vom 13. - 18. März 2016

Luminale 2016 – Das urbane Lichtlabor zur Light+Building

 Foto (c) Kulturexpress, Meldung: Light & Building

Auf dem Foto: Luminale-Kurator Helmut Bien, der das umfangreiche Programm und die vielen Highlights während der Luminale aufzählte mit dem Verweis auf die Menge an Künstlern und Projekten, die nicht erwähnt wurden, deren Initiative aber Bestandteil des umfangreichen Programms sind, siehe im Programmheft:

Am 2. März stellte der Geschäftsführer der Messe Frankfurt GmbH, Wolfgang Marzin in einer Pressekonferenz im Haus am Dom das diesjährige Luminale-Programm in Frankfurt, Offenbach und Umgebung vor. Dabei waren Till Schneider aus dem Architekturbüro schneider+schumacher, Dr. Jürgen Waldorf, Geschäftsführer ZVEI-Fachverband Licht und Helmut Bien, Kurator, Projektbüro Luminale.

 

Zum Luminale 2016 Programmheft...

 

Die achte Ausgabe der Luminale begleitet die Light+Building mit rund 200 Licht-Ereignissen in Frankfurt am Main und Offenbach. Während auf dem Messegelände die Light & Building mit mehr als 200.000 Experten Novitäten präsentiert, experimentieren Lichtplaner, Architekten, Designer, Künstler und Studierende mit dem Medium Licht im urbanen Reallabor in Frankfurt und Offenbach.

 

Projektionen, Installationen, Führungen und Vorträge, Performances, Catwalks und Partys laden Messebesucher wie auch die Bürger ein, ihre Stadt auf den Spuren des Lichtes zu entdecken.

 

Eine Luminale-Buslinie verbindet die Ereignisse miteinander. 2016 sind die Luminale-Abende deutlich länger geworden. Die Vorverlegung des Light + Building-Termins vor den Beginn der Sommerzeit macht es möglich.

 

Auf dem Roßmarkt ist ein „Zukunftspavillon“ aufgebaut, das Karmeliterkloster hat der Bundesverband der Innenarchitekten übernommen und zeigt dort, welche Rolle das Licht für das Wohlbefinden spielt. Tobias Grau öffnet seinen Showroom zur Luminale, Museen, Ausstellungshäuser und Galerien präsentieren künstlerische Positionen.

 

Direkt in der Stadtmitte an der Hauptwache wird das Künstler-Duo Hartung & Trenz die Katharinenkirche in einen Licht-Meditationsraum verwandeln. Hier entsteht ein inversiver Raum, der die Gäste in seinen Bann zieht.

 

Um die Ecke spielt Tom Groll auf der Fassade der Deutschen Bank mit Symbolen, Zeichen und Scheinen.

 

Die Kirchen als öffentliche Orte spielen bei dieser Luminale eine große Rolle. So präsentieren die RaumZeitPiraten ihre Lichtinstallationen in der Weißfrauenkirche mitten im Rotlichtviertel. Eberhard Bosslet veranstaltet im Haus am Dom ein Blitzlichtgewitter. Die hfg offenbach-Professoren rosalie und Holzbach aktivieren mit ihren Studenten einen „Traumraum“ in der Nikolaikirche am Römer. Auf der Sachsenhäuser Seite wird die Dreikönigskirche ebenso ein Publikumsmagnet werden (Betty Rieckmann) wie auch die Bonifatius-Kirche, in der Herbert Cybulska seine Inszenierungs-Ideen zeigt. 

 

Zu einem Highlight wird die lichtkinetische Raumkunst-Performance von Christopher Bauder („Berliner Lichtgrenze“) werden, der gemeinsam mit dem Komponisten Robert Henke ein eigenes Stück für die Luminale komponiert hat. Der Mousonturm ist der Spielort, Karten für die Vorstellungen (5 Aufführungen a 45 Minuten pro Luminale-Nacht) können schon im Vorfeld der Luminale gebucht werden. Gleich gegenüber dem Mousonturm wird die Naxoshalle wieder Positionen junger Licht-Designer und Künstler präsentieren. Gastgeber ist das Theater Willy Praml, das auch einen gastronomischen Service für die Luminale-Gäste bietet. An diesem Treffpunkt schlägt das Herz der 8. Luminale.

 

Lichtdesigner Robin Uber aus Köln gewann den Mainova-Wettbewerb 2016 und wird ein zentrales Umspannwerk des Frankfurter Versorgungsunternehmens auch über die Luminale hinaus in die Farbraster Piet Mondrians tauchen.

 

 

Ganz in der Nähe inszeniert Rainer Plum in der Deutschen Nationalbibliothek sein Laserlicht. Zu den technologischen Highlights zählt sicherlich Deutschlands größte OLED-Lichtwelle (hatec) in der Lobby der Neuen Mainzer Str. 80. Aussteller der Light+Building unterstützen Luminale-Projekte wie Zumtobel die Künstlerin Miriam Prantl oder Osram Sigi Bußinger. IGuzzini arbeitet mit Christian Uitz weiter am Lichtkonzept für den Hauptbahnhof. Tjark Ihmels vom Institut für zeitbasierte Medien ist mit seinen Studenten in der Bahnhofsvorhalle aktiv.

