3 Greenpeace Kommentare

 

Hamburg 9. Januar 2012 – Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) fordert rasches Handeln beim Abbau der Solarförderung in Deutschland. Es kommentiert Greenpeace-Energieexperte Andree Böhling:

„Es ist aberwitzig und spricht Bände, wenn Minister Rösler einerseits eine Zerschlagung der Solarförderung und zugleich neue Subventionen für den Bau von Kohlekraftwerken fordert. Rösler sollte die Energiewende gestalten und nicht bekämpfen, wenn es ihm um den Wirtschaftsstandort Deutschland geht. Der Minister unterschlägt zudem, dass Atom- und Kohlestrom bis heute höher als Erneuerbare Energien subventioniert werden.

Die Förderung der Solarenergie kann weiter und stetig sinken, aber dieses sollte maßvoll und nicht mit dem Holzhammer geschehen. Die Technologie wird dann einen zentralen Beitrag zum weltweiten Klimaschutz leisten, wenn sie schnell wettbewerbsfähig ist. Diese erfolgreiche Entwicklung darf Rösler nicht kurz vor dem Ziel abwürgen.“

 

Meldungen: Greenpeace Deutschland, vom 09.01, 10.01. und 11.01.2012

   

Potsdam, 10. Januar 2012 – Den (am 10. Januar) von Brandenburgs Wirtschaftsminister Ralf Christoffers (Die Linke) vorgestellten Entwurf der Energiestrategie 2030 für Brandenburg kommentiert Anike Peters, Energie-Expertin von Greenpeace: „Mit der (am 10. Januar) vorgestellten Braunkohle-Strategie verwirft Brandenburg seine bisherigen Klimaziele und verbaut sich eine nachhaltige Versorgung mit 100 Prozent Erneuerbaren Energien. Brandenburg blockiert so die Energiewende. Das Wirtschaftsministerium hätte bessere Rahmenbedingung für den Bau von Gaskraftwerken als Brückentechnologie ermöglichen müssen. Unabdingbar dafür ist der Ausstieg aus der klimaschädlichen Braunkohle. Braunkohlekraftwerke sind Klimakiller und viel zu schwerfällig, um die Schwankungen von Sonnen- und Windenergie auszugleichen.“
 


Hamburg, 11. Januar 2012 - Den Bau zehn Meter hoher Mauern um die Atommüll-Zwischenlager an den bayerischen AKW-Standorten Gundremmingen und Isar kommentiert Greenpeace Atomexperte Tobias Riedl: „Die Baumassnahmen sollen die Atommülllager gegen terroristische Angriffe schützen. Schon seit Monaten verfügt die Bundesregierung über neue Erkenntnisse zur Bedrohungslage von Atomanlagen. Vor diesem Hintergrund ist es unverantwortlich von Bundesumweltminister Röttgen, zwar die Zwischenlager aufzurüsten, aber die benachbarten Reaktoren ohne weiteren Schutz am Netz zu lassen.“

Anmerkungen: Greenpeace erhielt im November 2011 Kenntnis davon, dass auch das Umweltministerium in Niedersachsen offenbar von Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) über „neuere Erkenntnisse über Tatmittel und Täterverhalten“ informiert wurde, die im Falle eines Anschlags zur „Freisetzung von großen Mengen radioaktiver Stoffe“ führen könnten. Das niedersächsische Umweltministerium wurde aufgefordert, das Castor-Zwischenlager in Gorleben dringend durch bauliche Sicherheitsmassnahmen zum Schutz vor Anschlägen zu ertüchtigen. Das Schreiben des niedersächsischen Umweltministeriums an Greenpeace finden Sie im Internet unter

 

http://www.greenpeace.de/fileadmin/gpd/user_upload/themen/atomkraft/Antragsablehnung.pdf.

Den dazugehörigen Artikel finden Sie unter http://gpurl.de/terrorgefahr.
 

 

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vom 11. Januar 2012