Zehn Gestaltungsvorschläge für nächste Euro-Banknotenserie,
die in die Endauswahl gekommen sind. Europäerinnen und Europäer
können bis zum 21. September 2026 in einer Online-Umfrage
Feedback geben. EZB-Rat wird wahrscheinlich gegen Ende des
Jahres einen Vorschlag auswählen.
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Christine Lagarde,
Präsidentin der Europäischen
Zentralbank,
präsentierte am 23. Juli Designs der neuen Euroserie
Foto
© Felix Schmitt/ ECB |
Die Europäische
Zentralbank (EZB) hat am 23. Juli 2026 die in die Endauswahl
gekommenen Gestaltungsvorschläge für die nächste
Euro-Banknotenserie vorgestellt. Sie hat außerdem eine
öffentliche Umfrage gestartet, bei der die Menschen in ganz
Europa ihr Feedback abgeben können. Diese Gestaltungsvorschläge
beruhen auf zwei verschiedenen Themen – „Europäische Kultur“ und
„Flüsse und Vögel – sowie damit verbundenen Motiven, die diese
Themen illustrieren sollen.
„Euro-Banknoten sind mehr als ein Zahlungsmittel – sie sind eine
der greifbarsten Ausdrucksformen Europas“, so Christine Lagarde,
Präsidentin der EZB. „Durch Designs, die Schönheit und Sinn in
sich vereinen, werden sie unsere gemeinsame Identität stärken.“
Die Vorschläge, die es in die
Endauswahl geschafft haben, sind in einem EU-weiten
Design-Wettbewerb ermittelt worden. Mehr als 1 200
Grafikdesignerinnen und -designer hatten sich beworben. 25 von
ihnen waren eingeladen worden, Gestaltungsvorschläge für ein
Thema oder beide Themen auszuarbeiten. Eine
unabhängige Jury
aus 21 Fachleuten aus verschiedenen Bereichen wie
Grafikdesign, Kommunikation, Neurowissenschaft und Geschichte,
die jeweils von einer Zentralbank des Euroraums nominiert worden
waren, wählte anschließend zehn Vorschläge aus.
Nun sind alle Menschen in Europa
eingeladen, sich in einer auf Beschluss des EZB-Rats initiierten
Online-Umfrage zu diesen zehn Gestaltungsvorschlägen zu äußern.
Die
öffentliche Umfrage
läuft noch bis zum 21. September 2026. Parallel dazu wird ein
unabhängiges Meinungsforschungsinstitut eine separate Umfrage
mit denselben Fragen bei einer repräsentativen Stichprobe von
Bürgerinnen und Bürgern des Euroraums durchführen. Die EZB wird
einen Bericht über die Ergebnisse beider Umfragen
veröffentlichen, sobald das endgültige Gestaltungskonzept
ausgewählt worden ist. Das Feedback der Öffentlichkeit ist ein
wesentliches Element des inklusiven Ansatzes des Eurosystems. So
wird sichergestellt, dass die Ansichten von Bürgerinnen und
Bürgern aus ganz Europa berücksichtigt werden.
Die endgültige Entscheidung über die Gestaltung der neuen
Banknoten wird der EZB-Rat voraussichtlich gegen Jahresende
fällen. Er wird sich dabei auf verschiedene Informationen
stützen, unter anderem die Schlussfolgerungen der Jury des
Design-Wettbewerbs, eine technische Bewertung sowie die
Ergebnisse der beiden Umfragen.
Das ausgewählte Design wird dann weiter ausgearbeitet und
getestet, bevor es in die Produktion geht. Die Banknoten der
neuen Serie werden voraussichtlich in den darauffolgenden Jahren
in Umlauf gebracht. Die Euro-Banknoten der vorherigen Serien
werden ihren Wert behalten und neben der neuen Serie in Umlauf
bleiben. Dies ist die erste vollständige Neugestaltung der
Euro-Banknoten seit ihrer Ausgabe im Jahr 2002.
„Die Neugestaltung der Euro-Banknoten ist Teil der langfristigen
Bemühungen des Eurosystems, dafür zu sorgen, dass Bargeld ein
sicheres, effizientes und ansprechendes Zahlungsmittel bleibt
und der Zugang der Bürgerinnen und Bürger zu öffentlichem Geld
sowie ihre Freiheit bei der Wahl des Zahlungsmittels erhalten
bleibt“, so EZB-Direktoriumsmitglied Piero Cipollone.
Die regelmäßige Ausgabe neuer Banknotenserien ermöglicht es, vom
technologischen Fortschritt zu profitieren, um Geldfälschern
einen Schritt voraus zu sein. Die neuen Banknoten werden
neuartige und verbesserte Sicherheitsmerkmale enthalten, die die
Echtheitsüberprüfung erleichtern und die hindernisfreie Nutzung
– auch durch Menschen mit Sehbeeinträchtigungen – verbessern.
Die EZB ist außerdem bestrebt, den ökologischen Fußabdruck der
Banknoten zu verringern, indem sie deren Haltbarkeit verbessert
und nachhaltigere Materialien und Produktionsprozesse einsetzt.
Bilder und Videos der Entwürfe, die in die engere Auswahl
gekommen sind, Informationen zum Auswahlverfahren und weiteres
Anschauungsmaterial finden Sie auf der
hierfür eingerichteten Webseite
Meldung: Europäische Zentralbank, ECB, Frankfurt am Main