB). Er ist an
zahlreichen Projekten im Bereich
Digitaler Bibliotheken und
Forschungsinformation beteiligt und
war Sprecher der AG Elektronisches
Publizieren der Deutschen Initiative
für Netzwerkinformation (DINI).
In die Amtszeit von Elisabeth
Niggemann fiel die Novellierung des
Gesetzes über die Deutsche
Nationalbibliothek mit der
Erweiterung des Sammelauftrages auf
Netzpublikationen sowie die
Errichtung des 4. Erweiterungsbaus
der Deutschen Nationalbibliothek in
Leipzig. Ihr national und
international großes Engagement
spiegelt sich nicht zuletzt in der
Gründung der europäischen digitalen
Bibliothek Europeana sowie der
Entwicklung der Deutschen Digitalen
Bibliothek wider. Außerdem war sie
als Beraterin der Europäischen
Kommission zu Fragen der
Digitalisierung von Kulturgut mit
dem Ziel eines möglichst breiten
Nutzungsangebotes tätig. Anfang des
Jahres hat Bundespräsident Dr.
Frank-Walter Steinmeier Elisabeth
Niggemann mit dem Verdienstkreuz 1.
Klasse ausgezeichnet. Der
Börsenverein des Deutschen
Buchhandels würdigte Elisabeth
Niggemanns Verdienste durch die
Verleihung der Plakette „Der
Förderin des Buches“. Die
Vorsteherin des Börsenvereins, Karin
Schmidt-Friderichs, übergab die
höchste Auszeichnung des Verbands am
13. Dezember in der Nationalbibliothek.
Foto (c) Alexander
Paul Englert, Meldung: Deutsche
Nationalbibliothek