Die Junge Bühne mit "Peer Gynt" von Henrik Ibsen am Goetheanum

Meldung:Goetheanum, Dornach

 

Junge Bühne Arlesheim: Michael Fünfschilling als Peer Gynt, Foto: (c) Christoph Weisse    

Nach den mehrfach ausverkauften Freilichtaufführungen von "Räuber" 2015 zeigt die Junge Bühne Arlesheim ihre neue Produktion "Peer Gynt" diesmal im Grundsteinsaal des Kooperationspartners Goetheanum. Andrea Pfaehler hat dafür das Stück von Henrik Ibsen auf rund zwei Stunden Spielzeit verdichtet.

 

Kraftstrotzend, ideenreich und gewissenlos jagt der Held durch sein Leben. Kurz nur sind die Augenblicke seiner Besinnung – erst die Angst vor dem bevorstehenden Ende zwingt ihn zum Innehalten. In den ersten drei Akten stellt der jugendliche Peer die Weichen für das, was folgt. Der vierte Akt ist die Erfolgsgeschichte eines Selfmademans, der sich den Traum von Reichtum und Anerkennung erfüllt hat. Aber bei Henrik Ibsen bleibt es nicht dabei: Im fünften Akt werden Peer die Konsequenzen seines Handelns unerbittlich vorgehalten. "Für die 17 jungen Spielerinnen und Spieler und das Publikum wendet sich der Blick auf Peer Gynt im Laufe des Spiels unweigerlich auf sich selbst", ist Leiterin und Regisseurin Andrea Pfaehler überzeugt.

Die Inszenierung von ‹Peer Gynt› verbindet historisch-fantastische und moderne Elemente. Ein Podest als schiefe Ebene charakterisiert durchgehend die Welt des Peer Gynt. Es lässt sich drehen und in verschiedene Positionen auf der Bühne platzieren. Für Trolle und andere Wesen haben die Jugendlichen entsprechende Masken entworfen und gebaut.

Begleitet wird das Spiel von einem kleinen Orchester aus Percussion, Geige, Akkordeon und Dudelsack; gespielt werden unter anderem Motive aus der "Peer-Gynt-Suite" von Edvard Grieg. Erstmals arbeitet die Junge Bühne für einzelne Szenen mit dem Kinderchor "Cantorka" zusammen. Wie bei den bisherigen Inszenierungen der Jungen Bühne Arlesheim gibt es Tanzeinlagen, diesmal von Folklore bis Moderndance.

 

www.goetheanum.ch

 

Altes Originalblatt, auf der Rückseite bezeichnet: "Peer Gynt", undatiert und unsigniert, ca. 40 x 60 cm, in Lasiertechnik, vermutlich die Arbeit eines Theater- oder Bühnenmalers

 

Kulturexpress ISSN 1862-1996

vom 08. Juli 2016