457 Mill. Euro Umsatz übertrifft die eigene Prognose des Konzerns


Die Frankfurter Messe GmbH und Vorstandschef Wolfgang Marzin geben positiven Ausblick auf die kommenden Geschäftsjahre

Foto: Maass    

Frankfurter Messe sieht positiv in die Zukunft. Die Zahlen belegen dies. Die Messe Frankfurt gehört auch 2011 zu den nachhaltig erfolgreichen Messegesellschaften weltweit. Zudem ist sie weiter gewachsen, wie Klaus Münster-Müller, Finanzchef der Messe Frankfurt auf der Jahresabschlusspressekonferenz am 9. Dez. im Foyer des Portalhaus der neuen Halle 11 sagte. Im Vergleich zu 2010 sind die 457 Mill. Euro Konzernumsatz eine Steigerung um zwei Prozent (2010: 448 Mill. Euro). Gegenüber dem Krisenjahr 2009 ist das sogar ein Plus um 7,8 Prozent. (2009: 424 Mill. Euro).

 

Der Auslandsumsatz der Messe Frankfurt ist auf 128, 3 Mill. Euro angewachsen. Damit hat sich der Auslandsanteil am Gesamtumsatz auf 28 Prozent erhöht. (2010: 25,4 Prozent). Die asiatischen Gesellschaften, die im Teilkonzern Messe Frankfurt Asia Holding zusammengefaßt sind, tragen mit 80,3 Mill. Euro am meisten zu den Steigerungen bei.

 

Im Inland entfallen auf die Messe Frankfurt Holding 262,9 Mill. Euro. Auf die inländische Veranstaltungstochter Mesago entfallen 24,1 Mill. Euro (2010: 20,8 Mill. Euro). Auf Servicetochtergesellschaften entfallen rund 41,7 Mill. Euro (2010: 41,8 Mill. Euro).

 

Weltweit 140 mehr Mitarbeiter beschäftigt die Messe Frankfurt in ihrem Unternehmen. Es werden Anstrengungen unternommen, um ein ausgewogenes Bild zu erhalten und das in einer Umgebung, die nicht gerade vor Optimismus strahlt. Die Messe Frankfurt beweist es sich selbst, dass es auch anders geht. Das neue Kongresszentrum ist nur ein Beispiel Investitionen zu tätigen und zu expandieren. Und um eine Stimmung zu erzeugen, die auf Aussteller und Messebesucher gleichermaßen abfärbt, damit die Zuwächse wieder zunehmen. Auf der "Tendence" waren zuletzt die Zahlen an Ausstellern, die nach Frankfurt kommen um am Ordergeschäft teilzunehmen etwas zurückgegangen.

 

Die Messe Frankfurt beteiligt sich mit 4 Mill. Euro am neuen Kongresszentrum. Das geplante Urban Entertainment Center (UEC) im Frankfurter Europaviertel ist ein Gemeinschaftsprojekt von Vivico und ECE. Die Stadt Frankfurt hat das Projekt genehmigt. Die Messe Frankfurt kauft das Kongresszentrum dann erst nach Fertigstellung. Insgesamt soll das Gebäude rund 40 Mill. Euro kosten. Danach folgt die aufwendige nach den Bedürfnissen der Messe Frankfurt gestaltete Inneneinrichtung, so daß insgesamt 10 Mill. Euro an Investitionen schon in den Neubau durch die Messe Frankfurt fließen. Das neue Kongresszentrum ist nicht unmittelbar auf dem Messegelände angesiedelt, sondern liegt im Europaviertel, ist damit auch für andere erreichbar. Die Adresse wird dann ohne Messeeintrittskarte zugänglich sein. Der Erwerb des Neubaus stellt eine hochwertige Immobilie für sich dar, wie es hieß, so daß Investitionen für den Bauherrn als auch für die Stadt Frankfurt als Beteiligter rentabel sind. Bis 2014 soll das Gebäude bezugsfertig sein.

 

Titelseite

vom 09. Dezember 2011