Verkehrsminister
Alexander Dobrindt
(CSU) hat auf der
Verkehrsministerkonferenz
am 07. Oktober die
Einführung einer
blauen Plakette
verhindert. Mit
einer Mehrheit
seiner
Landeskollegen hat
der Verkehrsminister
die Forderung
progressiver Länder
nach diesem
Instrument gestoppt,
mit dem sich die
schlechte
Luftqualität in
vielen Städten rasch
bessern ließe.
Auch die
milliardenschweren
Steuersubventionen
für Dieselwagen will
er nicht antasten.
Stattdessen schlägt
die
Verkehrsministerkonferenz
vor, Stadtbusse und
Taxen zu
elektrifizieren:
„Verkehrsminister
Dobrindt drückt sich
vor den
Luftproblemen, die
er und seine
Vorgänger mit
irreführenden
Abgastests und
großzügigen
Ausnahmen für die
Hersteller
verursacht haben.
Busse und Taxen zu
elektrifizieren ist
richtig, greift aber
viel zu langsam. Um
Zehntausende
Menschen in den
Städten schnell vor
giftigen Stickoxiden
zu schützen, führt
kein Weg an der
blauen Plakette
vorbei.
Dobrindt will
ausgerechnet die
Hersteller davon
kommen lassen, die
gutgläubigen
Dieselkäufern über
Jahre gefährlich
schmutzige Autos
untergejubelt haben.
Und der Minister
verpasst die Chance,
den nötigen Umbau in
der Fahrzeugflotte
zu steuern, indem er
die
milliardenschweren
und nicht mehr zu
rechtfertigenden
Dieselsubventionen
abbaut. Die
notwendigen Schritte
sind jetzt, die
Steuerhilfen für
Diesel zu streichen
und die Industrie zu
zwingen, alte Autos
so nachzurüsten,
dass sie auch auf
der Straße geltende
Grenzwerte
einhalten.“
Ein Kommentar von
Daniel Moser,
Greenpeace-Verkehrsexperte
www.greenpeace.de