 

Auch Baustellen werden zu Schaustellen, so das Historische Museum am Römer. Das neue Parkhaus (schneider + schumacher) am Busbahnhof neben dem Hauptbahnhof wird von MESO interaktiv illuminiert und die Deutsche Bahn lädt diesmal auf den S-Bahnhof Taunusanlage ein, wo einige Hochschul-Projekte stattfinden.

 

Das Langzeit-Projekt der Mainufer-Beleuchtung hat inzwischen auch das Höchster Mainufer erreicht. Zur Luminale 2016 wird das nunmehr abgeschlossene Illuminationskonzept des Stadtplanungsamtes der Öffentlichkeit vorgestellt.

 

Die Europäische Zentralbank beteiligt sich nach der Bauphase erstmals an der Luminale. Sowohl in der City am Willy-Brandt-Platz wie auch auf der Fassade des neuen Hochhauses im Osthafen signalisiert die Bank, dass Frankfurt die Stadt des Euro ist. Die Helaba gewährt einen Blick auf ihre Bill Viola Installation und die DZ-Bank lädt zur Führung in die Skylobby von James Turrell.

 

In der Schwesterstadt Offenbach, dem Kreativstandort im Rhein-Main-Gebiet, lockt ein wachsendes Angebot. Die Hafenspitze des Stadtentwicklungsareals Hafen Offenbach wird zum weithin sichtbaren Landmark. Die Heyne Fabrik bespielt eine Gruppe niederländischer Lichtkünstler des iLo aus Amsterdam. Erstmals dabei ist das Deutsche Ledermuseum. Eine eigene Buslinie verbindet auch die Kreativstandorte in Offenbach.

 

Wer sich auf einzelne Veranstaltungen konzentrieren möchte, findet ein reichhaltiges Angebot. Den Auftakt macht der Science Slam im AudiMax der Goethe-Universität. Hier präsentieren junge Wissenschaftler leicht verständlich und unterhaltsam komplizierte Lichtphysik, im Deutschen Architekturmuseum treffen sich Medienfassaden-Spezialisten, in der Frankfurt University of Applied Sciences Stadtlicht- und Masterplan-Experten. Im Baseler Oval schlussendlich sprechen internationale Lichtdesigner im rasenden PechaKucha-Tempo über ihre Ideen und Konzepte. Peter Weibel (ZKM Karlsruhe), Kaoru Mende (Tokyo), Jean-Francois Zurawic (Lyon), Mark Major und Moritz Waldemeyer (London) und Michael Badics (Ars Electronica Linz) stehen auf der prominent besetzten Rednerliste. Der saasfee pavillon lädt erstmals zum allabendlichen Happening und im Gibson Club auf der Zeil gibt’s Party und den Light Fashion Catwalk.

 

Die Luminale setzt auch 2016 wieder auf die Entdeckungslust der Gäste, die professionelle Neugier der Messegäste und die Experimentierlust des Nachwuchses. Das unterscheidet die Frankfurter Luminale von anderen Licht-Festivals, die sich über Tourismus und Spektakel refinanzieren. Die Luminale bietet zum 8. Mal ein urbanes Rahmenprogramm für die weltweit führende Light + Building.

 

www.luminale.de

 

Eine Auswahl der beteiligten Künstler:

Christopher Bauder, Merlin Baum, Franz Betz, Friedrich Biedermann (A), Katrin Bethge, Eberhard Bosslet, Marco Brianza (I), Willi Bucher, Sigi Bußinger, Jeongmoon Choi (RUO), Titia Ex (NL), Anitia Doornheim (NL), Cerith Wyn Evans (UK), Laura J Gerlach, Paul Göschel, Tom Groll, Andrea T. Hannig, Detlef Hartung, Robert Henke, Jan Jacob Hofmann, Tjark Ihmels, Johannes Kriesche, Mischa Kuball, Thomas Lüer, Matinka Marac (NL), Robert Meyer, Johannes Pfeifer (I), Rainer Plum, Miriam Prantl (A), Anton Quiring, RaumZeitPiraten, Betty Rieckmann, rosalie, Julia Schäfer, Valerie Schaller, Peter Schlör, Lidy Six (NL), Georg Trenz, James Turrell (USA), Roos van Haaften (NL), Bill Viola (USA), Silke Wagner, Ulrich Wagner, Peter Weibel, Franziskus Wendels, Alfred Wolski.

