Mehrere Gebäude im Palmengarten werden durch Neubauten ersetzt

Meldung: Palmengarten

Animation Kessler + Effgen Architekten BDA

Vorgesehen ist ein freitragende, stützenlose Halle in Stahlskelettbauweise mit verglasten Dächern und Wänden (Gewächshauskonstruktion). ln den Produktionsgewächshäusern werden Pflanzen gezogen, die sowohl im Palmengarten selbst in verschiedenen Bereichen eingepflanzt als auch verkauft werden. Im Blüten und Schmetterlingshaus werden wechselnde Ausstellungen von Blütenpflanzen durchgeführt.

 

Blüten und Schmetterlingshaus

Perspektive Foyer / Shop   

Schauraum

 

ln den Wintermonaten erfolgen zusätzlich Schmetterlingsausstellungen im klimatisch gesondert abgetrennten Schmetterlingshaus. In dessen Eingangsbereich befinden sich neben dem Empfang, der Kartenverkauf, die WC­ Anlagen, ein Lagerraum sowie ein Schulungsraum, in dem in kleinen Gruppen gärtnerisches Wissen in Theorie und Praxis vermittelt werden soll.

  • Produktionsgewächshäuser (Kalthäuser und Nordhalle) geeignet nur zur gärtnerischen Nutzung

  • Blüten- u. Schmetterlingshaus mit Eingangsbereich geeignet für den Publikumsverkehr

Mischfinanzierung: Produktionsgewächshäuser (Kalthäuser und  Nordhalle) durch städtische Mittel, Blüten- u. Schmetterlingshaus mit Eingangsbereich durch Stiftungsmittel finanziert.

 

Perspektive von Süd Osten

Blüten - und Schmetterlingshaus im Palmengarten
 
Erläuterungen
Das wichtigste am Blüten und - Schmetterlingshaus sind die Exponate. Auf diesem Hintergrund nimmt sich die Architektur zurück. Sämtliche  Nutzungen werden in einem Ensemble von Glashäusern organisiert, dessen  Fügungsprinzip und Maßordnung  von modernen  Gewächshauskonstruktionen abgeleitet ist. Eingangsbereich, Schauhäuser  und Produktionsbereiche basieren auf der gleichen Grundkonstruktion. Entsprechend  der unterschiedlichen Anforderungen unterscheiden  sich die einzelnen  Häuser hinsichtlich  der  Größe, Verglasungsart, Beschattung, Energieschirm,  Lüftung und Fußbodenaufbau. Durch den direkten
Verbund aller Häuser untereinander  lassen sich alle funktionalen Abläufe problemlos und witterungsunabhängig miteinander  vernetzen. Dies gilt auch für die technische und funktionale Anbindung an den Bestand. Es entsteht ein kompaktes Volumen mit minimierten Hüllflächen.
 
Der Besucher betritt von einem überdachten Vorbereich aus über den Windfang das Foyer mit Kasse und Verkaufsbereich. Von hier aus sind die beiden Schauhäuser, die Nebenräume und der Vortragsraum  direkt zugänglich.  Die Atmosphäre des Vortragsraums  ist vom direkten gegenüber  bzw. vom Einblick in das Schauhaus geprägt.
 
Auf der vom Besucherverkehr abgewandten  Fläche des Baufeldes werden die logistischen Abläufe unter Berücksichtigung der Aufstellflächen und Wenderadien  der Feuerwehr und des Containerfahrzeugs um einen Betriebshof  organisiert.
 
Blüten - und Schmetterlingshaus:

Traufhöhe 4,40 m, verzinkte Stahlkonstruktion mit Binderabstand  3,0 m, Ausfachung mit lsolierverglasung gehalten von thermisch getrennten  Profilen, Firstlüftung, kombinierte  Schattierung und Energieschirm  dachparallel, 2. Energieschirm (Feuchtigkeitskontrolle) in Traufhöhe (im Schmetterlingshaus mit Insektennetz gekoppelt). Befeuchtung über elektrischen Verdampfer,  Feldweise zu Wartungszwecken absenkbare  Beleuchtung,  Heizungsrohre bzw. Schattierung der Glaswände parallel zu den Pfetten.
 
Nordhalle

Traufhöhe 4,0 m, Ausfachung mit lsolierverglasung auf thermisch getrennten Profilen (ev. Auch Acrylglas wenn der vorbeugende Brandschutz  gewährleistet  ist), Firstlüftung, Schattierung Dachparallel, Energieschirm  horizontal auf Traufhöhe, Standard- Gewächshausbeleuchtung.


 
Produktionsgewächshäuser

Aufbau wie Nordhalle  jedoch Traufhöhe 2,50 m, für die Orchideenhäuser 2. Energieschirm  dachparallel kombiniert mit Schattierung zur Feuchtigkeitskontrolle.
 
Eingangsgebäude

Ausfachung mit lsolierverglasung, im Bereich der Nebenräume zur Reduktion der Sonneneinstrahlung bzw. als Sichtschutz bedrucktes  Glas, dachparallele Schattierung, Fußbodenaufbau mit geschliffenem Nutzestrich.  Verschieblicher elementierter  Tresen, bzw. Verkaufsauslagen.

 

Kulturexpress ISSN 1862-1996

vom 09. Dezember 2017