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Höhenrekord 2007 - Hubertus Franz als Expeditionsarzt mit in den Anden

 

 

6642 Meter ist der neue Höhenrekord - der Forchheimer Mediziner begleitete eine Gruppe, die im März mit zwei Serienautos am Vulkan Ojos del Salado in Chile bis auf 6500 Meter Höhe durchstartete.

Fotos:  Quadmedics

 

Vulkan Ojos del Salado in den chilenischen Anden erreicht eine Höhe von 6892 Meter

 

Expeditionsarzt Hubertus Franz ist bekannt als der "Renn-Doc" aus der Rallye-Szene und begleitet die Fahrer eines hochmodernen, 8-rädrigen Amphibien-Fahrzeuges, mit dem er Verletzte im Notfall sehr schnell in Sicherheit bringen kan über die chilenischen Anden in Südamerika. Das Expeditionsteam befindet sich am höchsten Vulkan der Erde – dem 6892 Meter hohen Ojos del Salado. Wer den Gipfel bezwingen will, der wagt ein gefährliches Abenteuer in einer lebensfeindlichen Umgebung. Dazu gehören Stürme in Orkanstärke, Temperaturen bis zu minus 40 Grad, tiefe Gletscherspalten, hunderte Meter hohe Felshänge, extrem dünne Höhenluft und rundherum nichts als endlose, glühend heiße Wüste. Nur erfahrene Hochgebirgsbergsteiger wagen sich an den Aufstieg, zu ihnen zählt der Limburger Rekordjäger Matthias Jeschke und sein Team. Bereits im Jahr 2005 kletterte Jeschke mit einem Fahrzeug aus eigenem Antrieb auf 6358m. Dieses Jahr wird er zur Produkteinführung einen neuen Jeep auf über 6500m bringen, um einen nicht mehr zu überbietenden Höhenweltrekord für Kraftfahrzeuge aufzustellen. Die Umsetzung des anspruchvollen Vorhaben wurde über ein Jahr generalstabsmäßig vorbereitet. Die Mannschaft aus 13 Männern und 2 Frauen bestehend hat monatelang unter extremen Höhenbedingungen trainiert.

 

Expeditionsbericht von Hubertus Franz:

 

Tagesbericht vom 1.Tag der Expedition am 5. März 2007. Nach 24 Stunden ist das Team gut in Copiapo angekommen. Nach einem ersten Briefing erfolgt das Bekleben der Fahrzeuge und komplettieren der Ausrüstung. Die Stimmung ist gut und alle sind gespannt auf das Kommende.

 

Der 2. Tag war mit weiteren Vorbereitungen ausgefüllt: Gesundheits-Check, Fahrzeuge bekleben, Fototermine. Höhepunkt war eine Einladung des gesamten Teams beim Gouverneur der Region Copiapo und der Direktorin des Amtes für Tourismus.

 

Am 3. Tag und sieben Stunden Fahrt größtenteils über Piste und atemberaubende Landschaften ist das Team am Basislager Refugio Murray angekommen. Das Basislager wird bezogen.
 

Der 4. Tag stand ganz im Zeichen weiterer Vorbereitungen. Zwei ausgedehnte Wanderungen zur weiteren Optimierung der Akklimatisation standen auf dem Programm. Für das leibliche Wohl war bestens gesorgt.
 

Am 5.Tag wurde das Materiallager oberhalb des Refugio Tejos am Ojos del Salados eingerichtet.

 

Am 6. Tag brachte ein Voraustrupp die beiden Rekordfahrzeuge auf 6120m. Eine zweite Gruppe führte weitere Akklimatisationsmaßnahmen am Basislager durch. Das Wetter ist sonnig Temperatur 12 Grad Celsius durch den Wind liegt die gefühlte Temperatur allerdings weit darunter. Das Team ist wohlauf.

 

Am 7. Tag ist das gesamte Team zum Ojos del Salado gefahren und auf 6120m aufgestiegen. Hier standen vom Vortag noch die Jeeps. Bei strahlendem Sonnenschein und einem traumhaften Panorama wurden die beiden Rekordfahrzeuge unter extremen Anstrengungen des gesamten Teams auf die bisherige Rekordhöhe von 6358 m gebracht.
 

Am 8. Tag war für das gesamte Team ein Ruhetag angesagt, der nach den Anstrengungen der letzten Tage am Berg dringend nötig war. Gesundheitlich ist das ganze Team wohlauf und verträgt die Höhe sehr gut. Hubertus Franz führte noch einige medizinische Untersuchungen durch. Die Kameraleute nutzten die Zeit für noch fehlende Aufnahmen. Das restliche Team war damit beschäftigt die Ausrüstung für den nächsten Tag vorzubereiten.
 

Nachdem das Team am frühen morgen des 9. Tages zum Berg aufgebrochen war, wurde gegen Mittag der Höhenweltrekord 2007 geschafft. Gegen Abend ist das gesamte Team wohlbehalten aber völlig erschöpft ins Basislager zurückgekehrt.


Hubertus Franz sagte am 10. Tag der Expedition: 6642 m ist der neue Höhenrekord!
Nach dem ausnahmsweise späten Frühstück fuhr fast das gesamte Team – diesmal in ganz entspannter und fröhlicher Stimmung - noch einmal zum Ojos del Salado, um letzte Filmarbeiten am Fuße des Berges zu tätigen. Wieder zurück im Basislager begannen die Vorbereitungen für die Rückfahrt nach Copiapo.


 

 

Mit dem ARGO 8x8 Avenger in unwegsamen Gelände

 

 

www.quadmedics.de

 

 

Der Mediziner präsentierte sich im September 2006 mit dem Amphibienfahrzeug für Rettungseinsätze auf der Automechanika in Frankfurt, siehe hier

 

 

 

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vom  20. März 2007