 

 

Wichtige Daten:

  • Samstag 12.3. | 20.00 Uhr Science Slam Special Luminale, AudiMax, Goethe-Universität, Campus Westend

  • Samstag 12.3. | 20.00 Uhr Luminale Opening Offenbach / Leuchtstoff Catwalk, Hafen 2, Nordring 129, Offenbach

  • Sonntag 13.3. | Eröffnung Luminale mit zahlreichen Vernissagen

  • Sonntag 13.3. um 19:30 Uhr Vernissage, Be Poet Aktionsraum, Luminale Michael Bloeck – Arkadenlicht, Kerstin Lichtblau - Super Natural, Finissage 16.3. um 19.30 Uhr, Langenhainerstr. 26 Ffm.-Gallus

  • Montag 14.3. | 20.00 Uhr PechaKucha Luminale Night, Baseler Oval, Baseler Str. 10, Einlass 19.00 Uhr internationale Speakerlist: Mark Major (Speirs & Major), Kaoru Mende (LPA,Tokyo), Rogier van der Heide (Zumtobel, Amsterdam), Moritz Waldemeyer (London), Peter Weibel (ZKM-Intendant, Karlsruhe), Michael Badics (Ars Electronica, Linz), Mischa Kuball (Düsseldorf), Jean-Francois Zurawik (Lyon Festival), Titia Ex (Amsterdam), Klaus Teltenkötter (Mainz), Antonius Quodt (Lightlife, Köln), Jean-Michel Quesne (Skertzò, Paris), Aleksandra Stratimirovic (Stockholm, Belgrade), Jürgen Meier (Lichtfest Leipzig)

  •  Dienstag/Mittwoch 15.3./16.3. | Media Architecture Summit des Media Architecture Institute, Wien im Deutschen Architekturmuseum, Schaumainkai 43, 10.00 – 17.00 Uhr u.a. mit Susanne Seitinger (Philips)

  • Donnerstag 17.3. | Stadtlicht – CityLight, Symposium Frankfurt University of Applied Sciences, Kleiststr., Gebäude 1: 15.00 – 20.00 Uhr u.a. mit Roger Narboni, Uwe Knappschneider, Michael Batz u.a.

  • Freitag 18.3. | INNENarchitekturOFFEN 2016, BDIA Hessen, Umfangreiches Präsentationsprogramm von 15.30 bis 22.00 Uhr

  • Freitag 18.3. | Luminale Closing Party, MTW, Nordring 131, Offenbach

 

Guided Tours: 

  • world-architects, Luminale Bus-Tours mit Thomas Geuder

  • Voranmeldung notwendig. Start: Paulsplatz

  • Architektur im Dialog: Greencity / Osthafen mit Susanne Petry, Pier F

  • Skyline-Tour auf einem Main-Schiff der Primus-Linie (ab Eiserner Steg)

  • Historische Straßenbahn (Rundfahrt)

  • Kulturothek, Touren und Rundgänge (Exklusiv-Busrundfahrten auch für Gruppen buchbar)

  • Frankfurter Stadtevents, Schwerpunkt Nachtfotografie

 Jeden Tag:

GRID – Licht- und Klang kinetische Performance von Christopher Bauder und Robert Henke (Komponist) im Mousonturm, Waldschmidtstr. 4: jeden Tag zur vollen Stunde 19.00 – 24.00 Uhr. Tickets an der Abendkasse und im Vorverkauf: http://www.mousonturm.de/web/de/veranstaltung/grid

 

Zentrale Orte:

  • Naxoshalle, Theater Willy Praml, Waldschmidtstraße (U-Bahn: Merianplatz)

  • Karmeliterkloster, Braubachstraße, Frankfurt (U-Bahn: Willy-Brandt-Platz)

  • Kunstverein Montez, Honsellbrücke (S-Bahn: Osthafen)

  • Taunus-/Gallusanlage (S-Bahnhof Taunusanlage)

  • Römer, Frankfurter Innenstadt (U-Bahn: Dom/Römer)

  • Hauptbahnhof, rund um den Hauptbahnhof  (S/U-Bahn: Hauptbahnhof)

  • Heyne Fabrik, Offenbach (S-Bahn: Ledermuseum)

Beteiligte Museen:

Institut für Stadtgeschichte (Karmeliterkloster), historisches museum frankfurt, Deutsches Architekturmuseum, Deutsches Filmmuseum, Museum für Kommunikation, Senckenberg Naturmuseum, Experiminta, Klingspor-Museum, Deutsches Ledermuseum

Verkehrsmittel:

Luminale-Buslinie, startet ab Messe Frankfurt/Eingang City ab 18.00 Uhr im 15-Minuten-Takt. In der Kernzeit zwischen 20.00 und 21.00 Uhr sehr stark nachgefragt. Insgesamt 17 Haltestellen im gesamten Stadtgebiet. Kostenlos.

 

Öffentliche Verkehrsmittel:

Mit dem Ticket der Light+Building sind die Bus-, S- und U-Bahnen in Frankfurt/Offenbach kostenlos zu benutzen.

 

Luminale-Expressbus zwischen Frankfurt und Offenbach. In Offenbach Rundkurs entlang des Luminale Offenbach-Parcours im Stundentakt.

 

 

Kulturexpress ISSN 1862-1996

vom 03. März 2016