|
Dieses
Handbuch
zeigt d des
Materials
Innenputz
und wirft
einen
kritischen
Blick auf
die
Konventionen
des
zeitgenössischen
Bauens. In
drei Teilen
– zur
Tradition,
zum Material
und zum
Handwerk –
werden das
breite
Spektrum der
Einsatzmöglichkeiten
von
Innenputzen
dargelegt
und
Alternativen
zu den heute
für
Innenwände
und Decken
verwendeten
Standardtechniken
erläutert.
Relevante
praxisorientierte
Informationen
über
verschiedene
Putzarten
und ihre
spezifischen
Eigenschaften
sind
zugänglich
und
anschaulich
zusammengetragen,
sodass der
Band auch
als
Entscheidungshilfe
im
Planungsprozess
verwendet
werden kann.
Zeitgenössische
und
historische
Bauten
illustrieren
dabei
interessante
Lösungen mit
Innenputz.
In
Interviews
berichten
Handwerkerinnen,
Putzhersteller
und
Architektinnen
über die
Vor- und
Nachteile
verschiedener
Materialien.
Essays und
Fallstudien
vertiefen
die alten
Techniken
und in
Vergessenheit
geratenen
handwerklichen
Möglichkeiten
und setzen
sie in eine
Beziehung zu
allerneuesten
technischen
Entwicklungen
und
Experimenten.
|
|

|
|
|
|
Jurybegründung:
Das schönste
am Buch ist
das Cover.
Gleich beim
ersten in
die Hand
nehmen wird
der Leser
verführt,
verschiedene
Putzarten zu
erspüren.
Das
voluminöse
Handbuch
zeichnet
sich durch
eine
außerordentlich
angenehme
Haptik aus.
Das
Durchblättern
führt zu
großformatigen
Abbildungen
und
Detailansichten,
zu Plänen
und Grafiken
und immer
wieder den
spezifischen
Material-Abbildungen.
Das alles
ist mit den
unterschiedlichen
Textabschnitten
zu einer
abwechslungsreichen
Lesestrecke
verwoben. Im
Buchinneren
geht es dann
um nichts
weniger als
darum, das
gewaltige
Potential
dieses
Materials
wieder
sichtbar zu
machen. Die
Herausgeber
fassen ihre
Ergebnisse
in drei
Themenblöcken
zusammen,
das sind
Material,
Handwerk und
Tradition.
Zehn
Putz-Arten,
darunter
Gipsputz,
Kalkputz und
Lehmputz
werden mit
ihren
technischen
Eigenschaften
detailliert
dargestellt.
Es wird
gezeigt, was
sie
bauphysikalisch
bewirken
können.
Handwerker,
Hersteller,
Gestalter
und
Denkmalpfleger
berichten
über ihren
Umgang und
ihre
Vorlieben
mit dem
jeweiligen
Material.
Anschaulich
wird dies
durch eine
Vielzahl von
Anwendungen
in
historischen
und
zeitgenössischen
Bauten. Sie
alle fordern
das
Nachdenken
über die
unglaublichen
Möglichkeiten
geradezu
ein. Dem
Kapitel
Handwerk
kommt eine
besondere
Bedeutung
zu. Putz ist
so wie kaum
ein Material
individuell
zu gestalten
– aber auch
so auf das
Können des
jeweiligen
Handwerkers
angewiesen.
Beschrieben
wird
beispielsweise
der Umgang
mit Ecken
und Kanten,
hier die
Nahtstelle
von Boden
und Wand.
Und es wird
ein
Schulhaus in
der Schweiz
abgebildet,
in dem sich
in die
Putzebene
eingelassene
Sockelleisten
aus Metall
mit
nahtlosem
Anschluss
finden
lassen.
Insbesondere
der
“Spaziergang“
durch die
Baugeschichte
ist
erhellend:
Putzbossen
am Palazzo
del Tè in
Mantua oder
Steinputz in
der
Staatsbibliothek
zu Berlin
laden ein,
entdeckt zu
werden. Die
Mischung aus
Bindemittel,
Sand und
Wasser
unterlag in
der langen
Geschichte
ihrer
Verwendung
beim Bauen
den
regionalen
Besonderheiten,
den Moden
und dem
jeweiligen
technischen
Wissensstand.
Den
historischen
Höhepunkt
bildet die
Beschreibung
des Putzes
im Hause
Zentner von
Carlo Scarpa
in Zürich.
Großartige
Architektur
bis eben ins
kleinste
Teil und
Gestaltungselemente
die es
verdient
hätten, auch
heute noch
zur
Anwendung zu
kommen. Der
Band
schließt mit
einem
umfangreichen
Glossar. Und
spätestens
dann fragt
sich der
inspirierte
Leser, wieso
es erst
dieses
Bandes
bedurfte,
bis er all
diese
wunderbaren
Details
gesehen oder
im
schlechteren
Fall eben
vermisst
hat. (Dr.
Annette
Becker)
Innenputz
Herausgegeben
von Annette
Spiro,
Elizaveta
Radi,
Florian
Schrott
Park Books,
Zürich
1. Auflage,
2022
Broschiert,
312 Seiten
324 farbige
und 107
s/w-Abbildungen
Format: 20.5
x 28 cm
ISBN
978-3-03860-307-8
Innenputz |
Park Books (park-books.com)
|