Zu einer ehrlichen Bewertung gehört die
Einsicht, dass das Projekt in den Kernfaktoren Zeit und Geld
lange weltfremd geplant wurde. Dass es pures Abenteurertum
war, schon mal loszulegen, obwohl zum Beispiel für die
Anbindung des Flughafens noch nicht einmal belastbare Pläne
vorlagen. Dazu gehört aber auch die Anerkennung der
Baufortschritte und der gewaltigen Ingenieurleistungen, die
nicht zuletzt in der Ära Kefer erzielt wurden. Und eine
grundsätzlich positive Haltung zu fortlaufenden
Verbesserungen wie zuletzt im Brandschutz. Vor allem aber
muss Schluss sein damit, das Projekt immer wieder neu zu
überfrachten. Welche erstklassige Manager-Persönlichkeit
halst sich unter solchen Voraussetzungen Kefers Erbe auf?
Mit zweitklassigem Management aber werden die Nöte um S 21
gewiss nicht kleiner.