|
Es ist eine Reise
bis ans Ende der Welt, wohin die Pläne des ehrgeizigen
Filmregisseurs Carl Denham (JACK BLACK) führen. Er heuert eine
Crew an und sticht mit einem überseetauglichen Kahn in See. Mit
dabei ist die Hauptdarstellerin seines Films, die bildschöne Ann
Darrow (NAOMI WATTS), die er während ihrer Suche nach einer neuen Filmrolle
von der Straße aufgegabelt hat. Ziel
der Reise ist ein weißer Fleck auf der Landkarte mitten im
pazifischen Ozean, eine bis dahin unentdeckte Insel, die von
Ureinwohnern bevölkert wird und die sich zum Schutz vor der Wildnis
eine gigantische Mauer errichtet haben.
Der Regisseur weicht darin
nur wenig von seinem Original „King Kong und die Weiße Frau“ aus
dem Jahre 1933 ab. Mit lautmalerischer Geräuschkulisse
beschreibt Regisseur PETER JACKSON eindrucksvoll seinen neuen
KING KONG (2005).
Großenteils durch Animationen geprägt, liefert der neue Film
eine phantastische Urwelt mit Dinosauriern und riesigen
Insekten. Figuren und Handlung werden auf einem schmalen Grat
durch Dickicht mit vielen nahezu unüberwindlichen Hindernissen
lanciert. Der riesige Affe wird gefangen und narkotisiert auf
das Schiff befördert, um einem sensationshungrigen Publikum in
New York lebendig auf der Bühne präsentiert zu werden. Die Gefangennahme
des riesigen Tieres war nur
möglich geworden, weil King Kong seine unerklärliche Sehnsucht
zur Hauptdarstellerin Naomis Watts nicht im Zaume halten und
stillen kann.
In New York bricht der
riesige Affe aus seinen Fesseln aus, worauf die Bevölkerung in
Panik gerät. Er schnappt sich Naomi Watts, klettert mit ihr
in der Hand auf die Hochhausspitze des Empire State Building.
Von dort aus beschießen ihn vorbeifliegende Flugzeuge
und bringen ihn schließlich zur Strecke. Nicht ohne dramatisches
Finale in schwindelerregender Höhe, die sich King Kong mit seinen
Widersachern im Kampf um die weiße Frau liefern. Naomi Watts
steht dem überlebensgroßen Affen in den letzten Minuten zur
Seite, um ihrem Gegenüber King Kong die überdimensionierte Hand zu halten.

Fotos: UIP
Trotz sichtbarem
Größenunterschied zwischen Mensch und Tier ist der Film äußerst gefühlvoll
gehalten. Jede Person kommt auf ihre Weise zur Geltung.
Eindrucksvoll gibt sich Captain Engelhorn (THOMAS KRETSCHMANN) in
seiner Rolle, der mit rauchiger Stimme die Situation souverän zu meistern
versteht.
Männlicher Held und Mitreisender Jack Driscoll (ADRIEN BRODY)
ist Drehbuchbuchautor bei Carl Denham. Als Ann Darrow über Bord
geht, ist es Jack Driscoll der sie rettet.
Jede Figur wird im
Zusammenspiel der Akteure mit eigenen Charakterzügen
ausgestattet. Darin liegt die Stärke des Regisseurs Peter Jackson.
Selbst King Kong ist zu Gefühlen fähig, während er Ann Darrow
bei sich gefangen hält und sie nicht mehr aus den Augen läßt.
Peter Jackson hatte schon die Regie für die Tolkien-Trilogie
"Herr der Ringe" (2001-2003)
Rolf E. Maass
Kinostart ist der 14. Dezember 2005
|