IAA in Frankfurt vom 17. bis 25. September 2011

 
Der Run auf die besten Plätze hat begonnen. Die 64. IAA gibt sich optimistisch in Hinblick auf neue Trends und mehr neue Autos in der Welt. Sprit sparen steht an erster Stelle bei den Neuwagen
Foto: Maass

Der lAA-Count-down läuft: Automobilhersteller präsentieren insgesamt 89 Weltpremieren. Gut die Hälfte davon, 45, kommen von deutschen Konzernmarken. Zulieferer sind mit 94 Weltpremieren dabei, wie Matthias Wissmann, VDA-Vorsitzender, zum Auftakt der Internationalen Automobilmesse, IAA, in Frankfurt mitteilte. Die Zahl habe sich von 55 auf 65 Mill. pro Jahr zugelassener Autos weltweit erhöht. Das sind Anzeichen für den Aufschwung nach der Krise, wie Wissmann meinte. Eine qualitative Aussage wird jedoch nicht erkennbar mit dieser Mengenangabe.

Insgesamt sind auf der 64. IAA Pkw 1012 Aussteller aus 32 Ländern präsent, in der letzten Woche kamen noch fünf kleinere Stände hinzu. Damit liegt die Messe deutlich über der IAA 2009 (781) und hat nahezu das hohe Niveau der IAA 2007 erreicht, die in einer Phase der Hochkonjunktur stattfand.

Mit einer Fläche von 235.000 Quadratmetern wird ein neuer Spitzenwert gesetzt. Bis heute haben sich knapp 10.000 Journalisten aus über 90 Ländern akkreditiert, täglich kommen neue Medienvertreter hinzu. Die IAA gilt als die Automobilmesse mit der größten Medienresonanz weltweit.
 

Politiker und Rennfahrer auf der IAA
Auch die Politik ist hochrangig vertreten:
Am Donnerstag, den 15. September wird Bundeskanzlerin Angela Merkel die IAA feierlich eröffnen.. Aus dem Bundeskabinett kommen zudem Vizekanzler und Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler sowie Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer. Die Ministerpräsidenten aus fünf Bundesländern haben sich angemeldet, darunter natürlich Volker Bouffier, der als hessischer Ministerpräsident traditionell auf der IAA-Eröffnungsfeier sprechen wird. Ministerpräsident Kurt Beck (Rheinland-Pfalz) kommt, Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Baden-Württemberg), Ministerpräsident David McAllister (Niedersachsen) und Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (Saarland). Auch Petra Roth, Oberbürgermeistern von Frankfurt, wird auf der IAA-Eröffnungsfeier sprechen. Die Europäische Union ist durch EU-Kommissar Günther Oettinger vertreten. Aus Indien reist Industrieminister Praful Patel an, aus Großbritannien hat sich Mark Prisk, Minister of State im britischen Wirtschaftsministerium, angemeldet.

Die IAA ist traditionell auch ein Treffpunkt für die Piloten der Formel 1. Nach jetzigem Stand kommen Sebastian Vettel (Red Bull), Michael Schumacher und Nico Rosberg (beide Mercedes GP) sowie Adrian Sutil (Force India) zur IAA. Außerdem haben sich Rennfahrer-Legende Jacky Ickx, Hans-Joachim Stuck und Walter Röhrl angemeldet.


Kooperativ mit anderen Messen auf dem Gelände
Die übergreifende Bedeutung der IAA in Frankfurt wird deutlich daran, daß v
iele der Aussteller seit vielen Wochen mit dem Aufbau beschäftigt sind. BMW fing schon Mitte Mai an, die Halle 11 einzurichten. Das Unternehmen hat im Vorfeld der IAA eigene Händler- und Vertriebsveranstaltungen durchgeführt, bei denen der gesamte Messestand einbezogen war, der zudem Ende August als Sonderschau in die Konsumgütermesse Tendence integriert wurde. Anfang Juli begann Audi mit dem Aufbau seines eindrucksvollen Pavillons, der der Agora jetzt ein völlig neues Gepräge gibt.

Auch hier wirkt die IAA über ihre eigentliche Dauer hinaus: So schafft der Pavillon den Raum für eine Kooperation von Audi mit der Buchmesse, die nach der IAA stattfinden wird. Dort, wo während der IAA die neuen Modelle zu sehen und zu „erfahren" sind, wird zur Buchmesse eine Network-Lounge, ein Pressecenter, eine Antiquariatsmesse, ein Cafe sowie ein Zentrum für neue Medien sein. Auch Daimler ist seit Sommer mit dem „Umbau" der Festhalle beschäftigt.

Die letzte lAA-Transportkiste verlässt im November das Messegelände. Damit ist die Automobilindustrie insgesamt also rund ein halbes Jahr hier in Frankfurt präsent. Insgesamt sind bei den Ausstellern über 15.000 Mitarbeiter mit der Vorbereitung und Durchführung der weltweit bedeutendsten Automobilmesse beschäftigt.
 

Offroad-Parcours auf der IAA

Das dient einem Ziel: Dem interessierten Publikum und den Fachbesuchern die weltweit spannendsten Neuheiten dieser Industrie in einem faszinierenden Ambiente anzubieten. Noch nie zuvor gab es eine IAA, auf der so viele Autos „in Fahrt" zu sehen sind. „IAA in motion" nennt sich das.

Die BMW-Fahraktivitäten finden in Halle 11 sowie im Freigelände F11 statt, wobei im Freigelände vor allem die Allrad-Fahrzeuge zum Einsatz kommen. Im Audi-Pavillon auf der Agora steht den „vier Ringen" eine Rundstrecke von 400 Metern zur Verfügung. Ford bietet den Besuchern einen Probeparcours südlich der Halle 9 an, wobei die IAA-Gäste auch selbst das Steuer übernehmen dürfen. Neben der Festhalle (Halle 2) hat Daimler sein Freigelände mit Fahrmöglichkeiten. Die Marke Jeep hat mit dem Camp Jeep auf dem Freigelände F12/F13 einen eigenen Offroad-Parcours eingerichtet.

Der Zulieferer Valeo zeigt auf dem Freigelände F10 den Einsatz einer automatischen Einparkhilfe. Südöstlich der Halle 10, auf dem Freigelände F13, ist der traditionelle Offroad-Parcours der IAA eingerichtet. Insgesamt stehen 24 Allrad-Fahrzeuge den Besuchern zur Verfügung, darunter Modelle von Daimler, Hyundai, Opel, Skoda, SsangYong, Suzuki sowie Volkswagen (Pkw) und Volkswagen Nutzfahrzeuge.


Zahl der zu erwartenden Besucher

Das Ergebnis von 2009 soll überschritten werden. Damals, in der Krise, wurden 750.000 Besucher erwartet. Es kamen über 800.000. Das ist die Orientierungsmarke auch für 2011. Die Messe-Gastronomie ist für den Besucheransturm gerüstet: Für die IAA werden - nach Angaben der Messe Frankfurt - bis zum 25. September aller Voraussicht nach über 300.000 Würstchen gebraten, mehr als 15.000 Kilogramm Pommes Frites zubereitet und 150.000 Liter Bier, 85.000 Liter Softdrinks und 160.000 Tassen Kaffee ausgeschenkt.

www.iaa.de