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Ausstellungsdauer bis 8. Mai 2016 | |||
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DAM Preis für Architektur in Deutschland 2015 geht an Bruno Fioretti Marquez aus Berlin für die Neuen Meisterhäuser in Dessau
Das versteht sich als Beitrag zur Baukultur. Haus Gropius soll den Besucher anregen, sich mit grundlegenden Fragen zu Raum, Ort und Zeit auseinanderzusetzen. Die gebaute Ungenauigkeit soll als Symbol für eine wechselhafte Geschichte verstanden werden. Diese Form der Rekonstruktion erzeugt eine abstrakte Erinnerung als spannungsgeladene Konfrontation, um den Diskurs mit der Vergangenheit zu stimulieren, heißt es im Katalog. Das klingt zunächst sehr abgehoben. Es stellt sich die Frage, wären Walter Gropius und das Bauhaus mit dieser Bauform der abstrakten Erinnerung überhaupt einverstanden gewesen. Es ist ein moderner Ansatz, der nicht unbedingt dazu dient, um einem konservatorisch und bauhistorisch korrekten Anspruch zu genügen.
Das neue Haus Moholy-Nagy soll vom Kurt Weill Zentrum genutzt werden, das bereits in der erhaltenen, 1994, denkmalgerecht sanierten Doppelhaushälfte Feininger arbeitet. Links davon steht das neue Gropius Haus.
Im Unterschied zur originären Qualität der Bauhaus Tradition wirken die "abstrakten Erinnerungen" von Bruno Fioretti Marquez wie Wirklichkeit gewordene 3D-Renderings, die durch ihre weiß anmutende Glätte unwirklich animiert scheinen, aber im Volumen genau die Lücke ausfüllen, die notwenig war, um den Platz von Bauhaus und Walter Gropius wiederzubeleben.
Zur Ausstellung ist der jährliche Katalog zum Architekturpreis erschienen: Deutsches Architektur Jahrbuch. German Architecture Annual 2015/16 im Prestel Verlag. Darin werden alle 22 nominierten Projekte einzeln mit Text und Abb. vorgestellt
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